Windkraft

Erste Windkraft-Schwertransporte durch Warstein: Rotorblätter in nächsten Tagen

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Am Dienstagabend passierte ein erster Schwertransport die Baustelle auf der nördlichen Hauptstraße. Unter anderem ging es um das Maschinenhaus.
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Der erste Schwertransport fand bereits am Dienstagabend statt, die Haupstraßen-Baustelle ist dabei ein Nadelöhr. Welche Maßnahmen dort nötig sind und wie groß die Windenergieanlage am Ende wird.

Warstein – Der erste Transport ist bereits am Dienstagabend über die Bühne gegangen, weitere sind auch für die kommende Woche geplant. Nicht nur durch das Möhnetal zum Windpark Rennweg finden aktuell Windkraft-Schwertransporte statt, sondern auch durch Belecke und Warstein. Ziel derer ist eine Windenergieanlage im Mescheder Ortsteil Calle, die auf einer ehemaligen Waldfläche gebaut wird. Fast 250 Meter hoch soll die Enercon-Anlage dort werden, die Nabenhöhe liegt bei 162 Metern. Produzieren soll die Anlage jährlich bis zu 18 Millionen Kilowattstunden Strom.

Am Dienstagabend beziehungsweise in der Nacht zum Mittwoch wurde nach Informationen dieser Zeitung die sogenannte Gondel, also das Maschinenhaus, von der Autobahnanschlussstelle Anröchte/Erwitte über Belecke und Warstein in Richtung Meschede transportiert.

Schrankenzäune und Baken werden auf die Seite gelegt

Nadelöhr dieses und der kommenden Transporte ist die Baustelle auf der nördlichen Hauptstraße, aktuell im Bereich der Kreisstraßen-Einmündung. Um Platz zu schaffen, müssen Bagger und Baumaschinen jeden Abend abtransportiert und die Baustelle geräumt werden.

Sobald das geschehen ist, rücken ab 22 Uhr die Mitarbeiter der Unternehmen, die die Schwertransporte begleiten, an und legen unter anderem die zahlreichen Schrankenzäune und Baken auf die Seite, um Platz für die Transporte zu schaffen – für mehr Platz sind auch Halteverbote von sonntags bis freitags, jeweils in der Zeit von 22 bis 6 Uhr, am Straßenrand ausgewiesen. Auch einzelne Verkehrsschilder, unter anderem auf Querungshilfen, werden vorübergehend für den Transport demontiert und anschließend wieder aufgebaut.

Drei Rotorblätter werden es sein, drei Stahlturmelemente und fünf sogenannte Kurztransporte, die Warstein passieren. Während einige Transporte direkt nach Meschede über den Stimm-Stamm „durchfahren“ können, werden die Rotorblätter vermutlich auf der Logistikfläche am südlichen Ortsausgang zwischengelagert und von dort per sogenanntem „Bladelifter“, vereinfacht als Selbstfahrer bezeichnet, anschließend über den Stimm-Stamm gebracht.

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