VonAnnika Ketzlerschließen
Aufgrund des Anschlags auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt könnten viele Besucher der NRW-Weihnachtsmärkte Sicherheitsbedenken haben. Veranstalter äußern sich zu den Maßnahmen.
Hamm - Die Vorweihnachtszeit ist im vollen Gange und die Weihnachtsmärkte locken in die Städte in NRW, einige Städte öffneten 2024 sogar besonders früh ihre Pforten. Doch manch ein Besucher könnte womöglich Sicherheitsbedenken haben. Am 20. Dezember fuhr ein Attentäter in Magdeburg in einen Weihnachtsmarkt und tötete mehrere Menschen.
Nach Anschlag in Magdeburg: Wie steht es um die Sicherheit der Weihnachtsmärkte in NRW?
Das NRW-Innenministerium äußerte sich auf der Plattform X, ehemals Twitter, zu dem Vorfall. „Die nordrhein-westfälischen Sicherheitsbehörden bleiben höchst wachsam. Unsere Sicherheitskonzepte werden nötigenfalls angepasst, derzeit gibt es aber keine Hinweise auf eine konkrete Gefahr“, heißt es. Auch Innenminister Herbert Reul (CDU) wird zitiert: „Meine Gedanken sind bei den Opfern und Angehörigen des feigen Angriffs auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg. Der Schmerz und das Leid der Menschen wird uns alle das ganze Weihnachtsfest und darüber hinaus begleiten“.
Wie sicher sind die Weihnachtsmärkte in NRW? Wie steht es um spezielle Vorkehrungen? Das Innenministerium gab bereits vor den Weihnachtsmärkten bekannt, verstärkt Kontrollen durchzuführen. Besucher sollten wachsam bleiben, mahnt Reul.
In Duisburg wurde am Samstag der Einsatz von mehr Polizisten als Streifen auf den Weihnachtsmärkten angeordnet. Die Maßnahme sei nach den Geschehnissen in Magdeburg rein präventiv und beruhe nicht auf besonderen Erkenntnissen, sagte ein Polizeisprecher. Auch einige Veranstalter äußern sich zu den diesjährigen Sicherheitskonzepten der Großveranstaltungen.
Weihnachtsmärkte in NRW: So steht es um die Sicherheitsmaßnahmen
Zu den beliebtesten Weihnachtsmärkten in NRW zählt mitunter der Markt in Dortmund, der jedes Jahr unzählige Besucher mit dem größten Weihnachtsmarkt der Welt ins Ruhrgebiet zieht. Aber wie steht es um die Sicherheitsmaßnahmen in der Dortmunder Weihnachtsstadt? „Die Dortmunder Weihnachtsstadt findet auf zehn Plätzen in der Dortmunder Innenstadt statt, somit fällt zum Beispiel eine Zugangskontrolle weg, als Möglichkeit“, erklärt Verena Winkelhaus vom Markthandel- und Schausteller-Verband Westfalen e.V., der für die Weihnachtsstadt verantwortlich ist, auf Nachfrage von wa.de.
Seit einigen Jahren habe man die Zugangswege zur Weihnachtsmarkt-Fläche mit Terrorismussperren gesichert – zum einen durch Beton-Barrieren und zum anderen mit mehreren Lastwagen, die im Notfall wegfahren können, wenn Polizei und Rettungsdienst die Fläche befahren wollen, so die Sprecherin. Lkw sei es zudem untersagt, den Wall zwischen 13 und 23 Uhr zu befahren.
„Während der Öffnungszeit der Stände haben wir eine mobile Wache der Polizei auf dem Weihnachtsmarkt und es laufen Polizeibeamte und Ordnungsbeamte vermehrt Streife auf der Fläche“, erklärt Winkelhaus. Damit seien die Veranstalter bisher gut aufgestellt gewesen – „und so werden wir das auch 2024 weiter machen“, so die Sprecherin.
Weihnachstmärkte in NRW: Sicherheitsdienst für Notfälle
Und auch die Veranstalter des Bochumer Weihnachstmarktes äußern sich zu den diesjährigen Sicherheitsmaßnahmen. „Als Großveranstaltung im öffentlichen Raum hat der Schutz der Besuchenden vor Unfällen, Notfällen oder sonstigen Gefahrenlagen oberste Priorität“, erklärt Pressesprecher Felix Kannengießer. Die Stadt befinde sich im engen Austausch mit den zuständigen Ordnungsbehörden. Ein Sicherheitsdienst werde einbezogen und sei dementsprechend gut vorbereitet, „um im Bedarfsfall schnell und zuverlässig reagieren zu können“, so Kannengießer.
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Eine Aufstockung der Sicherheitsmaßnahmen werde es im Vergleich zum vergangenen Jahr in Bochum jedoch nicht geben. „Das Sicherheitskonzept unseres Weihnachtsmarktes beinhaltet schon jetzt alle entsprechenden Vorkehrungen, die bei einer Veranstaltung dieser Art möglich sind, um den Besuchenden einen größtmöglichen Schutz zu bieten“, so der Pressesprecher. Sollte jedoch kurzfristig eine Lage eintreten, die zusätzliche Maßnahmen erfordert, werden die Veranstalter in Abstimmung mit den zuständigen Behörden umgehend reagieren und die dann nötigen Vorkehrungen treffen, heißt es.
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