Problemfall Solebecken

Maximare: Energie löst sich in Luft auf - doch Lösung ist in Arbeit

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450 Quadratmeter groß ist das Außenbecken des Maximare.
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Aktuell löst sich im Maximare in Hamm Energie buchstäblich in Luft auf. Grund dafür ist, dass die Plane, die das Solebecken im Außenbereich nachts abdecken soll, seit rund zwei Jahren defekt ist.

Hamm – Mit einer neuen Plane könnten im Maximare rund zwei Millionen Kilowattstunden Wärme pro Jahr eingespart werden. Das wäre ein Viertel des Wärmeverbrauchs und mehr, als durch die weiteren kürzlich im Zuge der Energiekrise angestoßenen Sparmaßnahmen zusammen erreicht werden könnte, hatte es zuletzt bereits geheißen. Noch in diesem Jahr könnte deshalb eine neue Plane im Außenbereich des Freizeitbades installiert werden. Das teilten die Stadtwerke als Eigentümer auf WA-Anfrage mit.

Veranschlagte Kosten für die Plane: Rund 100.000 Euro

Derzeit sei man zusammen mit dem einzigen deutschen Anbieter solcher Planen im Austausch, um das für das Maximare passende Modell zu konfigurieren. Danach werde bestellt. Rund 100.000 Euro wird die Plane nach Angaben von Stadtwerke-Sprecherin Cornelia Helm am Ende kosten.

Warum nicht direkt nach dem Defekt der vorherigen Plane Ersatz beschafft wurde? Bis zum Beginn der exorbitanten Preissteigerungen für Energie habe sich eine Neuanschaffung mit Blick auf Kosten und Nutzen nicht gerechnet, heißt es. Das sei nun anders. Dementsprechend werde nun schnell an einer Lösung gearbeitet.

„Ein System auf dem aktuellsten Stand der Technik“

Die neu gefertigte Plane werde weitgehend aus Plastik bestehen, aber auch Solartechnik könne verbaut werden, um die Elektronik der wahrscheinlich automatisch betriebenen Abdeckung zu versorgen. „Das wird am Ende ein System auf dem aktuellsten Stand der Technik sein und soll dann natürlich auch wieder etliche Jahre halten – und so viel Energie einsparen“, erklärte Helm.

Auch, wenn noch kein konkreter Zeitpunkt genannt werden könne, gehen die Hammer Stadtwerke von einer verhältnismäßig zeitnahen Lieferung der überdimensionalen Pool-Abdeckung aus. Noch in diesem Jahr soll die Plane fertig sein und am rund 450 Quadratmeter großen Solebecken installiert werden.

Weil es sich um eine Anschaffung zur Einsparung von Energie handele, könne das Projekt von öffentlicher Seite gefördert werden. Auf den kompletten Kosten dürften die Stadtwerke somit nicht sitzen bleiben. Der entsprechende Förderantrag sei bereits gestellt und auch bewilligt worden. Nur die Fördersumme sei noch unklar, so Helm.

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