VonMarkus Hannekenschließen
In Hamm hat sich erneut ein Lkw unter einer Bahnbrücke festgefahren. Der Tunnel an der Wilhelmstraße hat in dieser Hinsicht eine unrühmliche Geschichte.
Hamm - Auf der Wilhelmstraße in Hamm hat sich am Mittwoch, 10. Juli, wieder ein Lkw festgefahren. Die Zahl der dort bekannt gewordenen Unfälle dieser Art erhöhte sich damit allein in diesem Jahr auf vier.
Der Fahrer des Werler Logistikunternehmens Werneke war gegen 10.15 Uhr auf der Wilhelmstraße in Richtung Innenstadt unterwegs, als er sich auf der linken von zwei Fahrspuren unter der 3,80 Meter hohen Konstruktion verkeilte und stecken blieb. Nach Angaben eines Polizeisprechers bestellte er selbstständig einen Abschlepper.
Beamte der Hammer Polizei sperrten die betroffene Fahrbahn zwischenzeitlich, trotzdem verursachte der Vorfall natürlich Verkehrsprobleme. Auch ein Notfallmanager der Deutschen Bahn war vor Ort. Einen nennenswerten Schaden machte er an der Brückenkonstruktion offenbar nicht aus. Gegen 12 Uhr waren der Lkw geborgen und die Straße wieder normal befahrbar.
Brücken-Crash: Unternehmer kritisiert Beschilderung
Nach Angaben von Arno Schulte, Geschäftsführer von Werneke, hatte der Lkw-Fahrer das Höhen-Limit unterschätzt. Der Schaden am Fahrzeug sei „nicht so wild“, es sei ja relativ langsam gewesen. Zudem sei niemand zu Schaden gekommen, „das ist das Wichtigste“. Der Unternehmer weiß um die Unfallhistorie dort und übt gerade deshalb Kritik an der Beschilderung. Vor allem für auswärtige und ortsunkundige Fahrer sei sie einfach nicht ausreichend, findet er.
Im Februar 2018 war in einigem Abstand vor der Brücke jeweils ein Warnschild montiert worden, das anfangs beidseitig blinkte. Danach hatte es über mehrere Jahre kaum Vorfälle gegeben.
Bis zu 60 Zulieferer-Lkw für die WDI meiden diese Brücke täglich, weil sie zu hoch sind. Weil die Wilhelmstraße ab Donnerstag baustellenbedingt zur Einbahnstraße wird, müssen sie mehrere Wochen lang komplizierte Umwege fahren, um ihr Ziel im Hammer Westen zu erreichen.

