Weit weg vom Licht

Sternschnuppen über NRW: Fünf Orte für eine gute Sicht auf die Perseiden

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Die Perseiden sind eines der beeindruckendsten Naturschauspiele des Jahres. Doch nicht überall ist der Meteorschauer gut zu sehen. Fünf gute Orte in NRW für besonders viele Wünsche.

Hamm – Die Perseiden kommen: Der Sternschnuppenregen, der jährlich im August in Richtung Erde rauscht, erreicht am Dienstag, 12. August, sein Maximum. Um besonders viele Schnuppen sehen zu können, braucht es die richtige Uhrzeit, die Guckrichtung muss stimmen – und der Ort.

Mitte August zeigen sich besonders viele Sternschnuppen am Nachthimmel über NRW.

Denn dort, wo Ballungszentren und Städte sind, verschmutzt das künstliche Licht den Nachthimmel. Über Großstädten etwa wird es schwierig, auch nur eine Sternschnuppe zu sehen. Der als bester Ort für Sternschnuppen-Beobachtung in NRW ausgewiesene Ort liegt in der Eifel. Im dortigen Nationalpark ist die Lichtverschmutzung gering, es gibt immer wieder freie Hügel und Wiesen, wo auch kaum Bäume im Weg sind.

Sternschnuppen am Nachthimmel: An diesen Orten in NRW gibt es eine gute Sicht auf die Perseiden

Hier wird die Dunkelheit sogar geschützt, was auch die International Dark Sky Association anerkannt hat. Und das liegt weniger an den Perseiden und anderen Meteorschauern aus dem Weltraum, sondern an den Tieren hier auf der Erde. Denn diese brauchen die Dunkelheit, ihren Schutz, ihre Ruhe und ihren Vorteil, dass Menschen sie eher meiden. Und wir alle brauchen sie für unseren Tag-und-Nacht-Biorhythmus.

Naturparadies Eifel: Die schönsten Ausflugsziele und Attraktionen

Ein nächtlicher Eindruck vom malerischen Monschau: Die Stadt wurde kürzlich zur „schönsten Kleinstadt Deutschlands“ gekürt.
Ein nächtlicher Eindruck vom malerischen Monschau: Die Stadt wurde kürzlich zur „schönsten Kleinstadt Deutschlands“ gekürt. ©  IMAGO / Jochen Tack
Durchs malerische Monschau fließt die Rur, vorbei an vielen kleinen Felschen.
Durchs malerische Monschau fließt die Rur, vorbei an vielen kleinen Felschen. ©  IMAGO / Olaf Döring
„Grüne Hölle“ wird eine Felsschlucht in der Sauerschweiz im Naturpark Südeifel genannt.
„Grüne Hölle“ wird eine Felsschlucht in der Sauerschweiz im Naturpark Südeifel genannt. © IMAGO/Zoonar.com/Stefan Ziese
Das Ourtal liegt im rheinland-pfälzischen Teil der Eifel.
Das Ourtal liegt im rheinland-pfälzischen Teil der Eifel. © IMAGO/Alexander Ludwig
Die beiden Burgen Oberburg und Niederburg von Manderscheid sind ein Highlight der Südeifel.
Die beiden Burgen Oberburg und Niederburg von Manderscheid sind ein Highlight der Südeifel. © IMAGO/Zoonar.com/Stefan Ziese
Die Niederburg Manderscheid über dem Liesertal kann in Nachtführungen erkundet werden.
Die Niederburg Manderscheid über dem Liesertal kann in Nachtführungen erkundet werden. © IMAGO/Zoonar.com/Stefan Ziese
Baden am Meerfelder Maar – es liegt im größten Maartrichter der Eifel.
Baden am Meerfelder Maar – es liegt im größten Maartrichter der Eifel.  © IMAGO/Zoonar.com/Stefan Ziese
Ein kleiner Wasserfall in der Nähe von Trier (Eifel)
Ein kleiner Wasserfall in der Nähe von Trier: Die Eifel ist durchzogen von großen (Rhein, Mosel, Maas) und kleinen Flüssen (Our, Kyll, Rur) sowie etlichen Bächen. © IMAGO/Zoonar.com/Alexander Ludwig
Die Klosterkirche Prüm im Abendlicht
Die Klosterkirche Prüm im Abendlicht © IMAGO/Alexander Ludwig
Das sogenannte Ohr des Radioteleskops Effelsberg in der Nähe von Bad Münstereifel
Das sogenannte Ohr des Radioteleskops Effelsberg in der Nähe von Bad Münstereifel: Bis 2000 war es mit seinen 100 Metern Durchmesser das größte bewegliche Radioteleskop der Welt. ©  IMAGO / Rech
Die Abteikirche des Klosters Himmerod wurde 1751 errichtet.
Die Abteikirche des Klosters Himmerod wurde 1751 errichtet. Sie liegt am Rande der Vulkaneifel zwischen Bitburg und Manderscheid.  © IMAGO/Zoonar.com/Alexander Ludwig
Im Landkreis Ahrweiler in der südlichen Eifel liegt die Burg Olbrück.
Im Landkreis Ahrweiler in der südlichen Eifel liegt die Burg Olbrück. © IMAGO/Alexander Ludwig
Eine von vielen wunderschönen Heide- und Moorlandschaften in der Eifel.
Eine von vielen wunderschönen Heide- und Moorlandschaften in der Eifel. © IMAGO/Alexander Ludwig
Die Klosterkirche Maria Laach und der Laacher See liegen nah beieinander.
Die Klosterkirche Maria Laach und der Laacher See liegen nah beieinander und eignen sich für einen Rundum-Ausflug: Sehenswürdigkeit, See und wandern, alles an einem Ort. © IMAGO/Alexander Ludwig
Außergewöhnliche Felsformation im Wald: An dieser Felsnadel führt der Wanderweg Teuflische Acht entlang.
Außergewöhnliche Felsformation im Wald: An dieser Felsnadel führt der Wanderweg Teuflische Acht entlang. Die Eifel gilt als absolutes Paradies für Wanderer. © IMAGO/S. Ziese
Ausblick aus einer Felsspalte auf den Wanderweg Teuflische Acht am Ferschweiler-Plateau im Eifelkreis Bitburg-Prüm
Ausblick aus einer Felsspalte auf den Wanderweg Teuflische Acht am Ferschweiler-Plateau im Eifelkreis Bitburg-Prüm © IMAGO/blickwinkel/S. Ziese
Blick auf den Rursee, ein Paradies fürs Wandern und Radtouren
Blick auf den Rursee, ein Paradies fürs Wandern und Radtouren © IMAGO/Augst / Eibner-Pressefoto
Der Rursee liegt mitten im Nationalpark Eifel. Schwimmen ist hier erlaubt und Ausflugsschiffe machen Rundfahrten übers Wasser.
Der Rursee liegt mitten im Nationalpark Eifel. Schwimmen ist hier erlaubt und Ausflugsschiffe machen Rundfahrten übers Wasser. © IMAGO/Augst / Eibner-Pressefoto
Das Kloster Steinfeld liegt zwischen Monschau und Bad Münstereifel. Die Klosteranlage ist weitläufig und mitten im Grünen.
Das Kloster Steinfeld liegt zwischen Monschau und Bad Münstereifel. Die Klosteranlage ist weitläufig und mitten im Grünen. © IMAGO/Zoonar.com/Sujo26
Die Klosterkirche des Klosters Steinfeld
Die Klosterkirche des Klosters Steinfeld: Das Kloster ist 900 Jahre alt. der heilige Hermann-Joseph liegt dort begraben. © IMAGO/Zoonar.com/Sujo26
Blick auf die berühmte Nordschleife des Nürburgrings: Die Rennstrecke beitet auch Touristenfahrten an.
Blick auf die berühmte Nordschleife des Nürburgrings: Die Rennstrecke bietet auch Touristenfahrten an. © IMAGO/Zoonar.com/Hugo Kurk
Das Mützenicher Venn ist ein Naturschutzgebiet mit Wald, Mooren und Seen – und liegt ganz in der Nähe von Monschau.
Das Mützenischer Venn ist ein Naturschutzgebiet mit Wald, Mooren und Seen – und liegt ganz in der Nähe von Monschau. ©  IMAGO / Olaf Döring
Blick auf die Geierlay bei Gambach
Blick auf die Geierlay – 360 Meter lang, 100 Meter über dem Erdboden, und wenn der Wind weht, schwankt die Hängeseilbrücke mit. Das trauen sich nicht alle. © IMAGO / Eibner
Das Rote Haus in der historischen Altstadt von Monschau wurde vom Tuchmacher und Kaufmann Johann Heinrich Scheibler um 1760 in Auftrag gegeben.
Das Rote Haus in der historischen Altstadt von Monschau wurde vom Tuchmacher und Kaufmann Johann Heinrich Scheibler um 1760 in Auftrag gegeben. Es sollte seinen Reichtum und Stand repräsentieren. ©  IMAGO / Olaf Döring

Außer natürlich, wenn ein solches Himmelsspektakel wie die Perseiden ansteht. Dann sind Besucher auch herzlich eingeladen, diese an einem der extra eingerichteten Sternenbeobachtungspunkte herzlich willkommen. Zehn Sternenblicke mit magisch anmutenden Namen gibt es. So werden die Orte zur Beobachtung des Weltall-Spektakels genannt. Diese sind:

  • „Sternenpark“ in Vogelsang
  • „Kosmisches Wetter“ in Hellenthal
  • „Sternenstaub“ in Dahlem
  • „Zeitreise“ in Nettersheim
  • „Nachtnatur“ in Nideggen
  • „Lebensräume“ in Blankenheim
  • „Nachtschwärmer“ in Monschau
  • „Radioteleskop“ in Bad Münstereifel
  • „Mondnacht“ in Mechernich
  • „Kosmos Energie“ in Heimbach

Ruhige, dunkle Orte für das perfekte Sterneguck-Erlebnis

An diesen Orten ist es nachts besonders dunkel und ruhig – und so soll es auch bleiben. Taschen- oder Stirnlampen sind zur Orientierung okay, sollten aber nach Möglichkeit rot leuchten statt weiß und schnell wieder ausgeschaltet werden. Hunde gehören an die Leine, außerdem wird um Stille gebeten. Die Nacht bietet ohnehin genug Geräusche.

Der Sternenpark Eifel empfiehlt auf seiner Website außerdem mindestens ein Fernglas und warme Kleidung, auch bei dem pünktlich zum Perseiden-Schauer eingetroffenen Wetter-Hoch (das zunächst allerdings ein paar Wolken bringt). Zwar sind im Sternenpark Eifel die Bedingungen fürs Sternschnuppen-Gucken ganz besonders gut, doch er ist nicht der einzige Ort in NRW, der sich eignet. Alle weiter von Städten entfernten Gegenden ohne übermäßigen Baumbestand bieten sich an.

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Gutes Sternegucken auch am Kemnader See und in den Borkenbergen

Unter den Empfehlungen für eine zauberhafte Perseiden-Nacht sind zum Beispiel auch der Kemnader See zwischen Witten und Bochum, das Deilbachtal zwischen Hattingen und Essen und die Elfringhauser Schweiz zwischen Ruhrgebiet und Bergischem Land. Hier gibt es Wiesen, Weiden und Hügel – und vor allem die nächsten größeren Orte liegen etwas weiter weg. Bedingungen, die auch die Borkenberge im Münsterland bei Haltern bieten.

Wichtig ist nicht nur der dunkle Ort, um möglichst sicher möglichst viele Sternschnuppen zu sehen, sondern auch die Uhrzeit. Zwar werden auch schon ab 23 Uhr Sternschnuppen sichtbar sein, doch die beste Zeit ist laut Prof. Dr. Susanne Hüttemeister vom Planetarium Bochum gegen 3 Uhr.

Perseidenschauer: Lichtbeeinträchtigung durch den Vollmond

Doch steht auch ein sehr voller Mond am Himmel. Vollmond war erst am Samstag, 9. August, der Mond scheint darum noch ganz schön hell in die Nacht. Er geht gegen 22 Uhr auf und wird für weniger sichtbare Meteore sorgen, wie die Expertin im Gespräch mit wa.de sagte. Und: Wer die große Rundumsicht hat, sollte seinen Blick gen Nordosten richten. Dort, in Guckrichtung des Sternbild Perseus – daher der Name Perseiden – fliegen die meisten Sternschnuppen.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Marco A. Ludwig | Marco A. Ludwig

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