Gastro-Betrieb in der Krise

„Ich hab Corona überlebt, dann überlebe ich das auch“ – Burger-Lokal stellt Insolvenzantrag

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Ein Burger-Lokal im Herzen von Dortmund sieht sich mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert. Der Eigentümer setzt alles daran, sein Geschäft zu retten.

Dortmund - Insolvenzen häufen sich derzeit in den unterschiedlichsten Branchen. Aber auch Gastro-Betriebe haben es nicht leicht: In der Dortmunder Innenstadt sind ebenfalls einige Restaurants von Krisen betroffen. Einem Sushi-Restaurant mangelte es beispielsweise an Personal. Deshalb musste es schließen. Nun steht ein Burger-Restaurant vor Problemen.

Burger-Restaurant stellt Insolvenzantrag – „Ich will nicht aufgeben“

Geschäftsführer Hakan Aslan betreibt mit der Doppio GmbH den Franchise-Standort in der Gerberstraße 1 in Dortmund. Die „Food Brother“-Filiale steckt nun allerdings in einer finanziellen Krise. Die Doppio GmbH hat einen Insolvenzantrag gestellt. Am Montag, 31. März, ist das Insolvenzeröffnungsverfahren durch das Amtsgericht Dortmund angeordnet und Rechtsanwalt Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden.

Nun sei erst einmal eine Sanierung geplant, die dauert zwei Monate. Der Rechtsanwalt koordiniert alles. „Wir werden die Sanierung gut meistern“, so Hakan Aslan im Gespräch mit wa.de. Das Burger-Restaurant bleibe weiterhin geöffnet und werde auch zu 99 Prozent bestehen bleiben, da ist sich der Geschäftsführer sicher. Auch Personal werde nicht entlassen. Aufgrund des Konzepts der Selbstbedienung würde Hakan Aslan ohnehin schon wenig Personal beschäftigen.

Corona-Kredit und Stadt-Entwicklung ein Problem

Ein Grund für die finanzielle Belastung seien die Corona-Hilfen, die noch immer abbezahlt werden. Wie Hakan Aslan berichtet, konnte er das Geld in der Pandemie gut gebrauchen. „Für Sachen wie Mieten waren die Hilfen schnell aufgebraucht“. Schließlich konnte Hakan Aslan dank der Unterstützung seinen Laden nach der Pandemie wieder eröffnen. „Ich hab Corona überlebt, dann überlebe ich das auch. Jeder hat mal irgendwelche Probleme“, sagt Hakan Aslan.

Aber auch die Entwicklung des Wallrings und der Innenstadt im Allgemeinen hält der Restaurant-Betreiber für problematisch. Es ist „besorgniserregend, was die Stadt angeht“, meint Hakan Aslan. Es würden viele Straftaten begangen werden. Außerdem sei es für Kunden nicht mehr so attraktiv, in die Stadt zu fahren, unter anderem, weil es an Parkplätzen mangelt.

Aber Hakan Aslan ist sehr optimistisch, dass es mit „Food Brother“ weitergeht. „Mein Ziel ist es, den Laden zu retten“, sagt er. „Ich will nicht aufgeben.“ Weitere Standorte von „Food Brother“ sind übrigens nicht betroffen.

Erst kürzlich hat eine bekannte Restaurant-Kette mit 12 Standorten in Nordrhein-Westfalen einen Insolvenzantrag gestellt.

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