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Kampfjet-Nachtflüge über NRW – eine Region ist besonders betroffen

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Menschen in NRW müssen sich ab dem 5. Februar wochenlang auf militärischen Fluglärm einstellen. Kampfjets der Bundeswehr fliegen bis in die späten Abendstunden hinein.
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Kampfjets der Bundeswehr fliegen bis in die späten Abendstunden. Seit dem 5. Februar müssen sich Menschen in NRW auf diesen militärischen Fluglärm einstellen.

Hamm - Menschen in Nordrhein-Westfalen müssen sich ab dem 5. Februar für mehrere Wochen auf militärischen Fluglärm bis in die späten Abendstunden hinein einstellen. Das in Nörvenich im Kreis Düren stationierte „Taktische Luftwaffengeschwader 31 Boelcke“ führt Nachtflüge zu Übungszwecken durch.

Über Wochen Kampfjet-Nachtflüge über NRW – vor allem eine Region ist betroffen

Konkret sind die Übungsflüge in der Zeit vom 5. Februar bis zum 22. März 2024 geplant, wie die Bundeswehr auf ihrer Internetseite mitteilt. Die Eurofighter werden in der Zeit von Montag bis Donnerstag in die Luft gehen. An Freitagen und an den Wochenenden werden keine Kampfjets starten.

Eine zeitgenaue Ansetzung der Flüge gibt es nicht. Doch niemand muss Sorge haben, dass ihn Kampfjets mitten in der Nacht aus dem Schlaf reißen. Übungsflügen ist ein zeitliches Limit gesetzt. Sie dürfen nur außerhalb des Wochenendes und nur in der Zeit von 7 Uhr morgens bis 24 Uhr am Abend durchgeführt werden, wie das Luftfahrtamt der Bundeswehr in Köln-Wahn auf Nachfrage von wa.de erklärte.

Nächtliche Übungsflüge der Bundeswehr werden in der Regel in den Wintermonaten angesetzt, weil es schon früh dunkel wird. Die spätabendliche Lärmbelästigung für die Bevölkerung kann durch einen frühen Beginn der Flüge daher so gering wie möglich gehalten werden. „Die Flüge sind Teil der Normalen Übungs- und Trainingsmenge, die wir absolvieren müssen, um Fähigkeiten und Qualifikationen zu erhalten“, erklärte Oberleutnant Maximilian Kraft vom Taktischen Luftwaffen­geschwaders 31 ,bei 24RHEIN.

Westen und Südwesten von NRW besonders von Kampfjet-Nachtflügen betroffen

Darüber, wo genau in NRW ab dem 5. Februar mit Fluglärm zu rechnen ist, werden keine Angaben gemacht. Theoretisch können die Eurofighter-Piloten über dem gesamten Bundesland unterwegs sein, sicher aber werden der Westen und Südwesten betroffen sein – allein schon deshalb, weil die Kampfjets im Kreis Düren starten und wieder landen.

Der Standort Nörvenich ist einer von vier Eurofighter-Geschwadern in Deutschland – neben Laage (Mecklenburg-Vorpommern), Neuburg (Bayern) und Wittmund (Niedersachsen). Personal des Geschwaders aus NRW wurde bereits bei UN- und Nato-Missionen im Ausland eingesetzt.

Eurofighter, Tornado, A350: Diese Flugzeuge gibt es bei der Bundeswehr

Deutsche Tornado-Kampfjets auf dem Rückflug aus dem Irak
Der Jagdbomber Panavia 200 Tornado hat bald ausgedient, da die Maschinen des bis 1998 produzierten Flugzeugs so langsam das Ende ihrer Lebensdauer erreichen. Den Flieger gibt es bei der Bundeswehr in drei Varianten: Tornado IDS (Basisversion), Tornado ECR (bewaffnete Aufklärungsversion), Tornado Recce (unbewaffnete Aufklärungsversion). Das gemeinsam von Deutschland, Großbritannien und Italien entwickelte Mehrkampfflugzeug soll in Zukunft unter anderem durch F-35A aus amerikanischer Produktion ersetzt werden. © Luftwaffe/dpa
Ein Eurofighter startet auf dem Flugplatz Laage bei Rostock zu einem Übungsflug
Der derzeit modernste Kampfjet in den Reihen der Bundeswehr: der Eurofighter Typhoon. Bis zu 2.901,78 km/h schnell wird das gemeinsam von Deutschland, Großbritannien, Spanien und Italien entwickelte Flugzeug. Bis 2025 soll die vierte Tranche des Kampfjets ausgeliefert werden und damit die Eurofighter der Tranche 1 (Indienststellung: 2004) in den Beständen der Luftwaffe ersetzen. © Jens Büttner/dpa
Der Airbus A350-900 „Konrad Adenauer“ vor der Dienstreise von Bundeskanzler Olaf Scholz nach Lateinamerika am Flughafen Berlin-Brandenburg
Der Airbus A350-900 ist derzeit der größte und modernste Regierungsflieger der Bundeswehr. Insgesamt drei Exemplare des Großraumjets sind für die Flugbereitschaft im Einsatz. Ihre prestigeträchtigste Aufgabe ist der VIP-Transport des politisch-parlamentarischen Führungspersonals. © Kay Nietfeld/dpa
Ein roter Teppich wird vor dem Airbus A340 der Flugbereitschaft der Bundeswehr auf dem Flughafen Adisumarmo (Surakarta) in Indonesien ausgerollt
Die Airbus A340-300 war das Vorgängermodell die A350-900 bei der Flugbereitschaft der Bundeswehr. Nachdem es im Jahr 2018 zu vermehrten technischen Problemen mit den Großraumjets kam, wurde die Anschaffung der Nachfolger beschlossen. Die A340-300 bleibt derzeit allerdings noch parallel zum Nachfolgemodell im Dienst, nicht zuletzt deswegen, da noch nicht alle A350-900 mit einer vollumfänglichen Regierungskabine ausgestattet sind. © Raphael Huenerfauth/photothek/imago
Eine Airbus A400M vor dem Abflug vom Fliegerhorst Wunstorf, um Hilfsgüter für Opfer der Erdbebenkatastrophe in der Türkei und Syrien auszuliefern
Das Transportflugzeug Airbus A400M dient der Verschickung von Personal und Material. Bis zu 114 Soldaten finden in der Maschine Platz, die aber auch schwereres Gerät wie den Schützenpanzer Puma transportieren kann. Mit den Maschinen wurden auch Hilfsgüter für die Opfer der Erdbebenkatastrophe in der Türkei und Syrien im Februar 2023 ausgeflogen. © Moritz Frankenberg/dpa
Ein Transportflugzeug C-130J der Israeli Air Force wirft Frachtkisten an Fallschirmen über Israel ab
Das Transportflugzeug C-130J gibt es sowohl in der Tankerversion KC-130J als auch in der Transportversion C-130J-30 Super Hercules. Die Transportversion bietet Platz für bis zu 128 Personen oder 92 Fallschirmjäger oder acht Frachtpaletten und kann auch auf kurzen Pisten und auf unbefestigtem Untergrund starten und landen. Die Tankerversion kann Jets und Hubschrauber am Boden und in der Luft auftanken. Das Bild zeigt eine C-130J der Israeli Air Force im Einsatz © Ofer Zidon/imago
Eine Airbus A319CJ auf dem Flugfeld von oben
Die Airbus A319CJ ist ein weiteres Flugzeug in den Diensten der Flugbereitschaft der Bundeswehr. Seit Sommer 2010 verfügt sie über zwei Corporate Jetliner dieses Typs. Die Maschinen werden für VIP-Transporte des politisch-parlamentarischen Führungspersonals auf Kurz- und Mittelstreckenflügen eingesetzt und bieten Platz für bis zu 44 Personen. © Norbert Thomas/Bundeswehr
Ein Regierungsflieger Airbus A321-231 der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung bei einer „Touch & Go“-Landeübung auf dem Flughafen Leipzig / Halle bei Schkeuditz
Die Bundeswehr bezeichnet die Airbus A321-231 auch als „deutsche Air Force One“. Obwohl das Flugzeug auch Verwundete und Kranke befördern kann, ist seine Hauptaufgabe der VIP-Transport des politisch-parlamentarischen Führungspersonals auf Kurz- und Mittelstreckenflügen. Der Regierungsflieger kann bis zu 82 Passagiere, davon zwölf VIPs, transportieren. © Christian Grube/imago
T-38-Maschinen der US Air Force vor einem Sonnenuntergang
Die Maschinen vom Typ Northrop T-38C Talon stehen zwar in den Diensten der Bundeswehr, befinden sich jedoch auf der Sheppard Air Force Base in Texas in den USA. Für deutsche Piloten ist die Northrop T-38C Talon ein Schulflugzeug für den Flug im Überschallbereich, für dessen Nutzung sie in die USA reisen müssen. Das Foto zeigt T-38-Maschinen der US Air Force. © ZUMA Wire/imago
Eine Bombardier Global 5000 der Flugbereitschaft der Bundeswehr landet am Flughafen Hamburg Airport
Das Flugzeug Global 5000 kommt ausnahmsweise mal nicht von Airbus, sondern vom kanadischen Hersteller Bombardier. Es befördert kleinere VIP-Delegationen von bis zu 13 Personen auf Kurz- und Mittelstreckenflügen, in der Regel innerhalb Europas. © Kevin Hackert/imago
Ein Ölaufklärer DO 228 LM fliegt vor der Küste Deutschlands
Die Marine nutzt den Ölaufklärer DO 228 LM. Mit diesen Maschinen unterstützt sie das Havariekommando in Cuxhaven und Bundesverkehrsministerium im Kampf gegen Umweltkatastrophen: Mit Kameras und Sensoren können sie bei Tag und Nacht Verschmutzungen auf der Wasseroberfläche erkennen und diese melden. Damit helfen sie nicht nur bei Havarien, sondern gehen auch gegen illegale Müll- und Ölentsorgung durch Schiffe vor. © Matthias Döhler/Bundeswehr

Immer wieder finden in NRW militärische Übungen statt. Die niederländische Armee war mit Apache-Kampfhubschraubern im Tiefflug unterwegs. Seit dem vergangenen Jahr übt das Heimatschutzregiment 2 für einen Krisenfall. Die Übungen finden in Münster statt – und haben es in sich.

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