Dunkler Dom, weniger Beleuchtung

Energiekrise Köln: So viel bringen ersten die Spar-Maßnahmen der Stadt

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Seit Wochen spart die Stadt Köln Energie: Doch was bringen die Maßnahmen? 24RHEIN hat nachgefragt

Köln – Es ist das Thema im Herbst 2022: Die Energiekrise und drohende Auswirkungen. Sogar vor einem möglichen Blackout ist die Rede, auch in Köln. Schon seit Wochen heißt es darum nicht nur in Köln, dass Strom und Energie gespart werden muss. „Jede und jeder sollte das Möglichste tun, um Energie zu sparen und damit einer möglichen Notlage im Herbst und Winter vorbeugen“, appellierte Oberbürgermeisterin Henriette Reker bereits. Auch die Stadt Köln spart und hat mehrere Maßnahmen beschlossen.

Wie viel bringen die Energie-Sparmaßnahmen in Köln tatsächlich? (Symbolbild)

Energiekrise Köln: Erste Maßnahmen zeigen Wirkung – so viel wird gespart

Während der Kölner Dom und die Hohenzollernbrücke komplett dunkel bleiben, wird die Straßenbeleuchtung um 50 Prozent gedämmt. Das sind nur zwei Maßnahmen des Energiespar-Konzepts in Köln. Aber bringt das was? 24RHEIN hat bei der RheinEnergie nachgefragt.

Erste Auswirkungen sind durch die städtischen Maßnahmen bereits spürbar: „Durch die Dimmung von rund 20.000 Lichtpunkten lassen sich täglich rund 4000 kWh Energieverbrauch einsparen“, heißt es von der RheinEnergie. Und auch das Abschalten der Dom-Beleuchtung und der ausgeschalteten Anstrahlung der anderen Gebäude wird Energie gespart. „Durch den Wegfall der Dom-Anstrahlung sowie weiterer repräsentativer Gebäude lassen sich nochmal 158 kWh Energieverbrauch pro Stunde einsparen. Weitere Auswirkungen sind uns momentan nicht bekannt.“

Energiekrise Köln: Maßnahmen zeigen ersten Erfolg – über 5000 kWh pro Tag eingespart

Konkret heißt das, dass täglich in Köln über 5000 kWh eingespart werden – allein durch zwei Maßnahmen der Energiespar-Konzepte. Das entspricht dem Jahresstromverbrauch eines 4-Personen-Haushaltes. Dabei sind die tatäschlichen Einsparungen in Köln wahrscheinlich sogar noch höher.

Denn auch bei den Kölnbädern wird Energie gespart. Dadurch sollen rund 15 Prozent weniger Energie als in den Vorjahren verbraucht werden. Zusätzlich wird am Ebertplatz auf eine Eisbahn verzichtet, um Energie zu sparen.

Energiesparen: Geplante Maßnahmen der Stadt Köln im Überblick

  • Die Straßenbeleuchtung in Köln wird um 23 Uhr auf 50 Prozent gedimmt. Außerdem wird die Beleuchtung später ein- und früher ausgeschaltet
  • Die Beleuchtung bestimmter Bauwerke (z.B. Kölner Dom, romanische Kirchen, Historisches Rathaus, Hohenzollernbrücke, Severinsbrücke) und weitere Beleuchtung an insgesamt über 132 Objekten wird zunächst um 23 Uhr und ab Herbst um 22 Uhr abgeschaltet
  • Die Beleuchtung der Pylone am RheinEnergie-Stadion wird abgeschaltet
  • Die Temperatur in den städtischen Büros soll in der Heizperiode maximal 19 Grad betragen
  • Im Sommer wird die Klimatisierung der Räume auf ein Minimum reduziert
  • In den Schulen ohne offene Ganztagsschule oder Ferien-Betrieb wird in der Ferienzeit die Aussetzung einer Raumtemperaturabsenkung wieder eingeführt
  • Das Personal der Stadt wird nochmals hinsichtlich eines energieeffizienten Verhaltens sensibilisiert
  • Die Betriebsparameter (beispielsweise Raumtemperatur und Energieverbrauch) werden angepasst, zum Beispiel in Fahrzeughallen, Waschhallen, Lagerhallen et cetera., sodass diese nur frostfrei gehalten werden

Auch in den Kölner Geschäften wird gespart. Ab 22 Uhr wird zum Beispiel das Licht ausgeschaltet. Das gilt auch für Weihnachtsmärkte. Pünktlich um 22 Uhr wird die Weihnachtsbeleuchtung ausgeknipst. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Rubriklistenbild: © Vitalii Kliuiev/Imago

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