Stadt-Jubiläum

Nach Anschlag in Solingen: Soester Fest geht weiter - Polizei erhöht Präsenz - „haben Sie keine Angst!“

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Soest feiert an diesem Wochenende seinen 1400. Geburtstag.
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    Daniel Schröder
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Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf dem Stadtfest in Solingen erhöht die Soester Polizei die Präsenz. Es wird jedoch betont: Zwar gebe es nie 100-prozentige Sicherheit, doch „haben Sie keine Angst“.

Update von Samstag, 24. August, 10.55 Uhr: Die bedrückende Parallelität zu Solingen, das wie Soest ein ganzes Wochenende lang sein Stadtjubiläum feiern wollte, hat bei den Verantwortlichen im Rathaus große Bestürzung ausgelöst. Stadtsprecher Thorsten Bottin meldete sich mit einer Reaktion und betonte, dass die Soester 1400-Jahr-Feier weitergehen soll. „100-prozentige Sicherheit kann man bei solch perfiden Angriffen nicht aussprechen“, sagte er. Er erinnert aber auch daran, dass Soest viel Erfahrung mit Großveranstaltungen mitbringe, „wir kennen uns aus mit großen Sicherheitskonzepten“.

Soest - Der mutmaßliche Anschlag auf dem Stadtfest zum 650-Jährigen der Stadt Solingen, mit drei Toten und vielen Verletzten, weckte am Abend und in der Nacht zu Samstag bei vielen Menschen Assoziationen mit dem großen Festwochenende zum 1400. Geburtstag der Stadt Soest. Zum Anschlag in Solingen kommentierte ein Soester auf X, dem ehemaligen Twitter: „Ich habe befürchtet, dass so etwas wieder passiert. In meiner Heimatstadt Soest laufen die Feierlichkeiten für 1400 Jahre, ich traue mich nicht zu den Feierlichkeiten.“

Die Sorgen kann die Polizei durchaus verstehen, Polizeisprecher Marco Baffa-Scinelli erklärte am Samstagmorgen im Gespräch mit unserer Redaktion: „Wir sind jederzeit mit ausreichend Kräften vor Ort. Wir erhöhen die Präsenz in Soest heute zudem mit zivilen und uniformierten Beamten. Wir können jederzeit auf jede Situation reagieren.“ Bilder wie nach dem Anschlag am Berliner Breitscheidplatz 2016, als auch auf dem Soester Weihnachtsmarkt Polizisten mit griffbereiter Maschinenpistole patrouillierten, werde es nicht geben.

Polizei: „100-prozentigen Schutz wird es niemals geben können“

Der Polizeisprecher betonte: „Einen 100-prozentigen Schutz für so eine Großveranstaltung wird es niemals geben können.“ Doch an die Soester und die Menschen aus der Region gerichtet, appellierte Baffa-Scinelli: „Lassen Sie sich von so einer Tat nicht einschüchtern. Haben Sie keine Angst, gehen Sie raus, genießen Sie die Feste im Kreis Soest, in Soest konkret die 1400-Jahr-Feier.“

Baffa-Scinelli riet allen Besuchern, die heute den Geburtstag der Stadt Soest feiern wollen: „Wir nehmen die Situation natürlich ernst, unsere Leitstelle ist ebenfalls sensibilisiert. Wenn Sie etwas Verdächtiges wahrnehmen, zögern Sie nicht und rufen Sie die 110. Wir kommen sofort raus.“

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