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Gasometer Oberhausen: Öffnungszeiten und Eintrittspreise – alle Infos

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Der Gasometer Oberhausen ist Wahrzeichen, Kulturstätte und Ausflugsziel in einem. Alle Infos zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und Ausstellungen.

Oberhausen – Einst lagerte hier Gas, das als Abfallprodukt bei den umliegenden Hochöfen anfiel. Jetzt ist der Gasometer Oberhausen ein Wahrzeichen der Stadt, der Region und von ganz NRW – und eine Kulturstätte, die jedes Jahr viele Besucher anzieht. Neben wechselnden Ausstellungen bietet der Gasometer auch einen fantastischen Blick auf das Umland – jedenfalls all jenen, die sich aufs Dach des fast 120 Meter hohen Turms trauen. Ein Überblick zum Industriedenkmal der Metropolregion Rhein-Ruhr, zu Ausstellungen und Öffnungszeiten.

Gasometer Oberhausen
AdresseArenastraße 11, 46047 Oberhausen
Telefon 0208/850 37 30

Gasometer Oberhausen: Einst Kokerei, heute Europas höchste Ausstellungshalle

Der Gasometer Oberhausen gehört zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Oberhausen.

Den Gasometer in Oberhausen gibt es seit fast hundert Jahren. Genau genommen seit dem Jahr 1929. Denn in diesem Jahr wurde der Gasometer erstmals in Betrieb genommen. Nachdem er bei Reparaturarbeiten im Anschluss an den Zweiten Weltkrieg abgebrannt war, wurde er laut Betreiber bis 1949 neu aufgebaut. Danach wurde er von der Industrie, genauer gesagt von der Ruhrkohle AG, noch bis ins Jahr 1988 betrieben. Seit 1994 finden dort Ausstellungen statt. Mit seiner Höhe von 117,5 Metern ist der Gasometer die höchste Ausstellungs- und Veranstaltungshalle Europas.

Geschichte des Gasometers in Oberhausen

1929: Eröffnung des Gasometers

1929-1945: Lagerung von energetisch armen Gichtgas und Produktion von Koksgas

1945: Stilllegung nach mehreren Bombenangriffen

1946: Brand bei Reparaturarbeiten und Abtragung bis auf das Fundament

Bis 1949: Wiederaufbau

1949-1988: Produktion von Koksgas

1988: Stilllegung

1993-1994: Umbau in Ausstellungshalle

Seit 1994: Ausstellungen

Übrigens: In den 1980er Jahren sollte der Gasometer in Oberhausen zu einer rot-weißen Cola-Dose lackiert werden. Der amerikanische Getränkehersteller Coca-Cola, mit damaligem Deutschlandsitz in der Nachbarstadt Essen, zog sein Angebot jedoch aufgrund der zu hohen Kosten zurück. Ein Kunstwerk, das in Oberhausen dagegen realisiert wurde, ist „der Zauberlehrling“. Der krumme Strommast in der Nähe des Centros ist nur eines von vielen weiteren beliebten Ausflugszielen in NRW.

Aktuelle Ausstellung im Gasometer Oberhausen zeigt „Das zerbrechliche Paradies“ bis zum 26. November

Die Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ zeigt verschiedene Einblicke zum Einwirken des Menschen auf die Erde.

Aktuell findet im Gasometer Oberhausen die Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ statt. Dabei geht es laut Gasometer um die Schönheit der Natur und den Einfluss des Menschen auf seine Umwelt. „Das zerbrechliche Paradies nimmt die Besucher mit auf eine bildgewaltige Reise durch die bewegte Klimageschichte unserer Erde und zeigt in beeindruckenden, preisgekrönten Fotografien und Videos, wie sich die Tier- und Pflanzenwelt in Zeiten des Anthropozäns verändert“, so die Veranstalter.

Neben den Urgewalten Feuer, Wind und Wasser erleben die Besucher in der Ausstellung durch Filmsequenzen mit Faultieren und Eisbären auch die Tierwelt der Erde aus nächster Nähe. Ende der Ausstellung ist laut Gasmoter am Sonntag (26. November). Highlight: Eine riesige Weltkugel, auf die wechselnde Bilder projiziert werden.

In Filmausschnitten können Besucher des Gasometers noch tiefer in die Welt der Natur eintauchen.

Gasometer Oberhausen - die Öffnungszeiten

Der Gasometer Oberhausen hat an folgenden Tagen für Besucher geöffnet:

  • Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
  • In den Ferien und an Feiertagen in NRW hat der Gasometer auch montags von 10 bis 18 uhr geöffnet
  • Letzter Einlass: 17:30 Uhr
  • Bei Sonderveranstaltungen können die Öffnungszeiten abweichen

Wer nach einem Ausstellungsbesuch Hunger bekommt: Es gibt in der Nähe zum Beispiel zahlreiche Restaurants rund um das nahegelegene Centro Oberhausen an der Promenade.

Gasometer Oberhausen: So viel kostet der Eintritt

Wer den Gasometer besuchen möchte, muss Eintritt zahlen. Aktuell gelten für Besucher folgende Eintrittspreise:

  • Erwachsene: 12 Euro
  • Ermäßigte Eintritt (Schüler, Studenten, Rentner, Auszubildende, Schwerbehinderte, Arbeitslose, Bundesfreiwilligendienstleistende, Menschen mit Sozialhilfebescheid, Gruppen ab 15 Personen): 9 Euro
  • Kinder bis 5 Jahre: freier Eintritt
  • Schüler und Lehrer im Klassenverband: 4 Euro pro Person
  • Familienkarte (2 Erwachsene und maximal 5 Kinder zwischen 6 und 17 Jahren): 29 Euro
  • Mini-Familienkarte (1 Erwachsener und maximal 2 Kinder zwischen 6 und 17 Jahren): 26 Euro
  • Dauerkarte für die gesamte Laufzeit einer Ausstellung: 27 Euro
  • Kombiticket mit der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen: 15 Euro
  • Kombiticket mit dem LVR Industriemuseum Oberhausen – Peter-Behrens-Bau: 14,50 Euro
  • Kombiticket mit dem Visiodrom im Gaskessel Wuppertal: 21,50 Euro

So gelingt die stressfreie Anfahrt zum Gasometer Oberhausen mit Auto, Bahn und Bus

Der Gasometer Oberhausen befindet sich in der Arenastraße 11 unweit des Centro Oberhausen. Wer mit dem Auto anreisen möchte, kann laut Gasometer die Autobahn A42 bis zur Ausfahrt Oberhausen-Zentrum nehmen und dann weiter in Richtung Zentrum fahren. Danach einfach der Beschilderung zum Gasometer folgen.

Auch mit Bus und Bahn kann man zum Gasometer fahren. Ab Oberhausen Hauptbahnhof kann man mit jedem Bus oder Bahn ab Terminal 1 bis zur Haltestelle „Neue Mitte“ fahren. Von dort aus sind es nur noch wenige Meter bis zum Gasometer.

Gasometer Oberhausen: So steht es um Parkmöglichkeiten vor Ort

Direkt vor Ort gibt es einen Parkplatz, den Besucher des Gasometers nutzen können. Dieser befindet sich unweit des Busparkplatzes des Centros ebenfalls an der Arenastraße. Behindertenparkplätze stehen dagegen direkt vor dem Eingang des Gasometers zur Verfügung, so der Betreiber des Industriedenkmals. In der Nähe des Gasometers befinden sich außerdem noch der Parkplatz Europaallee, sowie die Parkhäuser des Centros. Diese können ebenfalls zum Parken genutzt werden. (jr)

Rubriklistenbild: © Hans Blossey/imago

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