Wieder ist es in Hagen in der Silvesternacht zu hässlichen Szenen gekommen. Jugendliche errichteten eine „Straßenbarrikade“ aus Sperrmüll und Mülltonnen.
Hagen – Erneut kam es zu unschönen Bildern im Stadtteil Altenhagen. Wie in einigen Silvesternächten zuvor wurden in der Alleestraße, einem sozialen Brennpunkt in Hagen, Feuerwerk unkontrolliert abgeschossen. Eine Menschenmenge war auf der Straße zusammengekommen. Unter anderem wurde eine „Straßenbarrikade“ aus Sperrmüll und Mülltonnen zusammengeschoben.
In ganz Hagen nahm die Polizei in der Nacht acht Personen zur Verhinderung von Straftaten sowie Ordnungswidrigkeiten in Gewahrsam. Darunter einen Hagener, der in der Alleestraße mit einer Feuerwerksrakete auf eine kleinere Menschengruppe zielte. Dies beobachteten Polizeibeamte, auf die der 20-Jährige ebenfalls aufmerksam wurde. Er versuchte noch vor ihnen zu flüchten, konnte jedoch von weiteren Einsatzkräften fixiert und in das Polizeigewahrsam Hagen eingeliefert werden.
Verletzt wurde glücklicherweise niemand, die Rakete hatte die Personengruppe knapp verfehlt. Der Mann erhielt eine Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung.
Die Alleestraße in Altenhagen gilt als sozialer Brennpunkt in Hagen. Immer wieder kommt es hier zu Polizeieinsätzen. Beim Jahreswechsel 2019/2020 hatte es Angriffe auf Rettungskräfte gegeben. Auch hier hatte sich eine Menschenmenge auf der Straße gebildet. Im Sommer eskalierte ein Familienstreit auf offener Straße.
In ganz NRW sorgte die Silvesternacht für hunderte Einsätze von Polizei und Feuerwehr. Mehrere Personen wurden durch Feuerwerk verletzt. Ein Mann schwebt in Lebensgefahr. Zu einem größeren Feuerwehr-Einsatz kam es im Siegerland an. Dort brannte es auf dem Gelände der Krombacher-Brauerei.

