Unwetterwarnung: Gewitter und Starkregen in NRW - „Es hört einfach nicht auf“
VonSimon Stock
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Bald ist Juni, doch wo ist der Sommer? Am Freitag drohen in Teilen von NRW erneut Gewitter und unwetterartigen Starkregen. Es gab Unwetterwarnungen.
Hamm - Es geht auf den Juni zu, da sollte das Wetter langsam in Richtung Sommer wechseln. Nun, kalt ist es zwar nicht. Aber auch nicht schön. Am Freitag, 24. Mai, müssen sich Menschen in Nordrhein-Westfalen sogar erneut auf Gewitter und unwetterartigen Starkregen einstellen. „Es hört einfach nicht auf“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Freitagnachmittag eine amtliche Unwetterwarnung der Stufe 2 (rot) vor schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel für mehrere Städte und Kreise herausgegeben. Die Gewitterfront wanderte von Osten bis zum Münsterland durch NRW.
Gewitter und unwetterartiger Starkregen in NRW - „Es hört einfach nicht auf“
Bereits über das lange Pfingstwochenende war das Wetter in weiten Teilen von NRW zum Vergessen - und örtlich sogar gefährlich. Nach einem Blitzeinschlag bei einem Jugendzeltlager in Soest mussten fast 40 Personen ins Krankenhaus. Am Dienstag nach Pfingsten schickte der Deutsche Wetterdienst gleich die nächste Unwetterwarnung hinterher.
Nach zwei etwas ruhigeren Tagen geht es am Freitag, 24. Mai, wieder los. Schon morgens zieht vom Sauerland her schauerartiger Regen über das Land. Der DWD spricht in seiner Wettervorhersage von „Starkregen mit Mengen zwischen 20 und 35 Litern pro Quadratmeter“.
Ab mittags kann der Starkregen schwerere Ausmaße annehmen. Über mehrere Stunden seien lokal vereinzelt „unwetterartige“ Mengen von 50 bis 60 l/qm möglich. Extrem heftiger Starkregen mit mehr als 60 l/qm in mehreren Stunden ist laut DWD allerdings nur gering wahrscheinlich. In der Nähe von Gewittern kann es Sturmböen und Hagel mit einem Durchmesser von bis zu zwei Zentimetern geben.
Dunkler Schlechtwetter-Streifen über NRW: Großwetterlage bleibt
Der dunkle Schlechtwetter-Streifen reicht von der Landesmitte von Nordrhein-Westfalen bis nach Thüringen und Bayern. „Da thronen besonders morgen schon wieder kräftige Starkregenfälle, eingelagert mit Gewittern. Irgendwo dort gibt es neue Unwetter“, sagte Dominik Jung von wetter.net am Donnerstag mit Blick auf das deutsche Wettermodell. Das britische, kanadische und französische Modell bringen Bewohnern von NRW keine besseren Nachrichten.
Freitag, 24. Mai: Höchstwerte zwischen 17 Grad im Südwesten und 23 Grad im Nordosten, in Hochlagen um 15 Grad, teils gewittrig mit Starkregen
Samstag, 25. Mai: Höchstwerte zwischen 17 Grad in Hochlagen und 21 Grad im Flachland, vereinzelt auch Gewitter mit Starkregen
Sonntag, 26. Mai: Temperaturanstieg auf 22 bis 24, in Hochlagen bis 18 Grad, einzelne Schauer oder Gewitter möglich
Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW
Am Wetterbild wird sich im Verlauf der kommenden Woche wohl grundlegend nichts ändern. Jung: „Die Großwetterlage wird wahrscheinlich noch eine ganze Weile weitergehen. Jeden Tag gibt es irgendwo Gewitter und Unwetterwarnungen in Deutschland - und das noch bis mindestens Anfang Juni.“
Am Samstag, 25. Mai, sind weiterhin vereinzelt Gewitter mit Starkregen möglich. Gewitter und Regen sind auch am Sonntag, 26. Mai, nicht ausgeschlossen. Allerdings soll es nach einer DWD-Prognose überwiegend heiter werden. Immerhin.