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Auf dem Warsteiner Risse-Gelände sollen unter anderem ein Seniorenheim, ein Drogeriemarkt und eine Kita gebaut werden. Offen ist, ob es eine neue Kita wird oder eine oder mehrere bestehende Kitas dorthin umziehen.
Warstein – Es ist der zweite konkrete Anlauf, das Warsteiner Risse-Gelände wieder mit Leben zu füllen. Vor wenigen Wochen wurden im Stadtentwicklungsausschuss die Pläne vorgestellt: Ein Seniorenheim mit über 100 Betten soll dort gebaut werden, ein Supermarkt, Cafés, Läden und ein Drogeriemarkt – und auch eine Kita. Und diese neue Kita war auch im vergangenen Jugendhilfeausschuss Thema. Wobei Josef Pieper, Fachbereichsleiter Bürgerdienste, anmerkte: „Das Ganze ist noch mit planerischen Herausforderungen verbunden und noch nicht bis ins letzte Detail geplant.“
Doch die Frage im Jugendhilfeausschuss war, ob jene vorgesehene Kita auf dem Risse-Gelände dann eine neue würde oder bestehende Kitas aus dem Warsteiner Kernstadtgebiet dorthin „umziehen“. Die Antwort konnte Pieper nicht geben, sie werde quasi in den kommenden Kita-Bedarfsplänen stehen. Sprich: Wächst Warstein, dass es eine weitere Kita braucht? Denn alternativ könnte die dort entstehende Kita auch das „Haus für Kinder“ am Mühlenbruch oder die „Kita Kunterbunt“ am Dornröschenweg ersetzen, erläuterte Pieper.
Oder beide: „Platz wäre auf dem Risse-Gelände auch für eine vier- oder fünfgruppige Einrichtung.“ Hintergrund deser Alternative ist, dass sowohl die Kita am Mühlenbruch als auch die im Dornröschenweg Sanierungsbedarf haben – „im Bestand haben dort in den vergangenen Jahren keine Sanierungsarbeiten stattgefunden“, so Pieper. Denn mit dem Investor – der seit dem Stadtentwicklungsausschuss nun auch bekannt und öffentlich ist – hätten schon länger Neubau-Gespräche stattgefunden. Es gebe in der Kita-Bedarfsplanung aber „unterschiedliche Entwicklungen“, so Pieper, die man beobachten und schließlich auswerten müsse. Ohne Zeitdruck: „Denn in Kürze werden die Bagger dort noch nicht anrücken.“
Versammlung mit Elternbeiräten nach den Sommerferien
Es habe aber schon „gute Gespräche mit den Kita-Leitungen“ gegeben, Gespräche mit den Elternbeiräten seien für die Zeit nach den Sommerferien geplant, so Pieper: „Wir kommen in den Versammlungen dazu, um mögliche Fragen zu beantworten. Ich vermute aber, dass es die derzeitigen Kita-Kinder auch nicht mehr betreffen wird.“
Dass die Maßnahme im Risse-Gelände eine der kommenden Jahre wird, wurde schon im vergangenen Stadtentwicklungsausschuss deutlich. Euphorie brandete dennoch auf, denn das Risse-Gelände hat eine lange Vorgeschichte – und viel Potenzial. Vor mehr als zwei Jahrzehnten gab es die ersten Pläne, die dann aber nicht umgesetzt wurden, weil die Innenstadtentwicklung oberste Priorität haben sollte. Die ist nun soweit fortgeschritten, dass man planerisch einige Meter weiter in Richtung Norden wandern könne – auch dank der Unterstützung der Eigentümerfamilie Risse, die schon erhebliche Vorleistungen getätigt hat.

