Heiße Luft aus Frankreich

„Hitzeglocke baut sich auf“: Wetter-Experten rechnen mit großer Hitze in NRW

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In Nordrhein-Westfalen wird es wieder langsam heißer. Eine Hitzeglocke aus Frankreich könnte Temperaturen bis 35 Grad nach NRW bringen.

Hamm - Der Sommer ist da – das zeigte auch das Wetter in den vergangenen Tagen. Nachdem die Temperaturen Mitte Juni in die Höhe geschossen waren, folgten allerdings auch Unwetter in vielen Teilen von NRW. Nun steht mit Fronleichnam wieder ein langes Wochenende vor der Tür. Und dafür haben die Meteorologen bereits eine Prognose.

Wetter in NRW: „Ab dem Wochenende nähert sich neue Hitze“

„Ab dem Wochenende nähert sich neue Hitze“, schreiben die Experten von Wetter Online. Bereits am Mittwoch soll es mit 25 bis knapp 30 Grad sehr warm werden, in Nordrhein-Westfalen steigen die Temperaturen laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) auf bis zu 29 Grad. Auch der Feiertag soll trocken bleiben – bei bis zu 27 Grad.

Im Laufe des Wochenendes wird es wieder wärmer. „Schon am Samstag dürfte in ersten Regionen die 30-Grad-Marke geknackt werden. Der Sonntag wird aus heutiger Sicht fast überall über 30 Grad heiß“, schreibt Wetter Online. Zudem soll sich wegen des stabilen Hochs die Sonne oft zeigen. Grund dafür seien sehr heiße Luftmassen aus Westeuropa.

Hagel-Chaos, Überflutungen, Autobahn-Crashs: Die Unwetter-Bilder aus Deutschland

Gewitter in Thüringen
Am Sonntagnachmittag zog ein starkes Gewitter mit heftigem Starkregen und auffälliger Rotation in der Gewitterwolke über Kranichfeld im Weimarer Land hinweg. Innerhalb kürzester Zeit fielen enorme Niederschlagsmengen – örtlich stand das Wasser bis zu 30 Zentimeter hoch in den Straßen und Gärten. Die Feuerwehr musste mehrfach ausrücken, um vollgelaufene Keller leerzupumpen. © SaschaxFromm /Imago
Unwetter in Bayern - Aquaplaning Unfall
Ein verunfallter BMW steht auf der A7 in Fahrtrichtung Norden bei Memmingen. Zuvor war das Fahrzeug bei starkem Regen ins Schleudern geraten. © Jason Tschepljakow/dpa
Unwetter in Bayern
Dichte, dunkle Gewitterwolken haben sich am Himmel über dem bayerisch-schwäbischen Landkreis Neu-Ulm zusammengezogen und kündigen Unwetter an. © Alexander Wolf/dpa
Unwetter bis in die Nachtstunden
Auch in der Nacht ließ das Wetter keine Ruhe einkehren: Immer wieder zogen schwere Gewitter über den Erzgebirgskreis hinweg. In den späten Abend- und Nachtstunden erreichte eine weitere Gewitterlinie die Region und brachte erneut heftigen Starkregen mit sich. Bereits zuvor hatten Gewitterfronten am Nachmittag für Überschwemmungen und überflutete Straßen gesorgt. Die Einsatzkräfte waren rund um die Uhr gefordert. © Bernd März/Imago
Hagen im Erzgerbirge
Im Erzgebirge entlud sich eine sogenannte Superzelle – ein besonders intensives, rotierendes Gewitter – mit sintflutartigem Regen und großkörnigem Hagel. © IMAGO/Bernd Marz
Katastrophale Unwetter im Erzgebirge
Die starken Niederschläge verwendeten die Straßen im Erzgebirge innerhalb kürzester Zeit in reißende Bäche. © IMAGO/Bernd März
Katastrophale Unwetter sind in den Nachmittagsstunden über das Erzgebirge hinweg gezogen
Katastrophale Unwetter haben am Nachmittag das Erzgebirge heimgesucht. Eine sogenannte Superzelle brachte im Raum Schwarzenberg und Breitenbrunn enorme Regenmengen und dichten Hagel. Die Folgen: großflächige Überschwemmungen und meterhohe Hagelansammlungen. © Bernd März/Imago
Unwetter in Sachsen
Eine teilweise überflutete Straße im sächsischen Hammerunterwiesenthal: Heftige Gewitter haben am Sonntag (15.06.2025) die erste Hitzewelle im Erzgebirge beendet. Ab etwa 14 Uhr entwickelten sich insbesondere rund um die Kammlagen unwetterartige Gewitter. Starke Regenfälle führten zu überfluteten Straßen und angeschwollenen Bächen. © André März/dpa
Scheune brennt: Polizei vermutet Blitzschlag als Ursache
Feuerwehrkräfte kämpfen gegen die Flammen in Keltern. Vermutlich hatte ein Blitzeinschlag während eines Unwetters einen Brand auf einem Pferdehof ausgelöst. © Igor Myroshnichenko/dpa
Unwetter in Baden-Württemberg
Hagelkörner prasseln auf die Straße. Während der Samstag vielerorts sonnig begann, bildeten sich ab dem frühen Nachmittag im Westen, Nordwesten und über dem südwestdeutschen Bergland teils kräftige Gewitter. Auch am Sonntag ist keine Wetterberuhigung in Sicht. © Simon Zeiher/dpa
Unwetter in Nordrhein-Westfalen
Ein Auto wird von mehreren Personen durch eine überflutete Straße geschoben. Ein heftiges Unwetter hatte am frühen Samstagabend große Teile des Kreises Paderborn lahmgelegt. © Marc Gruber/dpa
Blitze in den Bergen
Auch in den Alpen kam es zu Unwettern, in den Bergen wechselt das Wetter schnell – das kann für Wanderer gefährlich werden. (Symbolbild) © Raffael Herrmann/IMAGO/Zoonar.com

„Hitzeglocke baut sich auf“: Was bedeutet das konkret?

Und auch nach dem Wochenende soll es erst einmal heiß weitergehen: „Über Frankreich baut sich derweil eine Hitzeglocke mit Temperaturen um 35 Grad auf“, schreibt Wetter Online. Und diese könnte uns zum Start in die kommende Woche erreichen. Doch was bedeutet das konkret?

Von Hitze wird gesprochen, wenn eine Temperatur als ungewöhnlich hoch empfunden wird. (Symbolbild)

Unter einer Hitzeglocke versteht man ein Hochdruckgebiet, das sich in der Atmosphäre bildet, warme Luftmassen quasi einfängt und sie daran hindert, aufzusteigen und abzukühlen, schreibt Wetter Online. Eine Hitzeglocke „hält die warme Luft über mehrere Tage quasi gefangen, weil diese unter dem Hochdruckgebiet liegen bleibt“.

In den Sommermonaten erreicht die warme Luft den Boden. Dies führt zu anhaltender Hitze mit sehr hohen Temperaturen. „Hinzu kommt die typische Tageserwärmung bei strahlendem Sonnenschein, sodass sich die Wärme immer weiter aufstauen kann“, erklären die Wetter-Experten. Und: Hitzerekorde seien dann auch nicht ausgeschlossen. Über Frankreich sind laut einiger Wettermodelle am Wochenende zumindest Spitzenwerte bis 40 Grad zu sehen. Unklar sei allerdings auch, wie lange sich die Hitze in NRW und ganz Deutschland hält. Wetter Online stellt klar: „Nach einem Wettermodell wird die Luft rasch schwüler und das Gewitterrisiko steigt. Nach einem anderen Wettermodell bleibt es einige Tage sonnig und heiß“. 

Rubriklistenbild: © Heinz Gebhardt/Imago

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