Hochwasser

Trotz entspannter Lage: Vorsicht mit Zuversicht bei Ahse-Deich-Anwohnern

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Der Ahse-Deich an der Soester Straße drohte über die Feiertage zu brechen. Die Situation hat sich entspannt, die Anwohner genießen die Ruhe mit Vorsicht.

Hamm – Über die Feiertage hat die Familie Siewert aus Hamm um ihr Haus gebangt – es steht unmittelbar hinter dem Deich an der Soester Straße, der zu brechen drohte. Am Donnerstag hatte sich die Lage etwas entspannt.

Erst voller Wasser, dann voller Sandsäcke: Siewerts Garten ist Zufahrtsstraße

„Es kommt zwar immer noch klares Wasser nach, aber die Pumpen laufen und bisher ist der Pegelstand überschaubar“, sagt Anderas Siewert. Sein Garten grenzt an den Deich an, stand an Heiligabend unter Wasser.

Seitdem ist sein Grundstück zur Zufahrtsstraße für Helfer und den Transport von Sandsäcken geworden. Mittlerweile wurden Platten für Baufahrzeuge verlegt, die die Sandsäcke direkt bis an den Deich bringen.

Entspannt, aber vorsichtig: Angst vor Deichbruch bleibt

„Ich bin zwar entspannt, aber trotzdem vorsichtig mit der Zuversicht“, sagt Siewert. Am Wochenende soll es schließlich noch einmal Starkregen geben. Er habe zwar Angst vor einem Deichbruch, allerdings habe sich durch die vielen Pumpen, Sandsäcke und stetige Überwachung der Hochwasserschutzanlage die Anspannung in der Nachbarschaft gelegt.

„Beobachten und Abwarten“, das sei die Devise. „Über Kosten für den Rückbau habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Es ist viel wichtiger, dass der Deich jetzt erst mal hält“, sagt der Anwohner.

Rubriklistenbild: © Wilk

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