Häusliche Gewalt

Schwangerer Frau mit Messer in den Bauch gestochen: Mann sitzt in U-Haft

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Eine schwangere Frau ist in Schloß-Holte Stukenbrock offenbar Opfer von schwerer häuslicher Gewalt geworden. Ihr eigener Freund soll sie mit einem Messer schwer verletzt haben.

Update von 22. April, 14.28 Uhr: Zu dem Messerangriff in Schloß-Holte Stukenbrock (Hinweis der Redaktion: Zunächst hatten wir berichtet, dass sich die Tat in Rheda-Wiedenbrück ereignet habe, das haben wir korrigiert) sind neue, entsetzliche Details bekannt geworden. Ein 28-Jähriger soll seiner ebenfalls 28 Jahre alten Freundin mit einem Messer in den Unterleib gestochen haben. Die Tat an sich wäre schon schlimm genug – die Frau ist allerdings auch noch schwanger. Die gute Nachricht: Das Kind habe nach jetzigem Stand keine Verletzungen davongetragen.

„Ein Haftrichter erließ nun einen Untersuchungshaftbefehl gegen den Mann“, teilen Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Gegen ihn werde wegen „gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit versuchtem, besonders schwerem Schwangerschaftsabbruch“ ermittelt.

Messerangriff auf eigene Freundin? Mordkommission „Vogel“ ermittelt

[Erstmeldung] Bielefeld/Gütersloh – Bei einer folgenschweren Auseinandersetzung ist am Sonntag, 21. April, eine 28-jährige Frau in der Straße „Hellweg“ in Schloß-Holte Stukenbrock (NRW) schwer verletzt worden. Lebensgefahr habe nicht bestanden, wie ein Sprecher der Polizei auf wa.de-Nachfrage mitteilt – trotzdem ermittelt nun eine Mordkommission.

Nach ersten Erkenntnissen soll der ebenfalls 28 Jahre alte Freund des Opfers auf die junge Frau mit einem Messer eingestochen haben. „Gegen 13.50 Uhr erhielt die Leitstelle der Kreispolizeibehörde Gütersloh Kenntnis zu der häuslichen Gewalt in einer Wohnung in der Straße Hellweg“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Staatsanwaltschaft Bielefeld und des Polizeipräsidiums Bielefeld. „Nach den bisherigen Informationen wird ein 28-Jähriger aus Rheda-Wiedenbrück verdächtigt, seine ebenfalls 28-jährige Freundin aus Schloß Holte-Stukenbrock mit einem Messer schwer verletzt zu haben“, heißt es.

Frau in Rheda-Wiedenbrück nach Messerangriff schwer verletzt

Dem Vernehmen nach soll sich die Frau derzeit noch zur Behandlung im Krankenhaus befinden, zu ihrem aktuellen Zustand ist nichts bekannt. Auch ist noch nicht klar, wer die Einsatzkräfte alarmiert hat. Die Ermittlungen stehen offenbar zudem noch am Anfang. Dennoch scheint sich ein Anfangsverdacht gegen den besagten Freund erhärtet zu haben. „Zu der Auseinandersetzung während einer häuslichen Gewalt haben die Staatsanwaltschaft Bielefeld und die Mordkommission ‚Vogel‘ die Ermittlungen aufgenommen“, heißt es.

Gütersloher Polizisten nahmen demnach den Tatverdächtigen noch vor Ort fest. „Die weiteren Ermittlungen werden durch eine Bielefelder Mordkommission, unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Alexander Scholz, gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Bielefeld fortgeführt“, heißt es. Mit weiteren Informationen ist im Laufe des Tages zu rechnen.

Acht Personen wurden außerdem während eines nächtlichen Einsatzes in Unna verhaftet. Die Polizei hat sie bei einem schweren Bandendiebstahl auf frischer Tat ertappt. In Ibbenbüren eskalierte derweil offenbar ein Familienstreit. Zwei Männer wurden dabei mit einem Küchenmesser zum Teil schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter stellte sich schließlich. Auch in Dortmund ist es am Wochenende zu einem Messerangriff gekommen. Auf Bildern sind Blutspuren im Unionviertel zu erkennen.

Rubriklistenbild: © Christoph Reichwein/dpa

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