VonSascha-Nikolai Paschedagschließen
An mehreren Orten in Hamm wurden Sport-Boxen aufgestellt. Diese halten unterschiedliche Sportgeräte vor und können von Bürgern per App ausgeliehen werden.
Hamm – Die Stadt Hamm hat in Kooperation mit dem Stadtsportbund Sportboxen an mehreren Standorten im ganzen Stadtgebiet aufgestellt. Ziel soll es sein, mehr Menschen kostenfreie Sport- und Bewegungsangebote zur Verfügung zu stellen.
„Die Idee zur Aufstellung war schon länger da“, sagt Ilka Satur von der Stadt Hamm, die für das Projekt mit verantwortlich ist. „Viele Menschen konnten sich grade zur Zeit der Corona-Pandemie nicht ausreichend bewegen und wir wollen mit diesem Angebot einen Beitrag dazu leisten, dass die Menschen mehr Sport machen können.“
Hamm: Sportboxen stehen überall verteilt in der Stadt
Insgesamt sind im Stadtgebiet derzeit sechs Sportboxen aufgestellt. Neben einer Box am Hallohpark stehen weitere im Selbachpark, im Lippepark, im Friedrich-Ebert-Park, am Spielplatz an der Brehmstraße sowie am Spielplatz am Alten Uentroper Weg. In Rhynern und Heessen soll ebenfalls noch je eine Kiste aufgestellt werden. Diese sind mit Sportmaterialien gefüllt, die von den Nutzern ausgeliehen werden können. Die Kosten des Projekts liegen bei 75.000 Euro, wovon 90 Prozent vom Land gesponsert werden.
„Jede der Boxen hat einen eigenen Schwerpunkt“, sagt Satur. „In der Box am Hallohpark etwa sind Fußbälle und Frisbees vorhanden. Aber auch Matten für Yoga und Pilates können dort ausgeliehen werden.“ An anderen Standorten, etwa am Selbachpark, sei der Fokus eher auf Spiel und Spaß ausgelegt, während am Alten Uentroper Weg viele Fußbälle vorgehalten werden.
Per App bekommen die Bürger Zugang
Hinter dem System der Sportboxen steht eine App, über die die Ausleihe durchgeführt wird. „Die App sowie das gesamte Angebot sind für die Menschen kostenfrei“, sagt Satur. Die interessierten Nutzer können sich in der App „Sportbox app and move“ registrieren und anschließend einen Zeitslot an einer der Boxen buchen. Daraufhin lässt sich die Box öffnen und die Geräte können in dem ausgewählten Zeitraum entliehen werden. Nach Ende des Zeitraums sollen die Geräte wieder zurückgegeben und die Box verschlossen werden.
Um die Geräte und Boxen vor Vandalismus und Diebstahl zu schützen, wurden einige Mechanismen eingebaut. „Die Solarzellen auf der Box, die das Gerät mit Strom versorgen, sind mit Glas geschützt“, sagt Satur. „Zudem ist in der Box eine Kamera installiert, die filmt, wenn jemand an der Box ist und Geräte herausnimmt. So haben wir immer einen Überblick, ob alles zurückgegeben wird oder nicht.“ Die Außenwände der Boxen haben zudem eine Anti-Graffiti-Beschichtung.
Was passiert, wenn Geräte doch abhanden kommen?
Falls Geräte dennoch abhandenkommen sollten, würden sie mit der Zeit wieder aufgefüllt. Dann auch in Kooperation mit den Partnern, die für die Boxen verantwortlich sind. Am Hallohpark ist das etwa der Turn- und Wassersportverein Bockum-Hövel. „Wir arbeiten auch an den anderen Standorten mit unseren Partnern zusammen, um immer genug Materialien für Sportbegeisterte vor Ort zu haben“, sagt Satur.
Der Aufbau der Boxen ist nur ein Baustein des größeren „Pakts für den Sport“, der von der Stadt und dem Stadtsportbund geschlossen wurde.
Rubriklistenbild: © rother


