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Horstmarer See in Lünen: Regeln zum Grillen, Schwimmen und Hunde

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Schwimmen im Horstmarer See oder Grillen im Seepark ist beliebt. Und der Hund wird auch gerne mitgebracht. Aber ist das erlaubt? Der Überblick.

Lünen – Mitten im Seepark in Lünen (NRW) liegt der Horstmarer See. Der Park wird nach Angaben der Stadt Lünen jährlich von circa 250.000 Gästen aufgesucht; Hauptnutzung ist der Badebetrieb. Doch zu einem gelungenen Nachmittag am Sandstrand gehört für viele Besucher neben dem Schwimmen zum Beispiel das Grillen. Auch der Hund wird gerne mitgebracht. Doch ist das überhaupt erlaubt – und wie steht es um die Wasserqualität des Horstmarer Sees? wa.de ist dem nachgegangen.

Horstmarer See in Lünen: Ist Grillen erlaubt?

Sommerzeit ist Grillzeit. Mit den warmen Sonnenstrahlen und der frischen Luft zieht es die Menschen nach draußen, um das beliebte Ritual des Grillens zu genießen. Ob im eigenen Garten, auf dem Balkon oder eben im Seepark – Grillen ist eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen, die die Menschen miteinander verbindet.

Doch ist das Grillen im Seepark und insbesondere am Horstmarer See in Lünen überhaupt erlaubt? Die Antwort der Stadt ist deutlich: „Das Grillen oder anderes offenes Feuer wie Wasserpfeifen oder Shishas sind auf dem gesamten Gelände [...] nicht erlaubt.“ In anderen Städten wird Grillen in öffentlichen Parks hingegen geduldet. In Münster zum Beispiel. Doch es drohen empfindliche Strafen, wenn bestimmte Regeln nicht eingehalten werden.

Horstmarer See in Lünen: Ist Schwimmen erlaubt?

„Der Seepark ist öffentlich zugänglich“, so die Stadt. Eintritt werde auch für den Badebereich nicht erhoben. Das hat auch einen Grund: Das Baden ist auf eigene Gefahr und wird nicht überwacht. Auch Umkleiden gibt es nicht. Von den neun Hektar Wasserfläche stehen zwei Drittel des Horstmarer Sees unter Naturschutz. Das andere Drittel ist zum Baden freigegeben.

Horstmarer See in Lünen: Badequalität nur „ausreichend“

Die Wasserqualität im Horstmarer See in Lünen ist nur „ausreichend“. Das hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz mitgeteilt. In deren Statistik ist der Horstmarer See der einzige Badesee in ganz Nordrhein-Westfalen, der 2022 die schlechteste Note bekommen hat. Im Vorjahr war die Wasserqualität offenbar noch besser – damals bekam der Horstmarer See die Note „gut“. Nun hatte jedoch eine Probe auffällig viele Darmbakterien beinhaltet. Die können in großen Mengen krank machen und zu Übelkeit oder Durchfall führen.

Daniel Claeßen, Pressesprecher der Stadt Lünen, teilt wa.de. mit: „Ausreichend heißt ja erstmal, dass das Wasser nicht schlecht ist.“ Man müsse seiner Auffassung nach dazu sagen, dass die Proben von 2022 sind. Erste Probe von 2023 seien „zufriedenstellender“. Es seien keine Maßnahmen erforderlich, so der Stadtsprecher.

Die Stadt wirbt also auch weiterhin für den beliebten und gut besuchten Seepark – und besonders für den Horstmarer See: „Da das Ufer flach abfällt, ist der Horstmarer See besonders auch für Kinder geeignet und wesentlich weniger überlaufen als der Silbersee oder der Halterner Stausee“.

Horstmarer See in Lünen: Kann der Hund mit?

Den vierbeinigen Freund mit an den Horstmarer See zu nehmen, ist verlockend. Nicht nur, weil Hunde es lieben, draußen zu sein und neue Umgebungen zu erkunden, frei herumzulaufen, zu spielen, oder im Wasser zu schwimmen und sich auszutoben. „Hunde sind geduldet, sind aber an der Leine zu führen“, erklärt Claeßen. Das gelte übrigens auch, wenn der Hund eine Abkühlung im Wasser sucht.

Direkt an den Horstmarer See angrenzend: der Datteln-Hamm-Kanal. Das Schwimmen in Kanälen ist beliebt – jedoch meist verboten, denn es ist gefährlich. Wieso das so ist und in welchen Kanälen in NRW das Baden trotzdem geduldet wird.

Rubriklistenbild: © Thomas Banneyer/dpa

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