Ideen für Pelkum: An insgesamt 56 Punkten in den Stadtbezirken Pelkum und Hamm-Mitte sollen die Hauptroute Pelkum und die Nebenstrecken im Radwegenetz ausgebaut beziehungsweise optimiert werden.
© Stadt Hamm
- VonStefan Gehreschließen
Die Stadt Hamm hat jetzt die Pläne für die Hauptroute Pelkum vorgestellt. An insgesamt 56 Punkten soll ausgebaut werden. Der WA beantwortet die wichtigsten Fragen.
Pelkum – Das Radwegenetz im Stadtbezirk Pelkum soll in den kommenden Jahren ausgebaut beziehungsweise optimiert werden. Die künftige Hauptroute von der Fahrrad-Promenade in der Innenstadt bis zum Selbachpark und die Nebenverbindungen stellten OB Marc Herter, Bezirksbürgermeister Axel Püttner sowie Wibke Schlößer und Christian Maßmann vom Tiefbau- und Grünflächenamt der Stadt Hamm vor.
Was ist das Ziel des Projekts?
Durch den Ausbau der einzelnen Routen sollen Komfort und Sicherheit für die Radfahrer verbessert und somit die Grundlage für eine Stärkung des Radverkehrsanteils geschaffen werden. Dies ermöglicht eine Reduzierung der Kfz-Fahrleistung und der CO₂-Emission. „Die neuen Hauptrouten sind ein wichtiger Beitrag zur Verkehrswende in Hamm“, so Herter.
Um wie viele Kilometer Radweg handelt es sich insgesamt?
Pelkum ist eine von elf Hauptrouten, die die Stadtbezirke/Außenbereiche mit der Innenstadt verbinden sollen. Insgesamt sind das 110 Kilometer. „Die Hauptroute Pelkum ist 12 Kilometer lang. Hinzu kommen 26 Kilometer Nebenverbindungen“, so der OB. Die Routen werden im Uhrzeigersinn bearbeitet, bis 2025 sollen die Planungen beendet sein. „Mit der Hauptroute Pelkum feiern wir Bergfest“, sagte Herter. Als Nächstes seien Herringen, Bockum-Hövel und Heessen an der Reihe. Ziel sei es, die Hauptrouten sukzessive bis 2030 auszubauen. Die ersten Maßnahmen seien bereits umgesetzt worden beziehungsweise in der konkreten Planung.
Was ist im Stadtbezirk Pelkum bzw. Mitte geplant?
Für die Hauptroute und die Nebenverbindungen wurden insgesamt 56 Einzelmaßnahmen vorgeschlagen – von Markierungen über die Einrichtung von Fahrradstraßen bis hin zu aufwendigen Maßnahmen wie dem Bau von Ampeln, Radwegen und Beleuchtungsanlagen. Alle werden geprüft. Einfache Unterhaltungsmaßnahmen wie zum Beispiel Oberflächenausbesserungen können als Sofortmaßnahmen umgesetzt werden. Zu den kurzfristigen Maßnahmen gehören die Verbesserung der vorhandenen Beleuchtung und Wegweisung sowie die bessere Kenntlichmachung der Radwege.
Wann ist mit einer Umsetzung zu rechnen?
Sofortmaßnahmen sollen innerhalb des ersten Jahres nach Beschluss der Planung umgesetzt werden. „Die Umsetzung aller Maßnahmen der einzelnen Routen erfolgt innerhalb von drei bis vier Jahren nach deren Beschluss“, hieß es.
Hauptroute und Nebenverbindungen: Wibke Schlößer (Stadt Hamm), Bezirksbürgermeister Axel Püttner, Christian Maßmann (Stadt Hamm) und OB Marc Herter präsentierten die Pläne für den Radverkehr im Stadtbezirk Pelkum. Karte: Stadt hamm
© Robert Szkudlarek
Was ist entlang der Hauptroute Pelkum vorgesehen?
Abseits der Wilhelmstraße geht es später entlang der Ackerstraße in Richtung Friedrich-Ebert-Park – und damit in den Stadtbezirk Pelkum. Die hier vorhandenen Wegeführungen sollen zur Optimierung der Nordost-West-Verbindung für den Radverkehr ausgebaut werden. Anschließend stellt sich der Routenverlauf wie folgt dar: Auf der Geist, Lohauserholzstraße, Albert-Spieker-Weg, Liboriusweg, Auf dem Daberg und Kamener Straße (bis zur Großen Werlstraße). Abseits davon soll die Möglichkeit geschaffen werden, durchs CreativRevier Heinrich Robert zu fahren.
Über die Große Werlstraße und den Kobbenskamp erreicht die Route weiter westlich wieder die Kamener Straße, quert sie und durchquert das Wohngebiet westlich davon, um anschließend den Selbachpark zu erreichen. Hier endet die Route.
Zu den größeren Baumaßnahmen im Stadtbezirk Pelkum gehört der Bau einer Lichtsignalanlage westlich der Einmündung der Großen Werlstraße, durch die „eine sichere Querung für den Radfahrer und Fußgänger über die Kamener Straße ermöglicht wird“. Der circa 300 Meter lange Trampelpfad zwischen Im Westfeld und Selbachpark solle zu einem asphaltierten Weg ausgebaut werden.
Die Routenplanung sei, wie Schlößer und Maßmann sagten, im Vorfeld mit dem ADFC durch eine Bereisung und Erörterung erarbeitet worden. Viele Abschnitte seien bereits vorhanden, anderen müssten ertüchtigt oder neu gebaut werden. Von der Fahrrad-Promenade kommend, führe die Route in Richtung Wilhelmstraße. Für die Unterquerung der Gleisanlagen sei eine Planung einschließlich Verkehrssimulation erforderlich, sagte Maßmann.
Über die Große Werlstraße und den Kobbenskamp erreicht die Route weiter westlich wieder die Kamener Straße, quert sie und durchquert das Wohngebiet westlich davon, um anschließend den Selbachpark zu erreichen. Hier endet die Route.
Zu den größeren Baumaßnahmen im Stadtbezirk Pelkum gehört der Bau einer Lichtsignalanlage westlich der Einmündung der Großen Werlstraße, durch die „eine sichere Querung für den Radfahrer und Fußgänger über die Kamener Straße ermöglicht wird“. Der circa 300 Meter lange Trampelpfad zwischen Im Westfeld und Selbachpark solle zu einem asphaltierten Weg ausgebaut werden.
Die Routenplanung sei, wie Schlößer und Maßmann sagten, im Vorfeld mit dem ADFC durch eine Bereisung und Erörterung erarbeitet worden. Viele Abschnitte seien bereits vorhanden, anderen müssten ertüchtigt oder neu gebaut werden. Von der Fahrrad-Promenade kommend, führe die Route in Richtung Wilhelmstraße. Für die Unterquerung der Gleisanlagen sei eine Planung einschließlich Verkehrssimulation erforderlich, sagte Maßmann.
Welche Vorschläge gibt es für die Nebenverbindungen?
Die alternativen Routen Östingstraße und im weiteren Verlauf Baumhofstraße und Zum Wiescherbach sind wichtig für die „schnelle Erreichbarkeit der Ortsteile Lohauserholz, Selmigerheide und Wiescherhöfen“. In den Einmündungsbereichen entlang der Martinstraße sind Maßnahmen geplant, um auf den bevorrechtigten Radverkehr aufmerksam zu machen. Die Baumhofstraße wird durchgängig beleuchtet. In den Abschnitten, in denen sie noch aus wassergebundener Decke besteht, wird sie asphaltiert. „Diese Maßnahme haben wir bereits beschlossen“, hofft Püttner auf eine zeitnahe Umsetzung.
Geplant ist auch eine direkte Wegeverbindung von der Lohauserholzstraße bis zur Heinrich-Heine-Straße. Der Trampelpfad südlich der Lohauserholzstraße werde schon jetzt stark genutzt, so Maßmann. Über die geplante Anbindung an die Heinrich-Heine-Straße könnten von dort die Schulen und Kindergärten ebenfalls auf kurzem Wege erreicht werden.
Geplant ist auch eine direkte Wegeverbindung von der Lohauserholzstraße bis zur Heinrich-Heine-Straße. Der Trampelpfad südlich der Lohauserholzstraße werde schon jetzt stark genutzt, so Maßmann. Über die geplante Anbindung an die Heinrich-Heine-Straße könnten von dort die Schulen und Kindergärten ebenfalls auf kurzem Wege erreicht werden.
Wie geht es jetzt weiter?
Beschlussorgan ist der Ausschuss für Stadtentwicklung, Wohnen und Mobilität. Viele kleine Maßnahmen sollen kurzfristig umgesetzt werden. Dort, wo es machbar und erforderlich ist, werden bei den mittelfristigen, größeren Maßnahmen die Ausbaupläne zum Beschluss vorgelegt und soweit möglich zur Landesförderung angemeldet.
