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Saharastaub und Blutregen in NRW: Vorsicht beim Autowaschen!

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In der Atmosphäre über NRW befindet sich Saharastaub. Wenn es regnet, ist der Autolack in Gefahr. Beim Waschen sollte man deshalb gut aufpassen.

Hamm - Erneut hat sich Wüstensand in der Atmosphäre auf den Weg nach Deutschland gemacht. Genauer gesagt handelt es sich um Mineralstaubpartikeln aus der Sahara – im Volksmund Saharastaub genannt. Unter anderem in Nordrhein-Westfalen kann der Wüstensand die Sonne eintrüben. Wer vor hat, das schöne Wetter zum Autowaschen zu nutzen, sollte vorerst abwarten. Und wenn schon eine Staubschicht auf dem Auto liegt, ist Vorsicht angesagt.

Saharastaub und Blutregen in NRW – Vorsicht beim Autowaschen

Gerade wenn der sogenannte Blutregen eintritt, der Saharastaub also quasi aus den Wolken gewaschen wird, sollte beim Autowaschen aufgepasst werden. Der Saharastaub zog am Samstagabend nach NRW und kam bereits am Sonntag und Montag durch Regen herunter – das Phänomen wird dann Blutregen genannt. Und auch am Dienstag war der Spuk mit dem Saharastaub noch nicht vorbei, noch immer befindet er sich in der Luft.

Die Staubpartikel, die vom Himmel kommen, können den Autolack zerkratzen. Der ADAC rät grundsätzlich dazu, den Wagen von der Staubschicht zu befreien. „Schmutzige Fenster, Scheinwerfer und Rücklichter können die Sichtbarkeit beeinträchtigen.“ Zudem könnte sich der Saharastaub in den Lack einbrennen.

Saharastaub und Blutregen gefährdet den Autolack – Waschen mit viel Wasser

Autobesitzer sollten aber vorsichtig sein beim Waschen. Regel Nummer eins: viel Wasser verwenden. Der ADAC warnt, dass sonst die Sandpartikel mit einem Schwamm in den Lack einmassiert und Kratzer verursacht werden. Bei der Autowäsche zu Hause besteht allerdings auch das Problem, dass dies vielerorts nicht erlaubt ist. „Daher ist die Fahrt zu Waschanlage empfehlenswert“, so die Experten vom ADAC. Dabei ist wiederum wichtig, dass eine Vorwäsche durchgeführt wird.

Bei der Autowäsche nach Blutregen ist Vorsicht angesagt.

Wer doch zu Hause sein Auto vom Saharastaub befreien möchte, sollte definitiv nacharbeiten. Der ADAC rät, mit einem gut durchfeuchteten Lappen bei offenen Türen und Klappen die sonst verdeckten Blechflächen zu reinigen und dabei den Lappen oft zu reinigen, „damit der Staub nicht weitergetragen wird“.

Autowaschen nach Saharastaub und Blutregen: Innenraum prüfen

Auch der Innenraum des Autos sollte nicht vergessen werden. Wer einmal mit einem Lappen über das Armaturenbrett wischt, wird sofort sehen, ob sich die Staubpartikel auch innen abgesetzt haben. Wird der Lappen beim ersten Wisch sofort gelb, sollten Autobesitzer handeln. Der ADAC rät: „Zuerst aussaugen, wo es geht, dann die Oberflächen mit einem feuchten Lappen oder einem für den Innenraum geeigneten Reinigungsmittel säubern.“

Zum Abschluss lohnt ein Blick auf den Pollenfilter, also den Innenraumfilter. Wurde der schon länger nicht mehr gewechselt und hat nun zusätzlichen Saharastaub abbekommen, sollte er ausgetauscht werden. Sonst entlädt er seine Last in den Innenraum.

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa

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