[Update] 30 Meter kann er, 16 braucht er: Ein 100 Tonnen schwerer Longfront-Bagger mit 30 Meter Reichweite reißt in Hamm seit Dienstag die 16 Meter hohe Ritterpassage ab. Wir waren zum Start mit der Kamera dabei.
Hamm - Zunächst ging es an die Außenverkleidung, seit Mittwoch reißt eine Betonschere nun auch die Wände des Zielgebäudes - die Westhälfte der bisherigen Ritterpassage - ein. Nachdem sich der Start am Morgen wegen kleiner technischer Probleme mit dem Bagger und seinen Wechselelementen noch etwas zäh gestaltete, fallen seit der Mittagszeit auch die gröberen Einheiten.
Während des Abrisses halten Bauarbeiter die Abrissstelle nass – ohne diese Maßnahme würde es zu stark stauben. Außerdem kommt eine riesige Matte auf der Seite zum Allee-Center zum Einsatz. Abrissbirnen wie im Film kommen übrigens fast gar nicht mehr zum Einsatz, sagt Bauleiter Leon Brink. „Das ist zu unkontrolliert.“
Ritterpassage: Abbruch nur 24 Jahre nach dem Bau
Ein Schwertransport hatte den Super-Bagger in der Nacht zu Freitag, 30. September, an den Zielstandort in der Innenstadt gebracht. Rund vier Wochen soll er dort bleiben. Mindestens zwei davon treffen auch den Verkehr auf dem Westenwall: Der ist nämlich eingeengt, vielen Linienbusse werden sogar ums Allee-Center herum umgeleitet.
Abriss der Ritterpassage in der Innenstadt von Hamm läuft
Der Abbruch der Ritterpassage erfolgt nur 24 Jahre nach dem Bau. Vor fünf Jahren hatte die Fokus Development AG das Gebäude gekauft. Die Firma will nach dem Abbruch an der Stelle das „B-Tween“ bauen lassen, einen Komplex mit bis zu 20 Ladenlokalen im Erdgeschoss und rund 120 Wohnungen in drei Obergeschossen plus Staffelgeschoss.