Vorerst passiert nichts

Zeitplan für historische Immobilie steht: Kein Baustart vor Herbst 2024

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Der geschützte Ahorn-Baum im ehemaligen Biergarten der Gaststätte „Zum Klosterfeld“ erhält bessere Lebensbedingungen.
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Die ehemalige Gaststätte „Zum Klosterfeld“ wird noch für längere Zeit ein trostloses Bild abgeben. Mit einem Start der Umbaumaßnahmen ist nicht vor Herbst 2024 zu rechnen.

Rhynern – Nachdem es monatelang ruhig auf dem Grundstück der ehemaligen Gaststätte „Zum Klosterfeld“ in Rhynern zuging, ist vor einigen Tagen ein kleiner Bagger angerückt. Mit der Nachnutzung des Gebäudes, das einst als Bahnhof an der Kleinbahntrasse fungierte, haben diese Arbeiten aber noch nichts zu tun. Bis dahin werden noch einige Monate ins Land ziehen.

Zeitplan für historische Immobilie steht: Kein Baustart vor Herbst 2024

„Eine Fachfirma hat im Auftrag der Stadt Hamm mit standortverbessernden Maßnahmen zum Erhalt des Bergahorns begonnen“, erklärt Stadtsprecher Lukas Huster die aktuell dort stattfindenden Maßnahmen auf dem Grundstück. „Die Steine um den Baum wurden entfernt, danach wird der rückzubauende Asphalt untersucht, ob dieser belastet ist und gegebenenfalls separat entsorgt werden muss. Zum Abschluss werden dann wurzelschonende Materialien eingebaut“, so Huster.

Und das Gebäude? Es soll bekanntlich in Zukunft die neue Heimat der Bezirksbücherei Rhynern werden. Diese ist derzeit im Anbau des Bürgeramtes untergebracht. Dieser Bereich soll aber über kurz oder lang abgerissen werden. Bevor dies passiert, sollten möglichst die Räume auf der gegenüberliegenden Straßenseite in der ehemaligen Gaststätte bezugsfertig sein.

Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg, wie Stadtsprecher Lukas Huster aufzeichnet. Zunächst einmal muss die Politik diesen Plan weiter verfolgen. Tut sie dies, muss sie auch die notwendigen finanziellen Mittel in den Doppelhaushalt für die Jahre 2024 und 2025 stellen. Die Beratungen dafür werden Ende 2023 stattfinden. Damit die Politiker auch wissen, mit welchen Kosten sie den rechnen müssen, werden die weiteren Planungen vorangetrieben, so dass zum Jahresende ein Entwurf mit Kostenberechnung vorliegt.

Aus Gaststätte wird Bücherei: Einzug wohl erst in 2026

Sollte alles planmäßig verlaufen, dann könnte im Frühjahr 2024 der Baubeschluss gefasst werden, sodass im weiteren Verlauf des Jahres die Ausschreibungen vorbereitet und veröffentlicht werden könnten. Mit einem Baubeginn wäre dann frühestens im Herbst 2024 zu rechnen. Das wiederum bedeutet, dass erst Ende 2025, Anfang 2026 der Umbau fertiggestellt sein könnte.

Die Stadt Hamm hatte das alte Bahnhofsgebäude erworben und es so vor einem möglichen Abriss bewahrt. Die SPD hatte in ihrem Wahlkampf dafür plädiert, den alten Bahnhof zu einer Begegnungsstätte für die Vereine im Ort werden zu lassen. Mittlerweile wird der Umbau zu einer Bezirksbücherei, eventuell mit Café und Aufenthaltsbereiche, favorisiert. Dazu wäre noch ein Anbau in Richtung Unnaer Straße erforderlich, um den Platzansprüchen einer solchen Bücherei mit Platz für kleine Veranstaltungen zu genügen. Noch nicht bekannt ist bislang die Nutzung der Räume im Obergeschoss, die zuletzt als Hotelzimmer ausgebaut waren.

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