- VonFrank Lahmeschließen
Corona ist ein Auslaufmodell. Die Stadt hat jetzt die Freiteststelle an den Zentralhallen aufgegeben und auch die Impfstelle in der Weststraße ist vor Weihnachten geschlossen worden. Ein Überblick:
Hamm – „Corona auf dem Rückzug“: So lautete schon vor exakt einem Jahr die Schlagzeile. Tatsächlich hatte das Weihnachtsfest damals keinen Auswirkungen auf die Infektionszahlen gehabt. Der hoffnungsfrohe Titel lief allerdings ins Leere. Ein paar Wochen später explodierte das Infektionsgeschehen und mehr als 5 .000 Hammer hatten zeitweise gleichzeitig eine Covid-Infektion in sich
Immerhin waren die Verläufe meist harmloser als zu Beginn der Pandemie. Ein Jahr weiter ist Corona nun tatsächlich und endgültig auf dem Rückzug. Mit einer Inzidenz von 245,5 rangierte Hamm am Dienstag bundesweit zwar noch im oberen Drittel auf Platz 108, doch die Zeichen stehen in der Stadt nun sichtbar auf Abbruch.
Freiteststelle an den Zentralhallen dicht
Die Freiteststelle an den Zentralhallen ist zum Jahreswechsel tatsächlich geschlossen worden. Die Stadt hatte diesen Schritt für die ersten Januarwochen angekündigt und nun direkt umgesetzt. Weil für Infizierte die Quarantäne nunmehr nach fünf Tagen ohne Test endet, braucht es auch kein Freitestzentrum mehr (schärfere Regeln gelten nur noch für medizinisches Personal).
Eröffnet worden war die in Containern untergebrachte „Freitest- und Bestätigungsstelle“ im Februar 2022. Die Mühlenkreiskliniken aus Ostwestfalen hatten das Zentrum im Auftrag der Stadt betrieben. Zu den Hochzeiten hatten sich dort täglich bis zu 500 Personen PCR-testen lassen.
Impfstelle vor Verkauf
Seit dem 23. Dezember ist die Impfstelle an der Weststraße 36 ebenfalls dicht. Das Gebäude, in dem ehemals die Meyersche Buchhandlung ihre Geschäftsräume hatte, steht im Eigentum der Stadt und soll wie das Eckgebäude zur Rödinghauser Straße und der zur Ritterstraße ausgerichtete Parkplatz überplant werden. Wie Stadtsprecher Tom Herberg am Dienstag erklärte, hätten sich „einige“ Kaufinteressen um den Erwerb beworben.
Geplant sei ein Teilabriss; im Erdgeschoss und gegebenenfalls auch im ersten Obergeschoss sollen Einzelhandelsflächen entstehen, darüber soll innerstädtisches Wohnen realisiert werden. Die Kaufinteressenten hätten nun bis März/April Zeit, ihre Projektskizzen zu konkretisieren. „Wir planen einen Verkauf zur Jahresmitte. Die Entscheidung wird nicht allein über den Preis gehen“, sagte Herberg. Bis zur Entscheidung werde es keine Zwischennutzung in dem Gebäude der Ex-Meyerschen mehr geben.
So steht es um die Testzentren in Hamm
An der Infrastruktur der Testzentren hat sich derweil (noch) nichts geändert. Zumindest waren der Stadt bis Dienstag keine weiteren Schließungen angezeigt worden. Über die Homepage der Stadt ist die offizielle Übersicht über die Teststellen weiterhin abrufbar.
Viele Influenza-Fälle in Hamm
Die Grippewelle hat den Dezember maßgeblich geprägt. In der vorletzten Jahreswoche verdoppelten sich die registrierten Fälle nochmals. Laut dem Landeszentrum Gesundheit hatte es in Hamm bis zur 51. Kalenderwoche 2022 364 gemeldete Fälle gegeben. Im Jahr 2021 waren es lediglich zwei Fälle gewesen. In 2020 immerhin 100 und im Jahr 2019 waren es 178 Fälle. Demnach bewegen sich die Influenza-Zahlen in Hamm auch deutlich über dem Niveau der Vor-Corona-Zeiten.
