- VonFrank Osiewaczschließen
Das „B-tween“ als Nachfolger der Ritterpassage in Hamm erhält auf dem Papier seine dritte Fassade. Der Investor hat ein neues Architekturbüro beauftragt und plant äußerlich um.
Hamm – Mancher hatte angesichts der Erdarbeiten an der Grundstückskante zur ehemaligen Ritterpassage schon auf den Beginn der Bauarbeiten für das neue „B-tween“ gehofft. Doch das war nicht der Hintergrund für das kleine Aufgebot von Fahrzeugen und Mitarbeitern der Stadtwerke und privaten Unternehmen. In Sachen Baufortschritt gibt es von Seiten des Investors aber dennoch neue und wichtige Signale.
Das „B-tween“ wird noch einmal eine neue Fassade erhalten. Das teilte Projektleiterin Anna Funke von Fokus Development am Dienstag auf Anfrage unserer Zeitung mit. Es wird der dritte Entwurf einer äußeren Hülle für das geplante Scharnier zwischen Weststraße und Allee-Center sein.
Hintergrund ist die Zusammenarbeit mit einem neuen Architekturbüro. Der Duisburger Investor Fokus Development und das Architekturbüro pasd (Hagen), das ursprünglich mit der Planung beauftragt war, hatten sich zu Jahresbeginn getrennt. Wie Funke mitteilte, liegt die Planung nun in Händen der aib GmbH, ebenfalls aus Duisburg.
Büro plant für große Namen
Fokus arbeitet am Heimatstandort der beiden Unternehmen bereits in einem 100-Millionen-Projekt, einem siebengeschossigen Büro- und Geschäftshaus an der Düsseldorfer Straße, mit aib zusammen. Das renommierte Büro plant national wie international Werks-, Geschäfts- und Wohngebäude und verzeichnet in seinem Portfolio bekannte Namen wie Porsche, Ferrero, Siemens oder QVC.
„Durch die neue Zusammenarbeit müssen einige Arbeitsprozesse wiederholt werden“, sagte Funke. „Noch vor Weihnachten werden wir gemeinsam detailreicher vorstellen, wie die Fassade aussehen soll und wie der Bauablauf sein wird.“ Das Nutzungskonzept hinter der neuen Hülle bleibe das gleiche: Gewerbe und Gastronomie im Erdgeschoss, Wohnen in den Obergeschossen.
Stadt hübscht Bauzaun mit Bannern auf
Nächster sichtbarer Schritt wird laut Funke die Auffrischung des Bauzaunes sein. Darüber habe man sich mit der Stadt verständigt. Am Zaun sollen demnach in etwa ab Ende dieses Monats neue Banner mit Motiven aus der Innenstadtplanung zu sehen sein. Fassadenarbeiten erfolgten zunächst keine weiteren, die Abbruchseite sei entsprechend abgedichtet. Die pflichtgemäßen archäologischen Grabungen fänden wie zuletzt kommuniziert voraussichtlich baubegleitend statt.
„Wir sind uns der Bedeutung des Projekts für die Hammer Innenstadt voll bewusst und können die Fragen und Bedenken in der Bevölkerung nachvollziehen. Wir haben aber trotz aller Widrigkeiten immer zu dem Projekt gestanden und tun es weiterhin“, sagte Funke.
Der Sicherheit halber: Trafohäuschen abgeklemmt
Die Fahrzeuge und Mitarbeiter von Stadtwerken und einem privaten Hammer Bauunternehmen, die am Dienstag auf dem Gelände standen, und der aufgerissene Gehweg am Westenwall hatten einen simplen Grund: Wie die Stadtwerke auf Nachfrage mitteilten, sei ein Trafohäuschen auf dem Gelände vom Netz genommen worden. Nicht bauvorbereitend, sondern weil Stillstand herrsche und die Station nicht mehr benötigt werde. Die Stadtwerke seien für die Sicherheit der Stromversorgung verantwortlich. Möglichen Schäden wolle man vorbeugen.
Neuigkeiten gibt es unterdessen auch vom früheren ATU-Gelände in Heessen und vom Hellweg im Süden der Stadt Hamm.