Neue Bemessung

Grundsteuer in Hamm: Für Wohnbauten wird es teurer

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Die Grundsteuerreform könnte Hauseigentümern und Mietern deutliche Mehrbelastungen bescheren. Für Gewerbebetriebe dürfte es dagegen deutlich preiswerter werden.

Hamm – Grund dafür sind die Bodenrichtwerte als Grundlage der Steuerbemessung. Die Bodenpreise liegen nämlich bei Gewerbegrundstücken durchweg deutlich niedriger als bei Wohnbauten. Für Gewerbe-, Industrie- und Sonderflächen haben die Gutachter im Auftrag des Landes Bodenrichtwerte von 25 bis 250 Euro pro Quadratmeter errechnet.

Am preiswertesten ist es für eine Baufirma an der Bockumer Wittekindstraße, am teuersten für das Cineplex-Kino. Für Grundstücke mit Wohn- und Bürogebäuden sieht das ganz anders aus. Hier geht es mit 90 Euro los, am Lohweg im Hammer Norden. Am Allee-Center und an der Weststraßen endet die Skala mit 1. 000 Euro pro Quadratmeter.

Städtetag ist alarmiert und ruft nach der Landesregierung

Da die Grundsteuer sich ab 2025 über den Bodenrichtwert errechnet, können Gewerbetreibende wohl mit einem Nachlass rechnen, Hauseigentümer mit Mehrbelastung. Da die Steuer auf Mieter umgelegt werden kann, dürften auch die mehr zahlen müssen. Einigen Städten wie Mülheim an der Ruhr liegen bereits Daten vor, die auf so eine Entwicklung hinweisen. Der Stadt Hamm liegen nach Angaben von Stadtsprecher Tom Herberg noch keine Informationen vor.

Beim Städtetag NRW ist man alarmiert. Es müsse vermieden werden, dass Wohngrundstücke durch die Reform stärker belastet werden als Gewerbegrundstücke, sagte Geschäftsführer Helmut Dedy. Die Landesregierung sei gefordert.

Rubriklistenbild: © Thomas Trutschel/photothek

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