Behörden warnen

Blaualgenverdacht bestätigt: Hund erbricht nach dem Schwimmen im Möhnesee

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Der Blaualgenverdacht am Möhnesee ist bestätigt. Kreis, Ruhrverband und Gemeinde Möhnesee raten davon ab, in Körbecke ins Wasser zu gehen.
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Der Blaualgenverdacht am Möhnesee hat sich bestätigt. Die in Körbecke an der Seetreppe genommene Probe ist positiv. Ein Hund benötigte nach dem Schwimmen bereits tierärztliche Behandlung.

Körbecke - Der Ruhrverband hat am Möhnesee seine Untersuchungen abgeschlossen und den Blaualgen-Verdacht bestätigt. Die Wasserprobe, die am Freitag, 7. Juli, an der Seetreppe in Körbecke entnommen worden war, ist positiv.

Ganz so eindeutig sei das Ergebnis jedoch nicht, wie der Kreis Soest in einer Pressemitteilung am Freitag (14. Juli) eine Woche später erklärt: Am Montag, 10. Juli, sei eine weitere Probe an der betroffenen Stelle entnommen worden. Das Ergebnis: negativ.

Name Blaualge
AbteilungCyanobakterien
DomäneBakterien

Die Behörden raten dennoch weiterhin dazu, Kontakt mit dem Wasser im Bereich des Seeparks in Körbecke zu meiden, da am heutigen Freitag nach wie vor eine leichte Schlierenbildung zu erkennen sei.

Blaualgen im Möhnesee: Hund mit Durchfall und Erbrechen

Die unterschiedlichen Ergebnisse führt das Kreis-Gesundheitsamt darauf zurück, dass in den vergangenen Tagen der Wind das Wasser und damit auch die Algen bewegt hat - und sie sich zumindest zwischenzeitlich am Körbecker Ufer gesammelt haben.

Da Blaualgen Giftstoffe produzieren können, sollte der gebildete Schaum nicht berührt werden. Sie können besonders für Mensch und Tier gesundheitsschädlich sein. Vor allem für Hunde und Kinder ist der Kontakt sehr gefährlich, warnt der Kreis Soest.

Ein Hund musste bereits tierärztlich behandelt werden, nachdem er im Möhnesee schwimmen war. Dies ergab eine kleine Umfrage bei den Tierarztpraxen im Kreis Soest. Die Symptome des Vierbeiners nach dem Badespaß: Durchfall und Erbrechen. Behandelt wurde der Hund in der Kleintierarztpraxis Soest.

Blaualgen im Möhnesee: Tierarztpraxis am Ring warnt

Der Kontakt mit Blaualgen kann für Hunde wegen der Vergiftungserscheinungen lebensgefährlich sein. Deshalb raten die Praxen, bei auftretenden Symptomen nicht abzuwarten und das Tier schnellstmöglich in tierärztliche Behandlung zu bringen.

So warnt die Soester Tierarztpraxis am Ring auf ihrer Homepage: „Blaualgen sind giftig für Hunde und können starke Magen-/Darmbeschwerden auslösen. Wir bitten Sie daher, ihren Vierbeiner weder aus dem Möhnesee trinken, noch darin schwimmen zu lassen.“

Die Entwicklung der Blaualgenkonzentration im Möhnesee wird weiterhin von Kreis, Ruhrverband und Gemeinde genau beobachtet. Es werden weitere Proben genommen, über die Ergebnisse informiert der Kreis Soest, sobald sie vorliegen.

Naturwasser ist kein Trinkwasser

Grundsätzlich gilt: Wer in einem Naturbadegewässer badet, muss berücksichtigen, dass dort regelmäßig in bestimmtem Umfang Mikroorganismen vorhanden sind. Die Mikroorganismen werden besonders durch die Ausscheidungen von Vögeln und anderen Tieren, die das Gewässer nutzen, eingetragen. Naturbadewasser hat deshalb grundsätzlich keine Trinkwasserqualität.

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