Erster Frost in NRW – Meteorologen kündigen Wetterphänomen an
VonHannah Decke
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Der Herbst ist da. Am Sonntag zeigt er sich in NRW von seiner goldenen Seite, danach wird es aber wieder kühler. Die Nächte können mancherorts sogar schon frostig werden.
Hamm - Die ersten Blätter färben sich, die Übergangsjacke hatte bereits ihre ersten Einsätze: In NRW ist der Herbst eingezogen. Das Wetter zeigte sich im September eher von seiner ungemütlichen Seite, lediglich ein kurzer Altweibersommer war bislang drin. Am Sonntag, 28. September, klettern die Temperaturen für einen Tag noch einmal minimal nach oben – und die Sonne zeigt sich. Doch auch das wird nur ein kurzer „goldener Moment“ des Herbstes sein.
Denn der Start in die neue Woche fällt in NRW wieder deutlich unbeständiger aus. „Wechselnd bewölkt“ lautet die Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Am Nachmittag kann es dann auch wieder nass werden, Gewitter sind auch möglich. Die Temperaturen liegen allerdings noch immer bei bis zu 20 Grad. Am Dienstag wird es dann wieder etwas kühler, die Temperaturen liegen aber noch immer zwischen 14 und 18 Grad.
Prognose zeigt ersten Bodenfrost in NRW – mancherorts bis -1 Grad in der Nacht
„Während die Höchstwerte nur etwas niedriger sind als an diesem Wochenende, fallen die Temperaturen nachts deutlich in den einstelligen Bereich“, erklärt Michael Krucker von Wetteronline in seiner Prognose für die neue Woche. Bei klarem Himmel sei insbesondere ab der Wochenmitte auch Bodenfrost möglich.
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Das sagen auch die Experten vom DWD. In Tallagen des Berglandes liegen die Temperaturen in der Nacht zu Mittwoch bei um die 2 Grad, örtlich sei dann auch Frost in Bodennähe bei Temperaturen bis -1 Grad möglich. Das ist für Ende September nicht ungewöhnlich. Wer jedoch am Mittwochmorgen früh zur Arbeit muss, sollte sich lieber eine Winter- statt Übergangsjacke anziehen. Zwiebellook ist hier das Stichwort, immerhin steigen die Temperaturen tagsüber wieder auf um die 15 Grad an.
Außerdem sollten Autofahrer in der neuen Woche wachsam sein. „In den Nächten treten nun vermehrt herbstliche Phänomene in Erscheinung“, erklären die DWD-Meteorologen. Da wäre zum einen der erwähnte Frost, und zum anderen Nebel, „der bei Sichtweiten von weniger als 150 Metern auch wieder auf der Warnkarte des DWD in Erscheinung tritt“, heißt es.
Herbstzeit ist Nebelzeit
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erklärt: „Bei Nebel handelt es sich um eine Wolke an der Erdoberfläche. Gerade im Herbst, wenn die Nächte länger werden, kommt es häufiger zu diesem Wetterphänomen. In wolkenarmen Nächten findet eine Auskühlung der bodennahen Luftschichten statt, wodurch die Temperatur häufig bis zum Taupunkt absinkt. Der Taupunkt ist die Temperatur, die erreicht wird, wenn die Luft nicht mehr Wasserdampf aufnehmen kann und damit gesättigt ist. Ist dies der Fall, kondensiert der Wasserdampf in der Luft zu kleinen Wassertröpfchen, die wir als Nebel wahrnehmen. Da kalte Luft weniger Wasserdampf aufnehmen kann als warme Luft, ist dieser Prozess in der kalten Jahreszeit häufiger zu beobachten.“