Teure Strafe

Mann muss wegen einer Zigarette in Hamm fast ins Gefängnis

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Ein 32-Jähriger hat sich trotz Rauchverbot am Hauptbahnhof Hamm eine Zigarette gegönnt. Das hätte ihn beinahe ins Gefängnis gebracht.

Hamm - Wenn das Verlangen einen überkommt, kann man sich manchmal einfach nicht zurückhalten. So ging es wohl am Samstagabend (6. Mai) einem 32-jährigen Mann im Hauptbahnhof Hamm. Denn trotz des Rauchverbots zündete er sich in Bahnhof eine Kippe an - und wurde prompt von einem Bundespolizisten erwischt. Nur knapp entging der Mann einer Freiheitsstrafe. Was war passiert?

Mann muss wegen einer Zigarette in Hamm fast ins Gefängnis

Bei der Überprüfung der Personalien fand die Polizei heraus, dass die Staatsanwaltschaft Münster den 32-Jährigen per Haftbefehl sucht. Laut Bundespolizei war der Raucher im Juni 2022 wegen vorsätzlicher Trunkenheit im Verkehr zu einer Geldstrafe von 1050 Euro verurteilt. Diese hatte er allerdings bislang nur teilweise beglichen.

Das einzige, das den polnischen Staatsangehörigen vor einer 16-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe bewahrt hat: Er konnte am Samstag vor Ort unmittelbar den noch ausstehenden Betrag von 480 Euro zahlen. Somit verließ der 32-Jährige die Wache als freier Mann. Die Bundespolizei bezeichnet die Zigarette in ihrer Mitteilung somit aber als die wohl teuerste, die der Mann jemals konsumiert hat.

Übrigens: Pelkum ist laut der Kriminalstatistik 2022 der sicherste Hammer Stadtbezirk. Hier gab es nicht nur die wenigsten Straftaten insgesamt, sondern auch die wenigsten Delikte pro 1000 Einwohner.

Rubriklistenbild: © Andrea Warnecke / dpa

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