VonHannah Deckeschließen
Eine bundesweit bekannte Restaurant-Kette hat einen Insolvenzantrag gestellt. Über 1000 Mitarbeiter sind betroffen. In NRW hat das Unternehmen 12 Standorte.
Köln - Wieder steht ein deutsches Unternehmen vor der Insolvenz, wieder wird ein Investor gesucht: Die Restaurant- und Bar-Kette Sausalitos hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Schuster von der Kanzlei Jaffé Rechtsanwälte am Mittwoch, 19. März, mit. Das Unternehmen hat rund 40 Filialen in Deutschland, darunter 12 in Nordrhein-Westfalen.
Sausalitos droht die Insolvenz – Gastro-Kette hat in NRW 12 Standorte
Sausalitos ist besonders bei jungen Menschen beliebt und ist bekannt für seine Jumbo-Cocktails. Die Filialen sind eine Mischung aus Bar und Restaurant, in denen viele unterschiedliche Cocktails und mexikanisch-amerikanisches Essen angeboten werden. Die Geschäftsführer Michael Werner und Anton Dürrbeck bezeichnen sich in diesem Bereich als Marktführer.
Wie es in der Mitteilung des Insolvenzverwalters heißt, wurden Insolvenzanträge für die Gesellschaften Sausalitos Holding GmbH, Sausalitos Heumarkt 67 GmbH, Sausalitos Aachen GmbH und fünf weitere Gesellschaften beim Amtsgericht München gestellt. Die Standorte sollen geöffnet bleiben. In NRW gibt es in folgenden Städten Sausalitos-Filialen:
Wie kürzlich bekannt wurde, hat die Restaurant-Kette plötzlich eines der zwei Essener Sausalitos-Standorte dicht gemacht.
Sausalitos steht vor der Insolvenz – Gehälter für drei Monate gesichert
„Die Löhne und Gehälter von über 1000 Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate, d.h. bis einschließlich Ende Mai 2025 gesichert“, heißt es weiter. Erste Schritte für eine Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes seien bereits in die Wege geleitet worden. Durch Franchisenehmer betriebene weitere Standorte seien von den Insolvenzverfahren nicht direkt betroffen. Ob und wenn ja, welche Filialen in NRW von Franchisenehmern betrieben werden, ist auf der Internetseite des Unternehmens nicht ersichtlich.
Als Gründe für die drohende Insolvenz nennt der Insolvenzverwalter „die anhaltenden Auswirkungen des geänderten Kundenverhaltens seit der Coronapandemie und die damit für die gesamte Gastronomie verbundenen Gästerückgänge“. Zudem habe auch die „makroökonomische Situation in den Jahren nach 2020 bis jetzt die Geschäftstätigkeit der Unternehmensgruppe negativ beeinflusst“. Die Folge: Einnahmen und die Rentabilität der Gruppe seien zurückgegangen.
Auch die Discounter-Kette Kodi hat Insolvenz angemeldet, auch hier wird ein Investor gesucht. Zum dritten Mal steht der Modehersteller Gerry Weber vor finanziellen Problemen – die Kette hat erneut Insolvenz angemeldet.
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