Sternschnuppen über NRW: Fünf Orte für eine gute Sicht auf die Perseiden
VonLena Seiferlin
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Die Perseiden sind eines der beeindruckendsten Naturschauspiele des Jahres. Doch nicht überall ist der Meteorschauer gut zu sehen. Fünf gute Orte in NRW für besonders viele Wünsche.
Hamm – Die Perseiden kommen: Der Sternschnuppenregen, der jährlich im August in Richtung Erde rauscht, erreicht am Dienstag, 12. August, sein Maximum. Um besonders viele Schnuppen sehen zu können, braucht es die richtige Uhrzeit, die Guckrichtung muss stimmen – und der Ort.
Denn dort, wo Ballungszentren und Städte sind, verschmutzt das künstliche Licht den Nachthimmel. Über Großstädten etwa wird es schwierig, auch nur eine Sternschnuppe zu sehen. Der als bester Ort für Sternschnuppen-Beobachtung in NRW ausgewiesene Ort liegt in der Eifel. Im dortigen Nationalpark ist die Lichtverschmutzung gering, es gibt immer wieder freie Hügel und Wiesen, wo auch kaum Bäume im Weg sind.
Sternschnuppen am Nachthimmel: An diesen Orten in NRW gibt es eine gute Sicht auf die Perseiden
Hier wird die Dunkelheit sogar geschützt, was auch die International Dark Sky Association anerkannt hat. Und das liegt weniger an den Perseiden und anderen Meteorschauern aus dem Weltraum, sondern an den Tieren hier auf der Erde. Denn diese brauchen die Dunkelheit, ihren Schutz, ihre Ruhe und ihren Vorteil, dass Menschen sie eher meiden. Und wir alle brauchen sie für unseren Tag-und-Nacht-Biorhythmus.
Naturparadies Eifel: Die schönsten Ausflugsziele und Attraktionen
Außer natürlich, wenn ein solches Himmelsspektakel wie die Perseiden ansteht. Dann sind Besucher auch herzlich eingeladen, diese an einem der extra eingerichteten Sternenbeobachtungspunkte herzlich willkommen. Zehn Sternenblicke mit magisch anmutenden Namen gibt es. So werden die Orte zur Beobachtung des Weltall-Spektakels genannt. Diese sind:
„Sternenpark“ in Vogelsang
„Kosmisches Wetter“ in Hellenthal
„Sternenstaub“ in Dahlem
„Zeitreise“ in Nettersheim
„Nachtnatur“ in Nideggen
„Lebensräume“ in Blankenheim
„Nachtschwärmer“ in Monschau
„Radioteleskop“ in Bad Münstereifel
„Mondnacht“ in Mechernich
„Kosmos Energie“ in Heimbach
Ruhige, dunkle Orte für das perfekte Sterneguck-Erlebnis
An diesen Orten ist es nachts besonders dunkel und ruhig – und so soll es auch bleiben. Taschen- oder Stirnlampen sind zur Orientierung okay, sollten aber nach Möglichkeit rot leuchten statt weiß und schnell wieder ausgeschaltet werden. Hunde gehören an die Leine, außerdem wird um Stille gebeten. Die Nacht bietet ohnehin genug Geräusche.
Der Sternenpark Eifel empfiehlt auf seiner Website außerdem mindestens ein Fernglas und warme Kleidung, auch bei dem pünktlich zum Perseiden-Schauer eingetroffenen Wetter-Hoch (das zunächst allerdings ein paar Wolken bringt). Zwar sind im Sternenpark Eifel die Bedingungen fürs Sternschnuppen-Gucken ganz besonders gut, doch er ist nicht der einzige Ort in NRW, der sich eignet. Alle weiter von Städten entfernten Gegenden ohne übermäßigen Baumbestand bieten sich an.
Gutes Sternegucken auch am Kemnader See und in den Borkenbergen
Unter den Empfehlungen für eine zauberhafte Perseiden-Nacht sind zum Beispiel auch der Kemnader See zwischen Witten und Bochum, das Deilbachtal zwischen Hattingen und Essen und die Elfringhauser Schweiz zwischen Ruhrgebiet und Bergischem Land. Hier gibt es Wiesen, Weiden und Hügel – und vor allem die nächsten größeren Orte liegen etwas weiter weg. Bedingungen, die auch die Borkenberge im Münsterland bei Haltern bieten.
Wichtig ist nicht nur der dunkle Ort, um möglichst sicher möglichst viele Sternschnuppen zu sehen, sondern auch die Uhrzeit. Zwar werden auch schon ab 23 Uhr Sternschnuppen sichtbar sein, doch die beste Zeit ist laut Prof. Dr. Susanne Hüttemeister vom Planetarium Bochum gegen 3 Uhr.
Perseidenschauer: Lichtbeeinträchtigung durch den Vollmond
Doch steht auch ein sehr voller Mond am Himmel. Vollmond war erst am Samstag, 9. August, der Mond scheint darum noch ganz schön hell in die Nacht. Er geht gegen 22 Uhr auf und wird für weniger sichtbare Meteore sorgen, wie die Expertin im Gespräch mit wa.de sagte. Und: Wer die große Rundumsicht hat, sollte seinen Blick gen Nordosten richten. Dort, in Guckrichtung des Sternbild Perseus – daher der Name Perseiden – fliegen die meisten Sternschnuppen.