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Lichter-Weihnachtsmarkt in Dortmund abgesagt – Veranstalter erheben schwere Vorwürfe

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Die „Winterlights“-Veranstalter haben den Lichter-Weihnachtsmarkt in Dortmund „schweren Herzens“ abgesagt. Sie äußern massive Kritik.

Dortmund – Das Hin und Her rund um den Lichter-Weihnachtsmarkt, jetzt „Winterlights“, in Dortmund geht weiter – und zwar vorerst in die letzte Runde. Denn die Veranstalter ziehen die Reißleine. Der Lichter-Weihnachtsmarkt im Revierpark Wischlingen findet im Jahr 2024 nicht statt. Es herrscht dicke Luft unter den Dortmunder Weihnachtsmarkt-Veranstaltern.

Absage für Lichter-Weihnachtsmarkt in Dortmund – Veranstalter erheben schwere Vorwürfe

Aus „verschiedensten Gründen“ sei es nicht gelungen, das angekündigte Markt- und Illuminationskonzept so umzusetzen, wie es die Veranstalter gerne getan hätten, heißt es in einer Mitteilung der Veranstalter am 4. November, nur dreieinhalb Wochen vor Markteröffnung. Der „Spagat zwischen der Kurzfristigkeit der Genehmigung sowie der Wirtschaftlichkeit als auch der Anzahl der verfügbaren Händler“ sei missglückt.

Besuch auf dem „Phantastischen Lichter-Weihnachtsmarkt“ im Dortmunder Fredenbaumpark.

Doch dabei belassen es die Veranstalter nicht. Sie erheben schwere Vorwürfe gegen „andere Veranstalter“. Die Rede ist von „Einschüchterungen“, weshalb Händler „trotz jahrelanger Präsenz in Dortmund“ bei den „Winterlights“ nicht zugesagt hätten. „Aber auch die Kurzfristigkeit der Genehmigungslage, resultierend aus der horrenden Forderung des Gastronomen vom Fredenbaumpark mit dem daraus folgenden Umzug in den Revierpark Wischlingen, die unverhältnismäßig hohe Kosten nach sich ziehen würde, war ebenso ein K.-o.-Kriterium“, heißt es weiter.

Streit um Weihnachtsmarkt im Dortmunder Fredenbaumpark – Umzug, Neuankündigung, Absage

Die Vorwürfe kommen nicht von ungefähr. Der Absage ging ein kaum zu durchblickendes Hin und Her rund um den Fredenbaumpark als Location für einen Weihnachtsmarkt voraus: Zuerst ersetzte die Veranstaltung „Winterlights“ den beliebten „Phantastischen Lichter-Weihnachtsmarkt“ (PLWM) im Fredenbaumpark. Zuvor hatte es Unstimmigkeiten zwischen dem PLWM-Gründer Gisbert Hiller und einer Veranstaltungs-GmbH gegeben, mit der der Weihnachtsmarkt 2022 und 2023 zusammen organisiert wurde.

Einige Monate später verkündeten die Veranstalter der „Winterlights“ dann einen Ortswechsel: Der Lichter-Weihnachtsmarkt werde im Revierpark Wischlingen stattfinden. Es hatte wohl erneut Unstimmigkeiten gegeben. Man sei sich mit dem Pächter der Gaststätte Schmiedingslust, der das alleinige Verkaufsrecht für Speisen und Getränke im gesamten Fredenbaumpark besitzt, nicht einig geworden, so die Winterlights Event GmbH + Co KG. Der Pächter selbst teilte mit, dass sich die Veranstalter nach einem ersten Angebot nicht mehr bei ihm gemeldet hätten.

Der Pächter, Marvin Ebi, kündigte Ende Oktober dann wiederum doch einen Weihnachtsmarkt im Fredenbaumpark an – organisiert von ihm und Elmar Kurz, ebenfalls Dortmunder Gastronom. Das „Lichterhaus Fredenbaumpark“ soll vom 21. November bis 5. Januar stattfinden – ein „echter mittelalterlicher Markt“ im Stil des beliebten „Phantastischen Lichter-Weihnachtsmarkts“. Bei der Ankündigung gab es an der ein oder anderen Stelle deutliche Seitenhiebe in Richtung der „Winterlights“-Veranstalter.

Vorwurf der Einschüchterungen zurückgewiesen

Im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten weist Gisbert Hiller den Vorwurf der Einschüchterungen von sich. Die Veranstalter der „Winterlights“ hätten viel versprochen, aber letztlich nicht halten können. In einem vergangenen Gespräch mit der Zeitung hatte der PLWM-Gründe bereits erklärt, dass viele Händler aus der Mittelaltermarkt-Szene nicht bereit gewesen seien, mit dem „Winterlights“-Veranstalter zusammenzuarbeiten. Grund seien hohe Standgelder.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Funke Foto Services/AndreasxBuck

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