900 Jahre Vergangenheit

Magisches Bachtal umgibt Wasserschloss im Ruhrgebiet: Zwischen Industrie und Waldromantik

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Das Herrenhaus von Haus Dellwig in Lütgendortmung ruht innerhalb eines beschaulichen Wassergrabens.
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Im magischen Dellwiger Bachtal im Westen von Dortmund thront ein romantisches Wasserschloss. Die Waldumgebung ist genauso beeindruckend wie das historische Gebäude.

Dortmund-Lütgendortmund – Der Eingang führt durch ein großes Tor. Nach einem zweiten, kleineren, öffnet sich der große Vorhof des Wasserschlosses. Eine alte Robinie steht in der Mitte, ihre ausladenden Äste spenden Schatten.

Bogenbrücke führt zum Herrenhaus: Haus Dellwig ruht inmitten eines Wassergrabens

Haus Dellwig ruht regelrecht hinter diesen Toren. Es ist umgeben von einem stillen Wassergraben, in dem sich manchmal Karpfen und kleinere Fische entdecken lassen. Nil- und Kanadagänse wohnen hier mit ihren Jungtieren. Zum Herrenhaus des Wasserschlosses führt eine Bogenbrücke übers Wasser.

Der Innenhof mit Vorburg von Haus Dellwig – hier befindet sich das Heimatmuseum Lütgendortmund.

Das alte Sandstein-Gemäuer mit rotem Dach und grünen Fensterläden fügt sich perfekt in die romantische Landschaft ein. Alte Bäume stehen rund ums Wasserschloss, dicke Buchen und riesige Pappeln, und das Highlight: Eine 190 Jahre alte Magnolie, die ihre langen Äste weit über den Boden streckt. Ihre Rinde ist an manchen Stellen glatt gerubbelt von kletternden oder rastenden Menschen. Der Baum wirkt, als freute ihn das. Eine Bank davor lädt zur Rast ein, mit Blick aufs Schloss.

Malerisches Dellwiger Bachtal lädt zu ausgedehntem Spaziergang ein

Im Jahr 1179 wurde Haus Dellwig zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Es war damals Rittersitz und Stammhaus des Geschlechts „Delwig“, wie es auf der Website des Heimatmuseums Lütgendortmund heißt. Durch Vererbungen wechselte es die Besitzer, 1904 wurde es zunächst von der Gelsenkirchener Bergwerks AG gekauft, später, 1978, von der Stadt Dortmund. Herrenhaus und Ländereien sind heute landwirtschaftlich verpachtet.

Diese Magnolie im Garten von Haus Dellwig ist bereits rund 190 Jahre alt.

Wer Haus Dellwig in Lütgendortmund besuchen will, sollte etwas mehr Zeit einplanen. Denn der Wald im malerischen Dellwiger Bachtal mit Mühlenteich und Moränenlandschaft ist so beeindruckend wie das Schloss selbst. Schmale Pfade lassen die Magie des Waldes wirken, am Teich leben Enten, Blässhühner, Frösche, ab und an zeigt sich ein Reiher.

Heimatmuseum in der Vorburg zeigt Leben von damals

In unmittelbarer Nähe liegt auch das LWL Industriemuseum Zeche Zollern II/IV. Das in der Vorburg des Wasserschlosses untergebrachte Heimatmuseum zeigt, wie die Menschen in Lütgendortmund und in der Umgebung früher gewohnt und gearbeitet haben.

In einem Örtchen im Osten Westfalens steht ebenfalls ein malerisches Schloss. Umgeben von einer Lindenallee, verschiedenen historischen Gärten und sogar einer Grotte lässt sich auch hier Magie entdecken.

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