VonSusanne Fischer-Bolzschließen
Die Lennebrücke in Nachrodt ist gesperrt. Jetzt kommt eine schnelle Lösung. Bereits am Montag früh sollen Fußgänger eine neue Brücke nutzen können. Sie schwimmt, soll aber nicht wackeln.
Update 22.50: Die schwimmende Brücke ist fertig. „Sie steht soweit. Die Widerlager müssen noch final befestigt werden. Die THW-Leute können schon drüber laufen“, sagt Wehrleiter Jens Klatt am Samstagabend. Die Arbeiten am Sonntag drehen sich nun um die Verankerung und Sicherung. Auf der Rastatt-Seite wurden mehrere Doppel-T-Träger ins Erdreich eingerammt, so dass die Brücke nicht abtreiben kann. Auf der anderen Seite sind die Arbeiten aufgrund des Felsens schwieriger. Dort übernimmt Bauunternehmer Sigi Müller am Sonntag die Befestigung. Am Sonntag wird auch das Geländer errichtet. Jeder soll vernünftig rüberlaufen können. „Es wackelt so gut wie gar nicht“, verspricht Jens Klatt. Die Brücke ist über drei Meter breit, liegt sehr stabil im Wasser. Das Geländer wird extra für Kinder gebaut, so dass auch kleinere Kinder, die zur Schule gehen, „wirklich sicher über diese Brücke kommen“. Auch wird es eine Beleuchtung geben. „Die Brücke ist stabil. Das Geländer wird so dicht, dass niemand ins Wasser fallen kann. Das wird eine sichere Querung über die Lenne.“
Die Feuerwehr hat sich um die Sicherheit der THW-Experten gekümmert. Denn natürlich bestand die Gefahr, dass jemand bei den Arbeiten ins Wasser fallen könnte. Wasserretter aus Balve waren im Einsatz, ebenso die Drohneneinheit. Passiert ist glücklicherweise nichts. Das Problem war (und ist) das Nachrodter Wehr. Denn wenn man an der Lennebrücke ins Wasser fällt, sind es ungefähr sechs Fließminuten bis zum Wehr. „Und wer dort reingelangt, hat keine Chance“, weiß Jens Klatt. So gab es eine dreifache Sicherung für die Arbeiter an der Schwimmbrücke: mit einem aufgeblasenen Feuerwehrschlauch, an dem man sich hätte festhalten können, mit den Wasserrettern und einem zusätzlichen Wasserretter auf einem Boot.
Nachrodt-Wiblingherde - Nach der Vollsperrung der alten Lennebrücke heißt es: gemeinsam anpacken, schnell praktische Lösungen umsetzen. Jetzt wird eine selbsttragende, schwimmende Fußgängerbrücke in Nachrodt gebaut. Sie wird im Untergrund verankert.
Nach Vollsperrung: Jetzt kommt eine schwimmende Fußgängerbrücke
Die fest verankerten Schwimmträger werden aus Bonn angeliefert. Ziel ist, dass die behelfsmäßige Fußgängerbrücke bereits am Montagmorgen, 29. Januar, von Kindern für den Schulbesuch und allen Fußgängern genutzt werden kann. Damit auch gehbehinderte Personen über die Brücke kommen, wird eine Rampe errichtet. „Das Material ist geliefert und heute wird bis 20 Uhr gearbeitet“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat. „Alle sind guter Dinge, dass das klappt.“
Kreisbrandmeister Michael Kling ist mit der Bürgermeisterin vor Ort. Ebenso Sebastian Putz, 30 Feuerwehr-Einsatzkräften aus Balve, Werdohl und Nachrodt-Wiblingwerde mit Wehrleiter Jens Klatt sowie 70 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks aus ganz Nordrhein-Westfalen. „Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten ist großartig“, sagt Birgit Tupat, die im Rahmen einer Krisensitzung mit Michael Kling den Plan ausgetüftelt hat.
