- VonFrank Osiewaczschließen
Anfang 2024 soll der Umbau des Westentors zum zentralen Verkehrsknotenpunkt in Hamm beginnen. Doch dafür fehlt noch das Geld: Fördermittel müssen bewilligt werden.
Hamm – Das Westentor soll zum zentralen Verkehrsknotenpunkt in Hamm werden. Doch bis das gelingen kann, ist noch viel zu tun. Geld muss bewilligt werden - und Planungen konkretisiert. Mit dem Neubau des „B-tween“ gäbe es zeitgleich zwei große Baustellen in der City. Momentan müssen die Planungsbüros Gnegel (Sendenhorst) und Landschaft planen und bauen (Dortmund) ihre Hausaufgaben machen. Wie Stadtsprecher Tom Herberg mitteilt, haben sie folgendes zu tun:
- Konkretisiert werden müssen die Details zur Beleuchtung des Westentors (in enger Kooperation mit den Stadtwerken),
- die Materialwahl, Konstruktionsfragen der Überdachungen und
- Standorte der Fahrgastinformation.
Vergeben worden sei ein Baumgutachten, das im 1. Quartal 2023 erstellt werde und die Vitalität der vorhandenen Bäume und des Wurzelwerks untersuche. „Die Bäume spielen aus gestalterischen und stadtklimatischen Gründen eine wichtige Rolle. Ihnen kommt bezogen auf das Mikroklima an diesem Ort eine wichtige Funktion zu“, so der Sprecher.
Zudem seien fristgerecht zwei Förderanträge im Bereich der Städtebauförderung und der Nahverkehrsförderung gestellt worden. Damit soll die Finanzierung des Gesamtprojektes gesichert werden. Bei der ersten Präsentation des Entwurfs im Mai 2022 war von einer Vorkalkulation der Baukosten in Höhe von rund 1,5 Mio. Euro die Rede gewesen. Die tatsächlichen Baukosten ließen sich angesichts der Preisentwicklungen aber kaum einschätzen, hieß es.
Politischer Beschluss im Sommer
„Ziel ist es, den politischen Gremien im Sommer die Entwurfsplanung zur Beschlussfassung vorzulegen“, so Herberg. „Den positiven Beschluss des Rates sowie Bewilligungen und Abstimmungen mit den Fördergebern vorausgesetzt, könnte Anfang 2024 der Umbau beginnen.“
Zuletzt war Ende 2023 für den Umbau des Westentors avisiert worden, doch nun soll laut Stadt das Weihnachtsgeschäft 2023 vom Umbau des Westentors nicht beeinträchtigt werden. Zu Details über verkehrliche Herausforderungen durch zwei zeitgleiche Großbaustellen – Westentor und „B-tween“ – machte die Stadt zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Angaben. Nur so viel: „Während der Baumaßnahmen wird es enge Absprachen zwischen Investor, Baufirmen und der Stadt geben.“
Das Westentor soll – Funktionalität immer an oberster Stelle – auch Raum für Kunst bieten. Triebfeder ist der Förderverein des Martin-Luther-Viertels. Allerdings ist ein erster Entwurf des Ehepaars Kirsten und Peter Kaiser mit einer in den Boden eingelassenen, befahrbaren Drehscheibe als Symbol für den Dreh- und Angelpunkt Verkehr als nicht umsetzbar bewertet worden. Das Motiv der Drehscheibe liege nun alternativ in Form einer Lichtkunst-Installation vor und werde von der Verwaltung auf Machbarkeit geprüft. Anfang März solle mehr Klarheit in dieser Frage herrschen. Der Zeitplan des Westentor-Umbaus sei durch das Thema Kunst aber nicht beeinträchtigt, so Herberg.
