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Die Stadt Hamm hat die Pläne für die neue Fahrradhauptroute aus Herringen in die Innenstadt vorgestellt. Das Maßnahmenpaket umfasst rund 30 Vorschläge.
Hamm – Um den Radverkehr zu fördern und für mehr Sicherheit zu sorgen, hat die Stadt Hamm den Ausbau von elf Hauptrouten aus den größeren Ortsteilen in die Innenstadt beschlossen. Nach Uentrop, Rhynern und Pelkum wurde jetzt die sechs Kilometer lange Hauptroute für den Stadtbezirk Herringen vorgestellt, die vom Marktplatz zur Fahrrad-Promenade führt – und das alles entlang beziehungsweise auf der Dortmunder Straße, dem Herringer Weg, der Langen Straße und der Wilhelmstraße.
Radhauptroute soll Herringer sicher in die Hammer Innenstadt führen
Die Beschlussvorlage für die Radhauptroute steht auch auf der Tagesordnung der Bezirksvertretersitzung am Donnerstag, 12. September. Bezirksbürgermeister Franz Tillmann betonte, dass es noch den einen oder anderen ergänzenden Antrag geben werde, beispielsweise zur Verbesserung der Situation zwischen dem Bürgeramt und der Ulu-Moschee.
Vorgestellt wurden die Pläne von OB Marc Herter, Stadtbaurat Andreas Mentz sowie von Wibke Schlößer und Christian Maßmann vom Tiefbau- und Grünflächenamt. Von der Fahrrad-Promenade kommend, führt die Route zunächst gemeinsam mit der Hauptroute Pelkum über die Fußgängerzone und die Neue Bahnhofstraße und weiter über die Wilhelmstraße bis zur Einmündung Lange Straße/Vorheider Weg. Hier zweigt die Hauptroute Herringen dann auf die Lange Straße ab und führt bis zur Radbodstraße. Die Lange Straße kann nicht zur Fahrradstraße umbeschildert werden, da der Radverkehrsanteil deutlich geringer als der übrige Fahrzeuganteil ist. Über den Bonifatiusweg geht es weiter zum Herringer Weg und dann über die Dortmunder Straße und die Neufchâteaustraße zum Marktplatz.
Schon jetzt sind erste Maßnahmen umgesetzt worden
Wie Wibke Schlößer sagte, sind erste kleine Maßnahmen wie rot markierte Fahrradstreifen im Bereich der Ortsdurchfahrt Herringen bereits umgesetzt worden. Weitere sollen folgen, ebenso das Auftragen von Piktogrammen und eine bessere Ausschilderung.
Geplante größere Maßnahmen sind unter anderem entlang der Wilhelmstraße vorgesehen. Für die Einmündung Herringer Weg/Bonifatiusweg ist der Umbau der Ampelanlage geplant. Entlang des Herringer Wegs gebe es, so Schlößer, besondere Herausforderungen. Dazu gehöre der Umbau der Engstellen zugunsten der Radfahrer. Für den Abschnitt bis zur Schachtstraße ist unter anderem der Neubau von zwei Querungshilfen – am Herringer Weg östlich des Knotenpunktes Dortmunder Straße und an der Dortmunder Straße auf Höhe der Albert-Funk-Straße – geplant. Einzelne Radwege sollen zudem fahrradfreundlicher gestaltet werden.
Herringen hat schon jetzt eine direkte Radverbindung in die Innenstadt
Auch auf den Nebenstrecken soll sich etwas tun. „Zwischen Schulzenweg und Breiter Hecke sind eine Beleuchtung und eine abschnittsweise Deckensanierung vorgesehen“, sagte Maßmann. Mit aufgenommen in die Prüfung wurden auch die Anbindungen an die Arnold-Freymuth-Gesamtschule und an das Wohngebiet Herringer Heide mit der Außenstelle des Friedrich-List-Berufskollegs und den Kindergärten. Insgesamt umfasst das Maßnahmenpaket rund 30 Vorschläge. Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, die Maßnahmen bis 2030 umzusetzen. Alle Strecken habe man, so Schlößer, im Vorfeld mit dem ADFC abgefahren.
Zwischen Schulzenweg und Breiter Hecke sind eine Beleuchtung und eine abschnittsweise Deckensanierung vorgesehen.
Oberbürgermeister Herter verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass es zwar schon eine direkte Radverbindung von Herringen in die Innenstadt gebe – und zwar auf dem Mitteldeich. Sie diene aber eher der Naherholung. Außerdem gebe es nur wenige Anschlüsse an vorhandene Radwege im Ortsteil selbst.
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