Schäden und Probleme

Feuer am Marktplatz trifft neues Restaurant - Büros geschlossen

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Nach dem Einsatz versiegelte die Polizei die Eingänge.
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24 Stunden nach dem personalstarken Feuerwehreinsatz wirkte der Hammer Marktplatz am Montag, als sei nichts geschehen. Tatsächlich hinterließ das in einem Hausflur ausgebrochene Feuer einiges an Schäden und Problemen.

Hamm - Das Feuer in dem dreigeschossigen Wohn- und Geschäftshaus neben der Pauluskirche war am Sonntag gegen 6 Uhr im Erdgeschoss in einer im Treppenhaus verbauten Umverteilung ausgebrochen. Durch die Brandeinwirkung und die starke Rauchentwicklung sei den im Gebäude befindlichen Personen der Fluchtweg ins Freie abgeschnitten gewesen, so die Feuerwehr im Nachgang.

2 der 13 Betroffenen sprangen im Hof aus einem Fenster aus geringer Höhe zunächst auf einen Vorbau und dann aus etwa drei Metern Höhe weiter auf den Boden; sie blieben jedoch unverletzt. 11 Personen kamen laut Feuerwehr mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in Krankenhaus.

Im Hinterhof sind die Folgen des Feuers noch gut zu erkennen.

Sushi-Restaurant kann noch nicht öffnen

Zwar war der Feuerwehreinsatz nach rund zwei Stunden beendet, doch noch am Montag belegten zahlreiche geöffnete Fenster, Ruß an den Wänden und Scherben auf dem Boden - vor allem im rückwärtigen Bereich - verbleibende Probleme. Besonders hart traf es Ngo Duy Linh.

Der Gastronom wollte eigentlich am kommenden Wochenende sein Sushi-Restaurant „Bach Tra Cusine" eröffnen, doch alle relevanten Versorgungsleitungen wurden aus Sicherheitsgründen abgestellt: Sie verlaufen unterhalb des Brandhauses. Zudem gehört eine von Ngo für Mitarbeiter angemietete 100-Quadratmeter-Wohnung zu jenen, die vorläufig unbewohnbar sind. Auf ein neues Eröffnungsdatum konnte er sich am Montag noch nicht festlegen.

Das neue Restaurant (links) kann noch nicht öffnen, die Geschäfte rechts daneben bekamen keine Probleme.

Polizei schätzt Sachschaden auf 120.000 Euro

Bis auf Weiteres nicht zu nutzen sind auch die über dem Erdgeschoss liegenden Büro- und Praxisräume. Weil die Polizei ihre Ermittlungen immerhin schnell abschließen und die „Betreten-verboten“-Siegel entfernen konnte, sind die Räume aber seit Montagnachmittag zumindest wieder begehbar. Die Brandermittler bleiben bei der schon am Sonntag geäußerten Theorie eines technischen Defekts. Für eine mögliche Brandstiftung gibt es demnach keine Indizien. Der Gesamtsachschaden liegt ersten Schätzungen der Polizei zufolge bei rund 120.000 Euro.

Weitgehend folgenlos blieben Brand und Einsatz für die anderen angrenzenden Erdgeschossbetriebe: Die Bäckereifiliale Potthoff, das Eiscafé Martina und die Marktschänke konnten am Montag regulär öffnen.

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