Ganz dünnes Eis

Kräftige Investitionen in Eishalle nötig - Doch woher kommt das Geld?

+
Der erneuerte Besucherbereich: Betriebsleiter Dirk Sowicki zeigt die neuen Bänke zum Umkleiden und die erweiterten Schließfächer.
  • schließen

Die Eissporthalle in Hamm braucht ein neues Dach. Auf rund 700.000 Euro schätzt man bei der Hammer Eis eG die Sanierungskosten. Woher das Geld kommen soll, ist noch unklar.

Hamm – In Werries ist das Eis noch abgetaut, doch der Saisonstart in der inzwischen 40 Jahre alten steht bevor: erste Sommereisdisco am 19. August, allgemeiner Betrieb ab 9. September. Dirk Sowicki freut sich drauf. Gut 59.000 Gäste zählte der Betriebsleiter und Aufsichtsratsmitglied der Hammer Eis eG in der vergangenen Saison; das gilt als Rekordwert. Die Besucher, sagt er, kämen inzwischen auch aus Münster, Rheda-Wiedenbrück und Unna nach Hamm. Da gibt es nämlich keine Eishallen mehr.

Um die Hammer Halle fit für die Zukunft zu machen, hat die Genossenschaft einen Fünf-Jahres-Plan aufgelegt und schon einiges abgearbeitet. Über den Sommer sind die Umkleiden für die Besucher erneuert worden. Es gibt neue Bänke und deutlich mehr Schließfächer. Dazu kommt eine neue Schleifanlage für Schlittschuhe.

Das marode Dach: Die Lichtkuppeln gelten als brüchig. Sie sollen bei einer Modernisierung des Daches abgebaut werden.

Eishalle in Hamm muss saniert werden: Vieles schon eingespart

Sowicki führt durch den aufpolierten Trakt, zeigt auch eine Mannschaftskabine, in der noch gearbeitet wird. Vorher war hier ein Personalraum. Der Platzbedarf ist eben groß.

Was die Besucher nicht sehen, sind die Investitionen in die Technik. Den Energieverbrauch habe man bereits um die Hälfte reduziert, sagt Sowicki. Auf dem Dach steht eine Solaranlage, in der Halle sind alle alten Lampen und Scheinwerfer durch Leuchtdioden ersetzt worden.

Das Eis ist dünner geworden, es misst nur noch 3,5 Zentimeter, um nicht mehr so viel kühlen zu müssen. Wärmetauscher und Ammoniak-Verflüssiger, die man dafür braucht, sind erneuert worden. Es gebe weitere Einsparpotenziale, sagt Sowicki. Doch das wichtigste Vorhaben sei das Dach. Derzeit werde die Statik geprüft; auch, weil man die Solaranlage oben erweitern wolle. Aber eben auch wegen des schlechten Zustandes.

Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023

Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023.
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023. © Andreas Rother
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023.
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023. © Andreas Rother
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023.
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023. © Andreas Rother
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023.
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023. © Andreas Rother
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023.
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023. © Andreas Rother
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023.
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023. © Andreas Rother
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023.
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023. © Andreas Rother
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023.
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023. © Andreas Rother
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023.
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023. © Andreas Rother
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023.
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023. © Andreas Rother
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023.
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023. © Andreas Rother
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023.
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023. © Andreas Rother
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023.
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023. © Andreas Rother
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023.
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023. © Andreas Rother
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023.
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023. © Andreas Rother
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023.
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023. © Andreas Rother
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023.
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023. © Andreas Rother
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023.
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023. © Andreas Rother
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023.
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023. © Andreas Rother
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023.
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023. © Andreas Rother
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023.
Blick in, auf und vor die Eishalle in Hamm im August 2023. © Andreas Rother

Eishalle in Hamm muss saniert werden: Dach schon immer undicht

Undicht sei das Dach schon immer gewesen, so der Betriebsleiter. Doch inzwischen sei die Dämmschicht vom Wasser unterlaufen, die Lichtkuppeln gelten als brüchig. Beim Starkregen am vergangenen Sonntag habe es Wassereinbrüche über Eisfläche und Tribüne gegeben, große Schäden seien glücklicherweise aber nicht entstanden.

Mit rund 70.000 Euro Instandsetzungskosten rechnet die Genossenschaft. Woher das Geld kommen soll, ist noch völlig unklar. Aus Eigenmitteln könne man das nicht stemmen, sagt Sowicki, auch der Zuschuss der Stadt reiche nicht aus. Eine Lösung habe man aktuell nicht parat, wolle erst mal Gespräche mit dem Rathaus führen, um zu sehen, wie es weitergehen könne. Die Zusammenarbeit mit Stadt und Maximilianpark, darauf legt Sowicki Wert, funktioniere übrigens tadellos.

Personell soll es bei der Genossenschaft im kommenden Jahr ohne den Initiator Werner Nimmert weitergehen. Der hat aus persönlichen Gründen jüngst seinen Rückzug angekündigt. Er werde, so Sowicki, der Hammer Eis eG aber freundschaftlich verbunden bleiben. Man habe bereits mit möglichen Kandidaten für den Aufsichtsrat gesprochen.

Kommentare