VonMarkus Liesegangschließen
Hamm – Das Wetter bessert sich, die Laune steigt – und der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) eröffnet die Fahrrad-Saison in Hamm. Am 14. April geht es auf eine Tour nach Werl. „Wir machen jeden Sonntag eine solche Tour“, sagt Walter Hupfeld. „Es sind unterschiedliche Längen dabei, es gibt Themenrouten, in Zusammenarbeit mit den Knappenvereinen zum Beispiel über Orte der Bergbaugeschichte“, erklärt der Referent für Verkehrspolitik des ADFC-Kreisverbands Hamm.
Fahrrad-Saison in Hamm eröffnet: Experte gibt Tipps für die schönsten Routen
Natürlich hat auch der passionierte Radler seine Lieblingsrouten. „Es sind nicht ganz so lange Fahrten, die man also spontan am Sonntag unternehmen kann“, erklärt Hupfeld.
Eine davon führt über die Heessener Kleistraße und Gemmerich, Berliner Park in Ahlen zur Zeche Westfalen und über die Zechentrasse nach Werries zum Kanal und zurück. „Ich wohne ja im Hammer Norden, deswegen liegen meine bevorzugten Routen im südlichen Münsterland. Rhynern ist natürlich auch schön, aber da habe ich erst zehn Kilometer Anfahrt.“
Die Ahlener Zeche reizt Hupfeld, weil sie nahezu komplett erhalten ist. „Leider ist dort keine Außengastronomie, nur noch eine für Events. Aber man kann ja einen Abstecher in die Ahlener City einplanen.“
Hupfeld ist im Alltag in der Stadt ausschließlich mit dem Fahrrad unterwegs. „In Hamm ist das möglich, weil ich citynah wohne“, sagt er. Für Freizeitradler sei die Flächenstadt optimal. „Man ist ja schnell im Grünen.“
Hupfeld plant seine Routen im Internet, nicht mit der populären App Komoot. „Die Vorschläge taugen nicht für meinen Geschmack“, sagt er und nutzt Naviki „im Freizeitmodus“ oder den Radroutenplaner NRW. „Beide nutzen die Radrouten des Landes. Leider ist das Knotenpunktsystem aus Holland hier noch nicht so sehr verbreitet“, vermisst er die ausgeklügelte Streckenführung aus dem Nachbarland.
Fahrrad-Saison in Hamm eröffnet: Am liebsten auf asphaltierten Wirtschaftswegen unterwegs
Hupfeld fährt am liebsten asphaltierte aber ruhige Wirtschaftswege, „oder Pättkes, wie man hier sagt“, nicht so gerne die berühmt-berüchtigten wassergebundenen Untergründe. Nach Werne fährt er gerne über die Felder und Barsen sowie Oberholsen. „Am Kanal hin und zurück ist ein bisschen langweilig“, begründet er seinen Vorzug für Rundkurse.
„Man kann diese Touren auch immer erweitern“, ergänzt Hupfeld, „zum Beispiel die nach Werne zum Schloss Westerwinkel.“
Die dritte schnelle Sonntagsstrecke – „um mich abzustrampeln“ – führt über den Kötterberg oder bei wenig Matsch entlang der Geinegge zum Klostermühlenweg. Von dort nach Ameke, Walstedde und weiter nach Dasbeck. Durch Heessen über die Amtsstraße zur Fährstraße und dann über den neuen Damm im Erlebensraum Lippeaue zurück nach Hause in den Hammer Norden.
Für den, der mehr wissen will, hat Walter Hupfeld auf seinem Blog www.hupfeld-hamm.de/gps/ Routen mit GPS-Tracks veröffentlicht. Auf www.radwege-hamm.de/ sind weitere Touren und Infos zum Thema zu finden.
Die geführten Touren des ADFC werden von zertifizierten Tourenleitern begleitet. „Planung, Erste Hilfe, das Verhalten bei Konflikten oder Unfällen und rechtliche Aspekte, wir treten ja als Veranstalter auf, sind Inhalte der Schulung“, sagt Hupfeld.
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