Bauprojekt in Rhynern

Jetzt gibt es einen Plan: Klosterfeld wird Bücherei

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Haben den Plan: Das ehemalige Restaurant „Zum Klosterfeld“ wird zur Bezirksbücherei umgebaut Oberbürgermeister Marc Herter (von links), Jens Boyer, Frauke Frankemöller, Andreas Mentz und Andreas Obering stellten jetzt die Planung vor.
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Die Stadt Hamm hat jetzt die Pläne für den ehemaligen Bahnhof Rhynern-West vorgestellt. In dem historischen Gebäude soll die neue Bezirksbücherei untergebracht werden.

Eine ganze Zeit war es rund um den Umbau des alten Bahnhofs Rhynern (Gaststätte Zum Klosterfeld) zur Bezirksbücherei eher ruhig. Die Anbauten wurden vor etwa drei Jahren abgetragen, im vergangenen Jahr wurden zudem Maßnahmen für den Erhalt des alten Bergahorns durchgeführt. Dann war es ruhig geworden. Doch im Hintergrund liefen die Planungen auf Hochtouren. Am Freitag wurden die Pläne vorgestellt, im Sommer 2025 soll Baustart sein.

Die Geschichte

Bis zum 4. März 1962 war das Haus an der Unnaer Straße der Bahnhof Rhynern-West. Die Schienen verliefen entlang der Kleinbahnstraße. Anschließend wurde der Bahnhof zum Hotel-Restaurant „Zum Klosterfeld“, betrieben von Franz „Fenne“ Rehbein. Später wurde es verpachtet. 2018 gab der Pächter der Wirtschaft Tibor Toth sein Restaurant auf. Die Zukunft des nicht unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes stand in den Sternen, sogar an Abriss wurde gedacht. Schließlich kaufte die Stadt das Haus. Nach langen Diskussionen einigte man sich auf die Einrichtung der Bezirksbücherei in dem Gebäude.

2,8 Mio. Euro Kosten

Rund 2,8 Millionen Euro lässt die Stadt sich den Umbau der ehemaligen Gaststätte in eine Bezirksbücherei mit Treffpunktqualität kosten. Abgewickelt wird die Finanzierung durch die Stadttochter Hamm Invest. „Wir wollen jetzt den nächsten Planungsschritt gehen – nämlich die Umsetzung“, erklärte Oberbürgermeister Marc Herter. Es sei herausfordernd gewesen, alles in dem Gebäude unterzubringen, was den Ansprüchen genüge und dabei das historische Erscheinungsbild nicht zerstöre. „Auf das Ergebnis können wir stolz sein“, sagte Herter. Zudem sei die ehemalige Gaststätte seit vielen Jahren das erste Haus, dass die Stadt in Rhynern „in die Hand nehme“. Aber es sei gut investiertes Geld. Bezirksbürgermeister Andreas Obering freute sich, dass die Stadt mit dem Neubau die große Wertschätzung für die Menschen in Rhynern zum Ausdruck bringe.

Jens Boyer, Leiter der Stadtbüchereien, sieht hier eine „Riesenchance für den Stadtbezirk“. Es sei quasi ein Neubau mit vielen anderen Nutzungs- und Begegnungsmöglichkeiten inklusive Versammlungsraum im Dachgeschoss. Es gibt dann eine Nutzfläche von 240 Quadratmetern, zurzeit sind es gerade einmal 100 Quadratmeter. Man könne so vieles anbieten, was in anderen Bezirksbüchereien schon länger Standard sei. „Und wir können künftig auch Veranstaltungen anbieten“, nannte Boyer ein großes Plus im neuen Haus.

Drei Geschosse nutzbar

Stadtbaurat Andreas Mentz erinnerte an die Entscheidungsfindung sowie an die Anforderungen, die das Gebäude erfüllen muss. Barrierefreiheit etwa werde im Erdgeschoss über einen Anbau erreicht. Außerdem wird auf der Rückseite ein Aufzug gebaut. Um auf drei nutzbare Geschosse zu kommen, soll das Dach um etwa einen Meter höher gelegt werden und in Ost-West-Richtung verglast werden. Und es werde viel Substanz erhalten, einiges zurückgebaut, auch das ursprüngliche Krüppelwalmdach wird wieder aufgebaut.

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