Areal des ehemaligen Kley-Gartencenters wird überplant

Schandfleck ist bald Geschichte: Neubau für die Autobahn GmbH kommt

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Verwahrlost: So sieht das Gebäude des ehemaligen Gartencenters derzeit aus. Die Deko-Oase schloss 2013.
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Die Politik wird in ihrer kommenden Sitzungsrunde die letzte Hürde für die Nachnutzung des Kley-Geländes an der Werler Straße nehmen. Statt des mittlerweile wenig ansehnlichen alten Gartencenters soll ein modernes Bürogebäude entstehen. Mieter wird die Autobahn GmbH.

Berge – Seit über zehn Jahren steht das ehemalige Gartencenter an der Werler Straße in Berge nun leer und gammelt vor sich hin. Zerbrochene Schaufensterscheiben und ein vermüllter Parkplatz geben an einem der meist befahrenen Straßenabschnitte in der Stadt Hamm kein gutes Bild ab. Jetzt geht der zähe Prozess der Nachnutzungsplanung des Areals wohl endgültig auf die Zielgerade.

Die letzten Anregungen und Stellungnahmen der unterschiedlichen Behörden bringen keine größeren Bedenken mehr ans Tageslicht. Die Politik soll in der nun bevorstehenden letzten Sitzungsrunde des Jahres den letzten Beschluss fassen. Mit der anschließenden öffentlichen Bekanntmachung kann im Jahr 2024 mit dem Bau eines modernen Bürogebäudes begonnen werden. Einen Mieter dafür gibt es bereits: Die Autobahn GmbH hat sich mit dem Investor bereits geeinigt, wie Sprecher Bernd Löchter bestätigt. Die Autobahn GmbH ist mit ihren rund 400 Mitarbeiten derzeit an drei Standorten in Hamm – Otto-Krafft-Platz, Marker Allee und Lilienthalstraße.

Vorschau: So soll das Bürogebäude auf dem heutigen Kley-Gelände aussehen. zeichnung: bob

Das laufende Bebauungsplanverfahren ist vorhabenbezogen, orientiert sich also konkret an den Planungen des Investors, der BOB project management GmbH aus Aachen und dessen beauftragten Architekturbüros Chapman Taylor.

Das Gebäude soll aus mehreren maximal viergeschossigen Gebäudeteilen bestehen und sich an den Straßenfluchten der Ostdorfstraße sowie der Werler Straße orientieren. Die Grundfläche der Büroimmobilie beträgt etwa 2 445 Quadratmeter. Insgesamt werden knapp 10 000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche entstehen. Die Gebäudeteile sind teilweise unterkellert. Es werden rund 100 Stellplätze auf einer Außenanlage entstehen. Davon werden knapp drei Viertel der Stellplätze mit Ladestationen ausgestattet.

Stadt Hamm begrüßt das Vorhaben

Die Stadt Hamm hat im Laufe des Verfahrens stets betont, dass sie das geplante Vorhaben in dieser Form begrüßt. Das Konzept stehe im Einklang mit allgemeinen städtebaulichen Grundsätzen und sei grundsätzlich geeignet, die städtebaulichen Potenziale dieser Örtlichkeit zu nutzen, heißt es in der Beschlussvorlage für die Politik.

Die Nachnutzung der heute überwiegend versiegelten und ungenutzt brach liegenden Fläche entspreche zudem in hohem Maß den Zielen einer ressourcenschonenden Flächenentwicklung, betont die Fachverwaltung. Beispielhafte Maßnahmen, die im Rahmen des vorhabenbezogenen Bebauungsplans zur Anwendung kommen, seien danach die Begrünung der notwendigen Stellplatzanlage sowie weiterer Grundstücksflächen, die anteilige Festsetzung versiegelungsoffener und bepflanzter Flächen auf dem Baugrundstück sowie Vorgaben zur Begrünung der geplanten Flachdächer. Ergänzend dazu werde auch die Nutzung regenerativer Energien fokussiert.

Mit dem Neubau wird auch das Radwegenetz in diesem Bereich verbessert.

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