Großes Lob für die vielen Helfer: Ob als Erschrecker, Security oder in anderen Funktionen trugen sie zum Gelingen des Halloween-Spaßes in diesem Jahr bei.
Das Halloween-Haus 2023 in Hamm ist Geschichte. Die Organisatoren sind nur bedingt zufrieden; vor allem hätten sie sich mehr Spenden gewünscht.
Hamm – Unterm Strich waren der Veranstalter und die „Macher“ des Halloween-Hauses an der Martinstraße in Hamm zufrieden – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Denn insgeheim hatten sie sich schon mehr Besucher und Spenden erhofft, sagte Toni May von der Vereinsgemeinschaft Lohauserholz, die bei dem achttägigen Spektakel den Hut auf hatte.
Wie May berichtete, seien zusammen rund 5300 Grusel-Fans ins Hölzken gekommen – knapp 1 000 weniger als bei der Premiere vor einem Jahr. Allerdings: „2022 hatten wir mehr Glück mit dem Wetter. In diesem Jahr gab es gleich vier Regentage“, so May. Insofern könne man mit der Besucherbilanz noch zufrieden sein. Herausgerissen habe sie der letzte Öffnungstag mit rund 1 600 Gästen. An zwei komplett verregneten Tagen seien es hingegen nur jeweils etwa 130 gewesen.
Leicht enttäuscht zeigte sich May vom Spendenaufkommen. Eine genaue Summe habe er zwar noch nicht. „Aber im Durchschnitt hat jeder Besucher etwa einen Euro gespendet.“ Unterm Strich macht das dann rund 5300 Euro – im Vergleich zu 6000 Euro in 2022. Wie viel am Ende für die WA-Aktion „Menschen in Not“ übrig bleibt, konnte May noch nicht sagen. Es stünden noch einige Rechnungen aus, beispielsweise für die Zäune. In zwei bis drei Wochen wolle man das Geld übergeben.
Unter dem Regen gelitten haben auch die unbefestigten Bereiche des Festplatzes. Zwar wurde auf einigen Rasenflächen kurzerhand Stroh ausgelegt. Ganz verhindern konnte das jedoch nicht, das viele Besucher sich nasse und vor allem schmutzige Schuhe holten. Erfreulich war aus Sicht von May, dass in diesem Jahr einiges besser geklappt hat als 2022. Das große Chaos auf der Martinstraße, als eine Bushaltestelle teilweise zugeparkt war und Busse nicht mehr durchkamen, sei ausgeblieben.
Ärgerlich war für ihn hingegen das Verhalten einiger Besucher. Aber das kenne man von größeren Veranstaltungen wie dieser leider, so May. Zweimal habe man an Halloween aufgrund des Fehlverhaltens einiger Besucher sogar die Polizei rufen müssen.
Doch der guten Stimmung, die rund um das HalloweenHaus herrschte, tat das keinen Abbruch. Im Gegenteil: „Die meisten Besucher waren voll des Lobes.“ An Ort und Stelle und in den sozialen Medien seien die Kommentare überwiegend positiv ausgefallen. Ein Besucher schrieb beispielsweise auf der Facebook-Seite des Halloween-Hauses: „Wir waren dieses Jahr zum ersten Mal bei euch und trotz strömenden Regens haben wir uns sooo wohl bei euch gefühlt. Alle haben sich soviel Mühe gegeben und für jede Altersklasse war etwas dabei. Vorab der Kontakt war auch schon mega freundlich. Da hat sich die Stunde Fahrt wirklich gelohnt.“ Ein anderer schrieb: „2022 waren wir dabei. 2023 auch! War richtig klasse. Auf 2024 sind wir gespannt.“
Und ein weiterer Besucher meinte, dass das Wort Halloween-Haus stark untertrieben sei. Man sollte doch eher von einem Park sprechen. Besonders viel Lob habe es für den Ü16- und den Ü18-Bereich gegeben, sagte May. Aber auch die Familien hätten sich überwiegend positiv über den großzügig gestalteten Familien-/Kinderbereich geäußert.
Überhaupt: „Es waren auffällig viele Kinder da.“ May selbst lobte den Enthusiasmus, mit dem die Helfer ans Werk gegangen seien – ob als Erschrecker, als Security Dienst und in einer anderen Funktion. Er bedankte sich aber auch bei seinen Mitstreitern von der Vereinsgemeinschaft Lohauserholz, die für das Catering zuständig waren.
Die vielen positiven Rückmeldungen sind für die kreativen Köpfe, die hinter dem Halloween-Haus stehen, Motivation genug, es auch 2024 zu öffnen. May ist da noch etwas zurückhaltender. Zunächst einmal wolle er alles sacken lassen und sich mit allen zusammensetzen. Gemeinsam wolle man dann überlegen, wie es im kommenden Jahr weitergehen kann.
Die Hammer Polizei hatte im Zusammenhang mit Halloween rund 50 Einsätze verzeichnet und mehrere Strafanzeigen geschrieben.