VonMaximilian Gangschließen
Seit 1999 findet das kostenlose „Olgas Rock“-Festival in Oberhausen statt. Doch in diesem Jahr fällt das Event aus – unter anderem aus Kostengründen.
Update vom 27. Februar, 10:35 Uhr: Es wurde bereits befürchtet, jetzt ist klar: Das Umsonst-und-draußen-Festival „Olgas Rock“ in Oberhausen (NRW) fällt in diesem Jahr aus. Die Absage hat mehrere Gründe, wie die WAZ unter Berufung auf den Oberhausener Kulturdezernenten Apostolos Tsalastras und den ausrichtenden Musikverein „Rocko“ berichtet. Unter anderem seien Fördergelder, die zuvor für die Rückkehr aus der Corona-Pandemie zur Verfügung standen, in diesem Jahr weggebrochen. Außerdem seien die Kosten explodiert, so Tsalastras. So gibt es schon jetzt einen Fehlbetrag von gut 100.000 Euro gegenüber dem Vorjahr.
Die Entscheidung, das Festival in diesem Jahr ausfallen zu lassen, ist allen Beteiligten nach eigenen Angaben äußerst schwergefallen. Zukünftig wird „Olgas Rock“ nur noch alle zwei Jahre stattfinden, im nächsten Jahr steht unter dem Motto „25 Jahre Olgas Rock“ die Jubiläumsausgabe des Events an.
Beliebtes Musik-Festival in NRW droht in diesem Jahr auszufallen
Erstmeldung vom 23. Februar: Oberhausen – Schon seit über zwei Jahrzehnten bringt das Festival „Olgas Rock“ einen Hauch Rock ’n’ Roll nach Oberhausen (NRW). Traditionell wird bei dem zweitägigen Event auf Eintrittskosten verzichtet. Doch nicht nur deswegen konnte das Festival über viele Jahre zigtausende Menschen auf das Gelände des Osterfelder Olga-Parks locken. Namhafte Musiker und Bands, wie Jupiter Jones, Kraftclub oder Eskimo Callboy, gaben sich dort mit Newcomern die Klinke in die Hand. Doch in diesem Jahr steht das Event offenbar auf der Kippe.
Beliebtes „Olgas Rock“-Festival in Oberhausen droht auszufallen
Wegen finanzieller Unsicherheiten und der hohen Belastung für die ehrenamtlichen Helfer droht das „Olgas Rock“-Festival in Oberhausen in diesem Jahr auszufallen, wie die WAZ berichtet. Demnach sei das letzte Wort zwar noch nicht gesprochen. Doch die Verantwortlichen tendieren dazu, 2024 auf die Sause zu verzichten. Am Montag (26. Februar) wollen sich die Stadt Oberhausen als Veranstalter und der Musikverein RockO, der für die Umsetzung und Durchführung verantwortlich ist, zur Zukunft des Events äußern.
Die Austragung des Umsonst-und-Draußen-Events fußt maßgeblich auf den Einnahmen durch Verkäufe von Getränken und Fanartikeln sowie auf Fördergeldern. Damit sind die Veranstalter dringend auf hohe Besucherzahlen und damit auch auf gutes Wetter angewiesen. Schon in den vergangenen Jahren war darüber diskutiert worden, das Event in ein eintrittspflichtiges Festival umzuwandeln, heißt es in dem Bericht. Die Verantwortlichen hatten diese Variante zuvor jedoch stets ausgeschlossen.
Neuauflage des Oberhausener „Olgas Rock“-Festivals in 2025?
Laut der Zeitung könnte die mögliche Absage für 2024 auch dazu dienen, mehr Kraft für eine Neuauflage in 2025 zu sammeln. Erstmalig fand „Olgas Rock“ 1999 statt, damals noch ganz klein – mit circa 500 Besucherinnen und Besuchern. Im Jahr 2012 waren es an beiden Tagen zusammen über 25.000 Menschen und damit ein neuer Festivalrekord, berichtet die Stadt Oberhausen. Die 22. Ausgabe des „Olgas Rock“-Festivals in 2023 fand am 11. und 12. August statt.
Sollte es tatsächlich zu einer Absage von „Olgas Rock“ kommen, gibt es in Nordrhein-Westfalen einige Festivals, die eine Alternative sein könnten – auch, wenn sie kostenpflichtig sind. Beispielsweise findet im Juli erneut das „Parookaville“-Festival am Flughafen Weeze statt. Und im Dortmunder Westfalenpark treten Künstler aller Richtungen beim „Juicy Beats“-Festival auf. (mg)
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