VonMick Oberbuschschließen
Ein Detail an einem Fenster in der südlichen Turmhalle vom Kölner Dom macht viele Besucherinnen und Besucher stutzig. In einem Fenster ist ein Saturn abgebildet.
Köln – Der Kölner Dom ist zweifelsfrei das wichtigste Wahrzeichen der Stadt Köln – und nicht nur auf den ersten Blick von außen eine imposante Erscheinung. Auch wer einmal in das Innere der Kathedrale angeschaut hat, dürfte aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen sein: Dort steht der goldene Dreikönigssarg, es gibt etliche Sitzbänke und Verzierungen – und eben auch aufwendig gestaltete Fenster, wie etwa das weltbekannte Richter-Fenster. Doch in einem Fenster in der südlichen Turmhalle versteckt sich ein Symbol, was auf den ersten Blick nicht wirklich in eine Kirche passt: dort ist der Planet Saturn zu erkennen. Was hat es damit auf sich?
| Der Kölner Dom | |
|---|---|
| Adresse | Domkloster 4, 50667 Köln |
| Architektonische Höhe | 157 Meter |
| Baubeginn | 15. August 1248 |
| Architekten | u.a. Meister Gerhard, Peter Füssenich |
| Baustil | Gotische Architektur |
Kölner Dom: „Jesus“-Fenster wurde 2005 rekonstruiert – unter Mithilfe des Saturn-Gründers
Bereits seit 1884 hängt das Fenster mit der Bezeichnung „Jesus von Nazareth“ in der südlichen Turmhalle des Kölner Wahrzeichens, das zwar schwarz aussieht, es eigentlich aber gar nicht ist. Der Künstler dahinter ist der 1883 verstorbene Österreicher Johann Evangelist Klein verantwortlich, der im Dom auch weitere Fenster entworfen hat. Besagtes „Jesus“-Fenster musste allerdings 2005 rekonstruiert werden, weil es nur noch teilweise erhalten war – und hier kommt Friedrich Wilhelm „Fritz“ Waffenschmidt ins Spiel; Gründer des heutigen Elektro-Großhandels Saturn. Gemeinsam mit seiner Frau stiftet er Geld für die Restaurierung – und ist heute durch das kleine Saturn-Symbol im Fenster verewigt.
Saturn-Gründer Waffenschmidt will dem Kölner Dom nach seinem Tod „mehrere Millionen Euro“ stiften
Die Liebesbeziehung der Waffenschmidts zum berühmtesten Kölner Wahrzeichen hält bis heute an. Wie das Domradio 2008 berichtet, habe Waffenschmidt nach seinem Ableben weitere Geldspritzen für das kostspielige Wahrzeichen vorgesehen. „Ich beabsichtige, nach meinem Tod mehrere Millionen Euro an den Kölner Dombau Verein zu stiften“, wird er dort zitiert. „In einer Jahrhunderte langen Tradition stehend hatte sich das Ehepaar Waffenschmidt zwischen 2002 und 2005 mit einer Stiftung von mehreren Scheiben an der Rekonstruierung und Realisierung verschiedener Fenster im Kölner Dom beteiligt“, heißt es beim Domradio.
Saturn-Fenster im Kölner Dom – für Touristen gar nicht mal so einfach zu finden
Wer also das nächste Mal den Kölner Dom besichtigt, kann sich einmal auf die Suche nach dem Saturn-Fenster machen: Bei all den Prachtfenstern im Dom für Köln-Neulinge und Touristinnen wie Touristen ist es gar nicht mal so einfach zu finden. Übrigens: Wer noch mehr über den Kölner Dom lernen möchte, wird vielleicht bei unseren 9 Fakten zum Kölner Dom fündig. (mo) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.
Rubriklistenbild: © Vitalii Kliuiev/Imago & Pond5 Images/Imago

