„Hohes Unwetterpotenzial“: Gewitter und Starkregen in NRW
VonSimon Stock
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Pfingsten ist vorbei, das Wetter blieb heikel. Am Dienstag kam es in NRW zu Gewitter, Starkregen und Sturmböen. Der DWD sprach von hohem Unwetterpotenzial.
Hamm - Blitz, Donner und viel Regen: Das Wetter über Pfingsten war in weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen zum Vergessen - und örtlich auch gefährlich. In Soest mussten nach einem Blitzeinschlag bei einem Jugendzeltlager fast 40 Personen ins Krankenhaus. Das lange Wochenende ist zwar vorüber, doch die Unwetterlage war es nicht. Auch am Dienstag, 21. Mai, kam es zu Gewittern und Starkregen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sprach von einem „hohen Unwetterpotenzial“. Es gab eine Unwetterwarnung, im Bergischen Land liefen sogar manche Keller voll.
Den Rest der Woche über bleibt es trüb, aber die Unwetterlage wird deutlich ruhiger. Bei höchstens 18 bis 22 Grad bleibt der Himmel am Mittwoch stark bewölkt und es soll gebietsweise Schauer geben. Auch am Donnerstag wird es bei maximal 19 bis 23 Grad hier und da nass. Am Freitag erreichen die Temperaturen höchstens 20 bis 24 Grad. Neben Schauern und schauerartig verstärktem Regen seien teils auch Gewitter möglich.
„Hohes Unwetterpotenzial“: In NRW drohen schwere Gewitter und Starkregen
Der DWD hatte am Dienstagmorgen eine „Vorabinformation Unwetter vor schwerem Gewitter“ herausgegeben. Sie galt für fast das gesamte Bundesland. Lediglich das nördliche Münsterland und Ostwestfalen-Lippe waren davon unberührt, dort blieb es meist trocken. Betroffen von der Unwettergefahr waren folgende Regionen:
Laut DWD fängt es am frühen Dienstagnachmittag mit schauerartigem Regen an, dann folgen „teils kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel“. Die Meteorologen halten Unwetter durch den Starkregen von Dienstag ab 14 Uhr bis in die Nacht zu Mittwoch, 22. Mai, stellenweise für wahrscheinlich – und sollten Recht behalten.
Für die Zeit von 14.30 bis 15.30 Uhr gab der DWD eine amtliche Unwetterwarnung von schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel für das südliche Ruhrgebiet und das Bergische Land heraus.
Blitzeinschlag bei Feuerwehr-Zeltlager - 38 Personen kommen ins Krankenhaus
NRW: „Gefahr von Überschwemmungen, Erdrutschen und vollgelaufenen Kellern“
Die Hauptgefahr am Dienstag bestand laut Wetterdienst durch lokal heftigen Starkregen. Vor allem in der Südwesthälfte und in Teilen der Mitte von NRW konnten 30 bis 40 Liter pro Quadratmeter vom Himmel kommen, kleinräumig sogar 60 bis vereinzelt 80 Liter. „Es besteht die Gefahr von Überschwemmungen, Erdrutschen sowie vollgelaufenen Kellern und Unterführungen. Allgemein besteht bei Gewittern die Gefahr von Blitzschlag“, hieß es. Auch über Pfingsten hatte der DWD eine Unwetterwarnung herausgegeben, die sich bewahrheitet hatte.