Kooperation mit der Stadt Köln

Meilenstein bei Neue Mitte Köln: Reker will Projekt unterstützen

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Kann die Neue Mitte Köln tatsächlich umgesetzt werden? Das soll nun eine Machbarkeitsstudie prüfen. Dabei unterstützen auch die Stadt Köln und OB Reker. 

Köln – Den Hauptbahnhof Köln nach Köln-Kalk verlegen und die freigewordene Fläche für Parks, Büroflächen, Geschäfte und Wohnraum nutzen. Das ist die Idee hinter der Neuen Mitte Köln. Kölner Grünen-Chefin Christiane Martin beschreibt das Vorhaben als „ein Verkehrskonzept, das dabei auch positive Auswirkungen auf die Stadtentwicklung hätte.“ Noch ist die Neue Mitte Köln allerdings lediglich eine Vision. Doch jetzt gibt es einen wichtigen Meilenstein.

Die Neue Mitte Köln bekommt eine Machbarkeitsstudie. Dabei kooperiert auch die Stadt Köln (IDZRNRW-Montage).

Die Vision Neue Mitte Köln

Der Kölner Hauptbahnhof zieht vom Kölner Dom nach Köln-Kalk. Von hier fährt der Fernverkehr.

Der Schienenstrang, der die Innenstadt zerschneidet: Er könnte verschwinden oder weniger Fläche verbrauchen, da der bisherige Hauptbahnhof Köln am Dom zum unterirdischen Regionalbahnhof umgewandelt wird.

Die Hohenzollernbrücke am Dom könnte nach New Yorker Vorbild zur Highline werden, also einer Art Parkanlage.

In der Kölner Innenstadt entstehen neue Flächen für Freizeit, Wohnen, Büros.

► Entstanden ist die Neue Mitte Köln von Paul Böhm. Mittlerweile setzt sich der Verein Neue Mitte Köln für die Umsetzbarkeit ein.

Meilenstein bei Neue Mitte Köln: Reker will Projekt unterstützen

Oberbürgermeisterin Henriette Reker sagte zu, Daten und Fakten für die Umsetzungs- und Wirkungsstudie von der Neuen Mitte Köln bereitzustellen. Das teilte der Verein „Neue Mitte Köln“ (NMK), der das Projekt voranbringen will, am Dienstag (14. März) mit. Das heißt: Die Stadt kooperiert bei der Machbarkeitsstudie zur Vision „Neue Mitte Köln“, die damit ein kleines Stück realer geworden ist.

Fotos zeigen, wie eine revolutionäre Idee Köln komplett verändern könnte

Ein Entwurf des Hauptbahnhofs in Köln-Kalk. Der komplette Fernverkehr soll dann dort fahren. Dafür soll der Hauptbahnhof in Kalk mehrere Gleise bekommen.
Der Grundgedanke der „Neuen Mitte Köln“: Der Hauptbahnhof Köln wird von der Innenstadt nach Kalk verlegt und macht so Platz für neue Konzepte. Das Bild zeigt, wie ein Hauptbahnhof in Kalk aussehen könnte. © Neue Mitte Köln
Der Entwurf des Hauptbahnhofs in Kalk zeigt, dass es eine Verbesserung für den Fernverkehr geben könnte.
Von einer Verlegung des Hauptbahnhofs nach Kalk (hier im Bild) würde der Fernverkehr der Deutschen Bahn sehr profitieren, so die Planer. Denn ICEs müssten sich nicht mehr durch das Nadelöhr Hohenzollernbrücke quälen. © Neue Mitte Köln
Ein Entwurf der Neuen Mitte Köln zeigt, wie die Innenstadt entzerrt werden könnte.
Aber auch auf die Innenstadt würde sich das Konzept auswirken: Denn der Verkehr würde entzerrt werden. Die möglichen Auswirkungen: bessere Aufenthaltsqualität in der Stadt und mehr Platz für alle Kölner. © Neue Mitte Köln
Ein Entwurf, wie die Kölner Innenstadt laut Konzept Neue Mitte Köln aussehen könnte.
Die freigewordene Fläche soll nämlich nicht für Infrastruktur, sondern für Lebensqualität genutzt werden: Entstehen sollen unter anderem Parks und Grünflächen, die zum Joggen oder Flanieren einladen. © Neue Mitte Köln
Beim Konzept „Neue Mitte Köln“ wird die Hohenzollernpark zur grünen Oase.
Vor allem die Hohenzollernbrücke (hier im Bild) könnte so in einem komplett neuen Design erstrahlen. Vorbild ist die sogenannte „Highline“ in New York.  © Neue Mitte Köln
Die Schienen am Hansaring wurden in dem Entwurf beseitigt. Stattdessen soll ein großer Park bis zum Kölner Dom entstehen.
„Wir schaffen Platz für eine neue lebendige Mitte, die das Linksrheinische und Rechtsrheinische vereint“, so das Konzept zur Neuen Mitte Köln. Das Bild zeigt, wie der Hansaring ein komplett neues Aussehen bekommen könnte. © Neue Mitte in Köln.

„Wir haben das Konzept Neue Mitte Köln entwickelt, damit unsere Stadt wieder eine moderne Metropole wird und wir das Herz der Stadt – links- und rechtsrheinisch – wiederbeleben“, sagt Architekt Paul Böhm, Vorstand des Vereins Neue Mitte Köln und wesentlicher Ideengeber des Projekts. Die Machbarkeitsstudie soll dabei prüfen, ob und wie sich diese Vision umsetzen lässt. Die städtische Kooperation sei dabei ein wichtiger Schritt, heißt es weiter. „Auch wenn die Stadt Köln sich neutral gegenüber dem Konzept der Neuen Mitte Köln verhält, wird sie die Informationsanfragen koordinieren und die notwendigen Informationen bereitstellen.“

Neue Mitte Köln: Tausende Kölner unterstützen Vision

Hintergrund für die neue und für den Verein wichtige Kooperation ist eine Petition, die Anfang Dezember 2022 mit über 6000 Unterschriften übergeben worden ist. „Wir danken Frau Oberbürgermeisterin Reker und der Stadtverwaltung, dass sie auf unseren und den Wunsch unserer rund 6000 Unterstützer:innen eingegangen sind“, betont Böhm. „Diese Unterstützung hilft uns sehr bei der Umsetzungs- und Wirkungsstudie, die wir bis Ende des Jahres auf den Weg bringen wollen.“ (jw) Fair und unabhängig informiert, was im Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Rubriklistenbild: © Neue Mitte Köln & Christoph Hardt/Imago

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