VonMarvin K. Hoffmannschließen
NRW durchlebt unbeständiges Herbstwetter mit Niederschlägen und Gewittern. Der DWD warnt vor Sturmböen in der nächsten Woche. Hoffnung auf einen goldenen Herbst besteht.
Hamm – Das Wetter in NRW zeigt sich von seiner unbeständigen Herbstseite. Nach den DWD-Prognosen erwartet NRW ein für diese Jahreszeit typisches Wetter mit einem raschen Wechsel zwischen Sonne und dunklen Schauerwolken. Die Temperaturen erreichen lediglich um die 17 Grad, immer wieder begleitet von kräftigen Regenschauern und lokalen Gewittern. Wetter-Experte Dominik Jung bringt es auf den Punkt: Es wird überwiegend nass. Auch der Sonntag bleibt durchwachsen, wird aber mit 19 bis 21 Grad etwas milder, wobei weiterhin schwache Schauer möglich sind. Stellt sich die Frage: Wird es in NRW einen goldenen Herbst geben?
Die kommende Woche verspricht zunächst keine Besserung der Wetterlage. Der DWD warnt vor Sturmböen am Montag und Dienstag, besonders im Nordwesten und Westen des Landes. Ein Tiefdruckkomplex über dem Nordostatlantik führt weiterhin feuchte und zu Gewittern neigende Luft nach NRW.
„Im Herbst nehmen die Temperaturunterschiede zwischen dem noch warmen Süden und dem immer kälter werdenden Norden stark zu. Wind und Sturm sind letztlich nur der Versuch der Atmosphäre, diese Unterschiede auszugleichen“, erklärt Wetter-Expertin Annika Jacob von Wetteronline gegenüber wa.de. „Dazu kommt die Verlagerung des Jetstreams, der besonders jetzt zu dieser Jahreszeit oft über Mitteleuropa liegt. In seinem Bereich entstehen Tiefdruckgebiete, die sich rasch verstärken und dann für das typische herbstliche windige Wetter sorgen“, sagt sie.
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Ein goldener Herbst bleibt vorerst Wunschdenken, langfristig gibt es jedoch Hoffnung. Die aktuellen Langfristprognosen zeigen ein gemischtes Bild: Während einige Modelle einen außergewöhnlich warmen September mit Temperaturen bis zu 3,6 Grad über dem langjährigen Mittel vorhersagen, deuten andere auf einen eher nassen Herbst hin. Interessant ist die Prognose des hundertjährigen Kalenders, der für die Zeit vom 12. bis 18. September noch einmal sieben warme Tage mit einem möglichen Altweibersommer vorhersagt.
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Geduld ist gefragt in Sachen Wetter. „Der Herbst hat ja - für uns Meteorologen - gerade erst begonnen und sonnige, warme Phasen sind durchaus wahrscheinlich“, sagte Annika Jacob und ergänzt: „Wann genau und wie lange, lässt sich aber aktuell noch nicht seriös beantworten.“
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