VonMarvin K. Hoffmannschließen
In Ibbenbüren eskalierte ein Familienstreit. Zwei Männer wurden mit einem Messer verletzt. Der mutmaßliche Täter stellte sich der Polizei. Sein Wagen wird aber noch gesucht.
Update vom 23. April, 7.45 Uhr: Nach der Festnahme eines 28-jährigen Ibbenbüreners, der am Samstag, 20. April, seinen Bruder und seinen Schwager mit einem Messer teils lebensgefährlich verletzt hatte, hat ein Richter am Amtsgericht Münster auf Antrag der Staatsanwaltschaft nun Haftbefehl wegen versuchten Totschlags gegen den Tatverdächtigen erlassen.
Update vom 22. April, 18.04 Uhr: Nachdem in Ibbenbüren ein Mann seinen Bruder und seinen Schwager mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben soll, sucht die Polizei den Wagen, mit dem der Tatverdächtige zunächst geflohen war. „Es handelt sich dabei um einen grauen VW Touran aus dem Jahr 2004 mit dem Kennzeichen BF-AL 7“, so die Ermittlungsbehörden. Die Polizei bittet Zeugen, die das Fahrzeug ab Samstag, 20. April, gesehen haben, sich bei der Polizei unter der Rufnummer (0251) 275-2222 zu melden.
Nach jetzigem Ermittlungsstand der Polizei war ein Streit zwischen den Männern gekommen. Nach der Tat war der 28-jährige mutmaßliche Täter zunächst geflohen. Er stellte sich später auf einer Polizeiwache. Gegen den Mann wurde ein Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen. „Der 30-jährige verletzte Schwager des Tatverdächtigen befindet sich nicht mehr in Lebensgefahr“, so die Polizei.
Schwager und Bruder in Ibbenbüren mit Messer angegriffen
[Erstmeldung] Ibbenbüren – Ein Familienstreit ist offenbar am Samstagnachmittag, 20. April, gegen 16.15 Uhr in einem Einfamilienhaus in Ibbenbüren (NRW) eskaliert. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung der Staatsanwaltschaft Münster, der Polizei Steinfurt und der Polizei Münster hervor. Jetzt ermittelt eine Mordkommission.
Ersten Erkenntnissen zufolge soll ein 28-Jähriger einen 30-Jährigen mit einem Messer schwer verletzt haben. Auch ein 31 Jahre alter Mann sei an der Hand verletzt worden. Alle drei Männer sollen miteinander verwandt sein.
„Nach bisherigen Ermittlungen kam es zwischen dem 28-Jährigen und seinem 30-jährigen Schwager an der Anschrift des Täters an der Rosenstraße zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung“, heißt es. Im weiteren Verlauf habe der 28-Jährige seinen Schwager und seinen 31-jährigen Bruder mit einem Küchenmesser verletzt. Der 31-Jährige sei durch das Messer leicht an seiner Hand worden, der 30-Jährige sei im Bauchraum schwer verletzt worden. Rettungskräfte haben ihn später in ein Krankenhaus gebracht.
Tatverdächtiger flüchtet mit Pkw und stellt sich dann
„Der Tatverdächtige flüchtete zunächst mit einem Pkw, stellte sich im Verlauf der Nacht auf einer Polizeiwache und wurde von Polizisten festgenommen“, heißt es. Bei der Polizei Münster sei nun eine Mordkommission unter der Leitung von Joachim Poll im Einsatz. Sie soll den Tathergang restlos aufklären.
Das will auch die Mordkommission „Vogel“ in Bielefeld. Eine Frau ist nämlich in Rheda-Wiedenbrück offenbar Opfer von schwerer häuslicher Gewalt geworden. Ihr eigener Freund soll sie mit einem Messer schwer verletzt haben. Auch in Dortmund ist es am Wochenende zu einem Messerangriff gekommen. Fotos vom Tatort zeigen Blutspuren im Unionviertel.
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