Übung mitten in Hamm

„Feueralarm“ im Allee-Center: Von Panik keine Spur

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Hunderte Leute musste das Allee-Center am Donnerstagvormittag verlassen.
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Im Allee-Center in Hamm wurde am Donnerstag eine größere Räumungsübung durchgeführt. Während des laufenden Betriebs mussten mehrere hundert Besucher und Beschäftigte das Gebäude verlassen.

Hamm - Wenige Minuten vor Beginn des Übungsalarms - also am Donnerstag um kurz vor 10 Uhr - vermeldete das Center-Management die bevorstehende Übung den örtlichen Medien, um möglichen Irritationen vorzubeugen. Im Gebäude selbst wahrte man mit den entsprechenden Durchsagen gegen 10.13 Uhr den Anschein eines echten Brandalarms.

Schnell bildeten sich vor den Türen des Allee-Centers Trauben von Menschen. Einige Angestellte berichteten unserer Reporterin, dass sie der Alarm quasi unvorbereitet getroffen habe und man nicht wisse, wie man sich verhalte solle. Sie hätten nur Anweisungen bekommen, wo sie die Leute rausschicken sollen. Wirklich „geschockt“ wirkte jedoch niemand unter den Mitarbeitern und Besuchern, alles verlief recht gelassen.

(Übungs-) Alarm im Allee-Center: Spuk nach 15 Minuten beendet

„Wir wollten uns gerade einen Kaffee holen“, erzählten zwei Besucherinnen. „Jetzt stehen wir hier und warten. Wir wissen nicht, was los ist, aber die Leute sind alle viel zu ruhig, als dass es etwas Ernstes ist“, sagte eine von beiden. Laut den Durchsagen sollten sich die Besucher ruhig zu den Ausgängen bewegen.

Um 10.26 Uhr war der Spuk beendet, nach entsprechenden Durchsagen konnten alle Betroffenen zurück ins Gebäude. Von jetzt auf gleich wirkte wieder „alles wie immer“.

Auch am Südausgang versammelten sich die Betroffenen.

(Übungs-) Alarm im Allee-Center: Feuerwehr begleitet Übung

Räumungsübungen führe man in Zusammenarbeit mit den Behörden der Stadt Hamm jährlich durch, um „zur Sicherheit unserer Kunden, Besucher und Mitarbeiter (...) für den Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein“, heißt es aus dem Center. Eine Pause habe es lediglich im Jahr 2020 gegeben, als wegen der damaligen Pandemiesituation ohnehin nicht viel los war, ergänzt Center-Manager Markus Haas.

Standardmäßig seien während des Übungsverlaufs - wie jetzt eben auch - Mitarbeiter der Feuerwehr zugegen. Gemeinsam mit diesen werde im Nachgang nach Optimierungsmöglichkeiten gesucht. Zudem würden die Mitarbeiter einmal im Jahr geschult. Probleme beim Ablauf erkannte Haas am Donnerstag nicht: „Es hat alles gut geklappt.“

WA.de hatte 2016 und 2012 über eine solche Übung im Allee-Center berichtet, im Mai 2017 wurde das Einkaufszentrum nach einer obskuren Bombendrohung geräumt. Einen ähnlichen Vorfall hatte es im Juni 2014 gegeben.

Ein andere aktuelles Thema aus dem Allee-Center: Nach 30 Jahren wurde dort die Kundeninformation abgeschafft. Für diesen Schritt gebe es mehrere Gründe, heißt es. Die laufenden Umbauarbeiten gehören nicht dazu. 

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