Am Dümpel wird ein toter Mann gebaut

Nach der Vollsperrung der Lennebrücke: Jetzt kommt das Geländer für die Schwimmbrücke

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Der technische Leiter Holger Hohage (links) ist nach den unzähligen Stunden der THW-Kräfte zuversichtlich, dass die Schwimmbrücke am Sonntag fertiggestellt werden kann. Jetzt kommt das Geländer.
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Das Geländer für die Schwimmbrücke über die Lenne ist eingetroffen. Noch am Sonntag soll die Fußgängerbrücke fertig sein. Die Bürgermeisterin ist begeistert.

Nachrodt-Wiblingwerde - Es ist eiskalt. Die Strömungsretter stehen in Neoprenanzügen bereit. Das Material für das Geländer der Schwimmbrücke ist eingetroffen. Noch heute, am Sonntag, 28. Januar, soll die Fußgängerbrücke fertig werden. Ein kleiner Trost nach der Vollsperrung der Lennebrücke.

Bürgermeisterin bedankt sich beim THW

„Ich mache Kniefälle“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat, dankbar über die große Hilfe des THW, der Feuerwehr-Einsatzkräfte, des Kreisbrandmeisters, des Bauunternehmers Siggi Müller, die die schwimmende Brücke für Fußgänger ermöglichen. Einsatzleiter ist Wehrleiter Jens Klatt, der sich für die großartige Zusammenarbeit bedankt, während Holger Hohage vom THW Witten als technischer Koordinator fungiert. In Witten gibt es eine von drei Brückenbaugruppe des THW in Nordrhein Westfalen. „Im Prinzip ist es nichts Außergewöhnliches für uns“, sagt er schmunzelnd. „Wir kriegen auch die Strömung im Griff.“ Damit die Brücke sicher im Wasser liegt, wird am Dümpel ein „toter Mann“ gebaut. Das ist ein im Erdreich verankertes Schwergewichtsbauwerk mit großen Betonblöcken.

Die Brücke ist fast fertig. Jetzt kommt das Geländer. Vier THW-Truppen sind allein dafür angereist. Die Brücke ist in der Bauweise 3,15 Meter breit, hat aber nur knapp zwei Meter Gehwegbreite, wenn die Geländer montiert sind. Länge: 43 Meter, abzüglich der beiden Rampen, die jeweils acht Meter lang sind.

Viele Beteiligte machen die Notlösung gerade möglich. Ein Dank schickt Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz übrigens auch an die evangelische Kirche, die ihre Hilfe sofort angeboten hat. Wer auf „Nordseite“ arbeitet, kann mit Kaffee und Toiletten-Zugang versorgt werden.

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