Gefahr für Mensch und Tier

Vorsicht! Asiatische Hornisse im Märkischen Kreis nachgewiesen

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Vorsicht! Die Vespa velutina hat Altena erreicht.
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Vespa velutina in einem Garten in Altena! Der zu Hilfe gerufene Experte Matthias Rentrop handelte sofort. Er ließ das Nest der Asiatischen Hornisse beseitigen.

Altena – Für Matthias Rentrop, den Obmann für Bienengesundheit im Landesverband Westfälischer und Lippischer Imker e. V., war es eine aufregende Woche: Erst der Fall geklauter Bienenstöcke am Stortel und dann auch noch die Sichtung der Vespa velutina in einem Altenaer Garten. Jene asiatische Hornisse ist ein schlimmer Feind für die heimischen Bienen.

Bei Matthias Rentrop schrillten umgehend die Alarmglocken, als er die Gefahr in Orange entdeckte: „Ich habe die Entfernung des Nests sofort veranlasst, nachdem mich die Besitzer des Gartens gerufen hatten.“

Gefahr für Mensch und Tier: Vespa velutina im Märkischen Kreis gesichtet

Es sei noch mal glimpflich ausgegangen. Noch ist die Bruttätigkeit der Vespa velutina nicht in vollem Gange. „Wenn so ein Nest aber erstmal voll ist, dann sieht das schon anders aus. Das kriegt man nicht mal eben beseitigt“, so Rentrop.

Mattias Rentrop hat sofort gehandelt.

Selbst Hand anlegen sollte keiner, der die Insekten an Haus und Garten entdeckt: „Der erste Weg führt immer über das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen. Von dort aus wird der Märkische Kreis als die zuständige Naturschutzbehörde eingeschaltet. Der schickt dann Fachleute mit Schutzausrüstung, die die Nester ausfindig machen, mitnehmen und fachgerecht beseitigen.“

Eine friedliche Koexistenz zwischen Mensch und Hornisse und Bienen und Hornisse gibt es eigentlich nicht. „Hornissen haben einen enormen Eiweißbedarf und räubern deshalb Bienenstöcke gnadenlos aus. Sie zerstören ihren Lebensraum und die Populationen. Deshalb sind wir Imker sehr dahinter her, dass neue invasive Arten gar keine Chance bekommen, sich hier anzusiedeln. Über Hornissenstiche muss ich gar nicht viel erzählen. Ein paar wenige mag ein Nicht-Allergiker noch verschmerzen. Darüber hinaus wird es nicht nur unangenehm, sondern auch gesundheitsgefährdend.“

Invasive Hornissen: „Verpflichtung besteht, Vespa velutina zu bekämpfen“

Matthias Rentrop hat umgehend Meldung an den Landesverband Westfälischer und Lippischer Imker gemacht. Matthias Pohl hat gleich reagiert und die angeschlossenen Imkervereine angeschrieben, mit der Bitte, alle aktiven Mitglieder zu informieren und die Augen offen zu halten: „Da diese Hornissenart bisher nicht weit verbreitet ist, besteht die Verpflichtung, Vespa velutina zu bekämpfen. Der Unteren Naturschutzbehörde im Märkischen Kreis obliegt es, für die Bekämpfung der Nester der auch als Gelbfüßige Hornisse bekannten invasiven Hornissenart zu sorgen.“

Sichtungen können auch über eine eigene Homepage gemeldet werden: vespa-velutina.nrw. Dort sind die Kontaktdaten hinterlegt, unter denen Hilfesuchende um eine eine Nest-Entfernung bitten können: Das Ressort SG 441 – Naturschutz und Landschaftspflege, ist unter der Rufnummer 0 23 51/966-6374 erreichbar. Matthias Rentrop empfiehlt auch, dass sich örtliche Feuerwehren mit dem Auftreten der Vespa velutina auseinandersetzen. „Mein Tipp ist, auf die besondere Färbung zu achten.“

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