- VonTorsten Haarmannschließen
Mega-Projekte: Die Pläne zur Maxipark-Erweiterung, IGA 2027 und Grünen Umweltachse sind gemacht. Nun darf am 15. August bei der Öffentlichkeitsbeteiligung noch einmal mitgeredet und gefragt werden.
Werries – Was vor acht Jahren mit der Vision von einer „Neuen Mitte Uentrop“ begann, soll bald ein Stück Wirklichkeit werden. Die ersten Pläne des städtebaulichen Meilensteins sind gemacht. Nun haben vor allem Nachbarn des Maxiparks oder, kurzum, alle interessierten Bürger einmal mehr die Möglichkeit, mitzureden.
Die Stadt Hamm lädt für Dienstag, 15. August, 18 Uhr, zur Öffentlichkeitsbeteiligung „Neues für Werries: Grüne Umweltachse, Maxipark-Erweiterung, IGA 2027“ ein. Der Größe der Pläne entsprechend und auf ein breites Interesse vorbereitet, findet die Informationsveranstaltung im großen Festsaal des Maximiliansparks statt.
Was die Uentroper SPD unter dem Arbeitstitel „Neue Mitte Uentrop“ 2015 in Bewegung brachte, soll in den kommenden Jahren und Jahrzehnten in diverse Projekte münden und das Herz des Hammer Ostens fit für die Zukunft machen. Mit der Beteiligung der Stadt Hamm an der Internationalen Gartenausstellung 2027 (IGA) im Ruhrgebiet sind für die ersten konkreten Umsetzungen das zeitliche und örtliche Umsetzungsziel gesetzt. Konkret geht es in der Öffentlichkeitsbeteiligung um die östliche Erweiterung des Maximilianparks zur IGA samt der Erneuerung des Bereichs am Haupteingang – südliche Teil der Grünen Umweltachse. All das soll bis Anfang 2027 fertig sein.
Neue Mitte Uentrop: Maxiparkerweiterung
Zur IGA wächst der Maxipark. Vorgesehen ist ein Verbindungsweg von der Werkstatthalle im Park, am Unternehmen Schroeder & Sohn vorbei bis zur östlichen Erweiterung. Auf der bislang landwirtschaftlich genutzten Fläche ist ein Gartenkompetenzzentrum als IGA-Beitrag geplant. Südlich des Unternehmens soll ein neuer Betriebshof entstehen.
Unter Anwohnern sorgt der geplante neue, große Parkplatz zwischen Kompetenzzentrum und Braamer Straße für Gesprächsstoff. Sie befürchten, dass sich der Verkehr künftig bei Großveranstaltungen über die Braamer Straße quält und der Parkdruck in ihre Wohngebiete verlagert. Die Stadtverwaltung hatte im Vorfeld signalisiert, dass die Zahl der Parkplätze bei den bisher rund 900 bleiben soll. Zur IGA würde aber deutlich mehr Parkraum vorhanden sein. Denn die geschotterten Parkplätze an der Ostwennemarstraße bleiben zunächst erhalten. Sie sollen erst in späteren Jahren im Zuge weiterer Bauabschnitte der Grünen Umweltachse überplant werden.
Neue Mitte Uentrop: Grüne Umweltachse
Die Grüne Umweltachse ist das Ergebnis eines Architektenwettbewerbs. Sie betrifft eine umfassende Umgestaltung der Verbindung vom Kanal bis zum Maxipark. Der erste Bauabschnitt betrifft die Eingangssituation des Parks entlang des gesamten Werner-Figgen-Wegs. Der unmittelbare Parkeingang verbreitet, der Autoparkplatz zum Fahrradterminal. Neue Stellplätze für Fahrzeuge entstehen durch den Abriss des maroden Hausmeisterhauses am Alten Grenzweg.
Westlich des Werner-Figgen-Weg ist ein Sport- und Bewegungsparcours geplant. An der Einmündung der Ostwennemarstraße entsteht ein Entree für den Park. Das Sportgelände des Stein-Gymnasiums wird kleiner, aber zu einem richtigen Sportplatz ausgebaut.
Neue Mitte Uentrop: Thementische
Zu den Plänen gibt es noch eine Menge mehr zu sagen. Zu Beginn der Öffentlichkeitsbeteiligung werden sie in Kurzvorträgen vorgestellt. Folgende Themen sind gesetzt: IGA, Grüne Umweltachse, Rahmenplanung, Mobilität und Bebauungspläne. Danach laden Planer und weitere Fachleute die Teilnehmer an entsprechende Thementische zur Diskussion ein. Dafür plant die Stadtverwaltung viel Zeit ein. Jeder soll sein Anliegen und seine Fragen zur Sprache bringen können. Ziel ist es, dass sowohl Verwaltung als auch Bürger ein umfassenden Bild der Planungen bekommen.
Zum Abschluss der Veranstaltung ist eine Ergebnisschau vorgesehen, in der die an den Tischen diskutierten Kernthemen und möglichen Sorgen zusammengefasst werden sollen.